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Regierung·vor 2 Std.

Italien feiert 80. Jahrestag der Republik: Mattarella würdigt Abstimmung von 1946 als 'Wendepunkt' und fordert erneuertes demokratisches Vertrauen

Präsident Sergio Mattarella gedachte des 80. Jahrestags der italienischen Republik, indem er an das historische Referendum von 1946 erinnerte, das die Monarchie beendete, und forderte die Institutionen auf, angesichts internationaler Spannungen das Vertrauen der Bürger wiederherzustellen.

Ein historischer Wendepunkt

Italien feiert den 80. Jahrestag seiner Republik und gedenkt des 2. Juni 1946, als die Bürger für die Abschaffung der Monarchie und die Wahl einer Verfassungsgebenden Versammlung stimmten. Präsident Sergio Mattarella bezeichnete die Abstimmung in einer Botschaft an die Präfekten der Nation als einen entscheidenden Bruch mit der Vergangenheit.

Die Abstimmung des italienischen Volkes am 2. Juni 1946 markierte – nach der zwanzigjährigen faschistischen Periode, der Tragödie des Krieges und dem Befreiungskampf – einen Wendepunkt in der Geschichte des Landes, indem sie die Grundlage legte, um auf der soliden Grundlage der Verfassung einen neuen Gesellschaftsvertrag aufzubauen, inspiriert von den Prinzipien der Freiheit, Gleichheit und Solidarität, getrieben von einem intensiven Durst nach Frieden.

Das Staatsoberhaupt betonte, dass die Republik aus einer kollektiven und aufrichtigen Ausübung der Demokratie geboren wurde, wobei das italienische Volk mit außergewöhnlicher Wahlbeteiligung und Gelassenheit teilnahm.

Frauen zum ersten Mal an der Wahlurne

Ein zentrales Thema von Mattarellas Botschaft war die historische Teilnahme der Frauen, die zum ersten Mal in der italienischen Geschichte zur Wahl gerufen wurden. Dies geschah sowohl bei den Verwaltungswahlen, die Anfang des Jahres stattfanden, als auch bei den Konsultationen am 2. Juni. Der Präsident stellte fest, dass in einem heiklen Moment des Übergangs die freie Ausübung des Wahlrechts erneut gewährleistet wurde, wobei der komplexe Wahlapparat nach Jahren der Unterbrechung mit dem fleißigen Beitrag der Präfekturen und anderer Institutionen wiederhergestellt wurde.

Die bleibende Aufgabe des demokratischen Vertrauens

Mit Blick auf die Gegenwart betonte Mattarella, dass die dauerhafte Aufgabe der Republik darin bestehe, die Vertrauensarchitektur zwischen Institutionen und Bürgern zu stärken und in jedem den authentischsten Sinn demokratischer Teilhabe neu zu entfachen.

Die Vertrauensarchitektur zwischen Institutionen und Bürgern zu festigen, in jedem den authentischsten Sinn demokratischer Teilhabe neu zu entfachen, ist eine bleibende Aufgabe im Leben der Republik.

Er fügte hinzu, dass die Werte der Verfassung durch die Taten derer weiterleben, die der Gemeinschaft dienen.

Umgang mit modernen Verunsicherungen

Der Präsident erkannte die Auswirkungen globaler Ereignisse auf das tägliche Leben an und warnte, dass die Folgen internationaler Spannungen zunehmend im Leben der Bürger und Gemeinschaften nachhallen und Sorgen und Verunsicherungen erzeugen. In diesem Zusammenhang forderte er die öffentlichen Amtsträger auf, ihre Mandate mit Zuhören, einer intelligenten Lektüre der aufkommenden gesellschaftlichen Dynamiken und Sensibilität für Situationen der Not und Verletzlichkeit auszuüben, um wirksame Antworten zu formulieren.

Die Folgen internationaler Spannungen wirken sich zunehmend auf das Leben der Bürger und Gemeinschaften aus und erzeugen Sorgen und Verunsicherungen.

Ein europäischer Horizont und sozialer Zusammenhalt

Mattarella bekräftigte die überzeugte Zugehörigkeit der Nation zu den republikanischen Idealen, projiziert auf einen europäischen Horizont. Er würdigte die Gesichter und die bürgerliche Leidenschaft unzähliger Bürger, Frauen und Männer der Institutionen, die über achtzig Jahre zur Entwicklung der Republik beigetragen haben, manchmal bis hin zu Heldentum und Opfer ihres eigenen Lebens. Er lobte insbesondere die Arbeit der Präfekten bei der Garantie demokratischer Freiheiten, der Förderung von Legalität und Sicherheit sowie der Koordinierung von Notfallmaßnahmen. Der Präsident betonte auch die grundlegende Bedeutung der Unterstützung des sozialen Gefüges und der Wahrnehmung der Bedürfnisse und Erwartungen der jüngeren Generationen im Dialog mit Schulen und Bildungseinrichtungen, um den sozialen Zusammenhalt zu fördern.

Wichtige Meilensteine der italienischen Republik
  1. Italiener stimmen für die Abschaffung der Monarchie und wählen eine Verfassungsgebende Versammlung; Frauen stimmen zum ersten Mal ab.
  2. Die Verfassung der Italienischen Republik tritt in Kraft.
  3. Präsident Mattarella sendet eine Botschaft an die Präfekten zum 80. Jahrestag der Republik.
Rom

8 Quellen

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