
LKW-Brand auf der Autobahn A-66 löst Waldbrand aus, 800 Menschen aus Casas de Millán und Grimaldo in Cáceres evakuiert
Ein LKW-Brand auf der Autobahn A-66 in der Provinz Cáceres griff am Samstag auf den umliegenden Wald über und zwang rund 800 Menschen aus Casas de Millán und Grimaldo zur Evakuierung, als sich die Flammen Häusern näherten.
Wie der Brand entstand
Ein Lastwagen, der auf der Autovía de la Plata (A-66) in nördlicher Richtung unterwegs war, geriet um 13:38 Uhr am Samstag, dem 1. August, bei Kilometer 505 in der Nähe der Ausfahrt Torrejoncillo in Brand. Die Flammen griffen schnell von dem Schwerfahrzeug auf angrenzendes Busch- und Waldland über und entfachten einen Waldbrand in der Gemeinde Casas de Millán. Die Guardia Civil beschrieb die schnelle Ausbreitung:
Der Brand breitete sich schnell auf die umliegende Vegetation aus und betraf sowohl die Waldumgebung als auch die unmittelbare Nähe der Autobahn.
Dichter Rauch und die vorrückende Feuerfront brachten die nächstgelegenen Bevölkerungszentren in Gefahr und lösten eine sofortige Notfallreaktion aus.
Evakuierung zweier Gemeinden
Am Nachmittag ordneten die Behörden die vorsorgliche Evakuierung von Casas de Millán, einer Stadt mit rund 650 Einwohnern, und des kleineren Weilers Grimaldo mit etwa 150 Einwohnern an. Insgesamt wurden rund 800 Anwohner in die städtische Sporthalle in Cañaveral gebracht. Die Bewohner erhielten eine Es-Alert-Mobilbenachrichtigung, die sie zu Bussen an der Haltestelle Casas de Millán führte. Die Evakuierung umfasste auch vereinzelte Wohnhäuser in der Nähe der Brandgrenze.
- Casas de Millán
- 650 Personen
- Grimaldo
- 150 Personen
Notstandserklärung und Koordination
Die Regionalregierung aktivierte um 15:40 Uhr die Situación Operativa 1 des Zivilschutzplans Infocaex, die Stufe, die verwendet wird, wenn ein Feuer Menschen, Häuser oder nicht forstwirtschaftliche Güter bedroht und Schutzmaßnahmen wie Einschließungen, Evakuierungen oder Straßensperrungen erfordert. Die Erklärung wurde durch die mögliche Auswirkung auf die städtischen Zentren von Casas de Millán und Grimaldo sowie die Gemeinde Cañaveral ausgelöst. Zur Koordinierung der Einsätze vor Ort wurde ein erweitertes Führungszentrum eingerichtet.
Am Abend trat das Centro de Coordinación Operativa (Cecop) unter dem Vorsitz von Vizepräsident Abel Bautista zusammen. Das Treffen beschloss, die Evakuierung aufrechtzuerhalten und die Situación Operativa 1 in Kraft zu lassen. Eine weitere Cecop-Sitzung wurde für Sonntag, den 2. August, um 09:30 Uhr anberaumt, um die Entwicklung des Feuers neu zu bewerten und über zusätzliche Maßnahmen zu entscheiden.
- LKW gerät auf der A-66 bei km 505 in nördlicher Richtung in der Nähe der Ausfahrt Torrejoncillo in Brand; Flammen greifen auf Vegetation über
- Infocaex aktiviert Situación Operativa 1 wegen Bedrohung für Casas de Millán und Grimaldo
- Evakuierung von Casas de Millán (ca. 650 Einwohner) und Grimaldo (ca. 150 Einwohner) beginnt; Evakuierte werden in die städtische Sporthalle in Cañaveral gebracht
- Cecop-Treffen unter dem Vorsitz von Vizepräsident Abel Bautista beschließt, die Evakuierung aufrechtzuerhalten und die Situación Operativa 1 aktiv zu lassen
- Nächstes Cecop-Treffen geplant, um die Entwicklung des Feuers neu zu bewerten und weitere Maßnahmen zu beschließen
Eingesetzte Löschkräfte
Zur Eindämmung des Feuers wurde ein großer, behördenübergreifender Einsatz zusammengestellt. Dreizehn Luftfahrzeuge (vier Starrflügler und neun Hubschrauber) führten wiederholte Wasserabwürfe auf den aktivsten Teilen der Feuerfront durch. Am Boden arbeiteten vier Einheiten von Waldbrandbekämpfern zusammen mit zwei Hubschrauber-Brigaden, einem Umweltbeauftragten, einem Löschtechniker und schwerem Gerät zur Anlage von Brandschneisen. Der Einsatz kombinierte Ressourcen aus dem Plan Infoex, dem Ministerium für den ökologischen Wandel und den demografischen Herausforderungen, der Provinzfeuerwehr von Cáceres, der Guardia Civil für Verkehrskontrolle und Evakuierungsunterstützung sowie Personal des Roten Kreuzes, das sich um die Vertriebenen kümmerte.
Getrennter Vorfall in Badajoz
Bei einem nicht damit zusammenhängenden Brand am selben Tag erlitt ein Feuerwehrmann des Provinzkonsortiums in Badajoz Verbrennungen zweiten Grades, als er einen Waldbrand in Granja de Torrehermosa bekämpfte. Die Besatzung musste ihr Fahrzeug nach einer plötzlichen Winddrehung verlassen; der Fahrer konnte nicht rechtzeitig aussteigen und erlitt Verletzungen. Er wurde zunächst im Krankenhaus von Llerena behandelt und später in die Verbrennungsabteilung des Universitätskrankenhauses Virgen del Rocío in Sevilla verlegt.


