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WHO und Afrika-CDC starten 518-Millionen-Dollar-Ebola-Plan, während sich der Bundibugyo-Stamm in DR Kongo und Uganda ausbreitet

Der auf sechs Monate ausgelegte Plan zielt auf den seltenen Bundibugyo-Stamm ab, der seit Mitte Mai mindestens 400 bestätigte Fälle und 66 Todesfälle in DR Kongo und Uganda verursacht hat.

Der Aktionsplan

Die Weltgesundheitsorganisation und die afrikanischen Zentren für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten haben am Freitag einen gemeinsamen Ebola-Aktionsplan in Höhe von 518 Millionen US-Dollar (446 Millionen Euro) vorgestellt, der von Juni bis November laufen soll. Der Plan konzentriert sich auf die Notfallkoordination, Überwachung, Labortests, Infektionsprävention und -kontrolle, klinische Versorgung, Einbindung der Gemeinschaft, Forschung, Logistik und die Aufrechterhaltung grundlegender Gesundheitsdienste.

Das Ziel ist unkompliziert: Wir müssen den Ausbruch dort stoppen, wo er ist, die Länder unterstützen, die heute reagieren, und sicherstellen, dass die Nachbarländer bereit sind, Fälle zu erkennen und schnell zu handeln, falls sie auftreten.

Der WHO-Generaldirektor betonte, dass der Plan eine gemeinsame Anstrengung unter der Führung der betroffenen Länder sei, geleitet von einem einfachen Prinzip: ein Plan, ein Budget, ein Team. Er wies darauf hin, dass die Reaktion auf Erfahrungen aus früheren Ausbrüchen und jüngsten Gesundheitsnotlagen aufbaut.

Die Bilanz des Ausbruchs

Der Ausbruch wurde am 15. Mai in der nordöstlichen kongolesischen Provinz Ituri erklärt, auf die laut Afrika-CDC 90 % der bestätigten Fälle und 76 % der Todesfälle entfallen. Inzwischen hat er sich auf die Provinzen Nord-Kivu und Süd-Kivu ausgeweitet. Uganda hat 19 Fälle bestätigt, darunter zwei Todesfälle, wobei am Freitag drei neue Fälle und ein Todesfall gemeldet wurden. Der kongolesische Gesundheitsminister Samuel Roger Kamba meldete am späten Donnerstag 381 bestätigte Fälle und 63 Todesfälle in DR Kongo. Die WHO teilte mit, dass 34 Beschäftigte im Gesundheitswesen infiziert wurden, sieben gestorben und sechs genesen sind.

Der Bundibugyo-Stamm

Der Ausbruch betrifft den seltenen Bundibugyo-Stamm des Ebola-Virus, für den es keinen zugelassenen Impfstoff oder eine spezifische Behandlung gibt. Die Fallsterblichkeitsrate des Stamms liegt zwischen 30 % und 50 %. Der derzeitige Ausbruch ist größer als die beiden zuvor verzeichneten Bundibugyo-Ausbrüche in den Jahren 2007 und 2012. Die Gesundheitsbehörden vermuten, dass das Virus einige Zeit vor der offiziellen Erklärung unentdeckt zirkulierte, wobei bereits Mitte Mai Hunderte von Fällen vorhanden gewesen sein könnten.

Wir starten nicht bei Null; dieser Plan baut auf früheren Ausbrüchen und jüngsten Gesundheitsnotlagen auf.

US-Warnungen und Finanzierung

Die US-amerikanischen Zentren für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten veröffentlichten drei Dokumente im Bericht über Morbidität und Mortalität und warnten, dass die Auswirkungen des Ausbruchs denen des Westafrika-Ausbruchs 2014–2016 ähneln oder diese übertreffen könnten. Die USA haben fast 38 Millionen US-Dollar an zusätzlichen Mitteln für die Ebola-Bekämpfung bereitgestellt, womit sich ihr Gesamtbeitrag auf über 200 Millionen US-Dollar beläuft. Die Modellierungsszenarien der CDC zeichnen ein besorgniserregendes Bild, und die Berichte zielen darauf ab, die internationale Gemeinschaft zu einer raschen und umfassenden Reaktion in Zusammenarbeit mit DR Kongo und Uganda zu mobilisieren.

Regionale Spannungen

Pläne zur Einrichtung einer US-Ebola-Quarantäneeinrichtung auf dem Luftwaffenstützpunkt Laikipia in der Nähe von Nanyuki, Kenia, haben Proteste ausgelöst. Hunderte demonstrierten am Montag und Dienstag, und mindestens zwei Menschen wurden getötet und einer verletzt, als der Protest am Montag gewaltsam wurde. Die Einrichtung soll US-Bürger unter Quarantäne stellen, die dem Virus ausgesetzt waren, aber keine Symptome zeigen, anstatt ihnen die Rückkehr in die Heimat zu erlauben. Kenias Präsident William Ruto hat den Stützpunkt als entscheidend verteidigt. Die WHO stuft das Risiko im subsaharischen Afrika als hoch und weltweit als niedrig ein.

Schlüsselereignisse des Bundibugyo-Ebola-Ausbruchs
  1. Ebola-Ausbruch offiziell in der Provinz Ituri, nordöstliche DR Kongo, erklärt
  2. Proteste in Nanyuki, Kenia, gegen geplante US-Ebola-Quarantäneeinrichtung; zwei Tote
  3. WHO und Afrika-CDC kündigen gemeinsamen 518-Millionen-Dollar-Aktionsplan an; Uganda bestätigt drei neue Fälle und einen Todesfall

Was als Nächstes kommt

Drei Impfstoffe werden erforscht und sollen für klinische Studien beschleunigt werden. Der WHO-Plan wird in Zusammenarbeit mit dem Afrika-CDC umgesetzt werden, wobei Tedros betonte, dass die Eindämmung von Ebola politisches Engagement, nachhaltige Finanzierung und Vertrauen in die Einbindung der Gemeinschaft erfordert. Der Widerstand der Bevölkerung gegen Gesundheitsprotokolle bleibt eine Herausforderung in DR Kongo, das seinen 17. Ebola-Ausbruch bekämpft, seit das Virus dort 1976 erstmals identifiziert wurde.

Ituri · Kampala · Nanyuki

8 Quellen

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