
Teneriffa verzeichnet 500 Mikroerdbeben in 10 Stunden, der 14. seismische Schwarm seit 2016
Ein Schwarm von etwa 500 Erdbeben geringer Magnitude wurde zwischen Freitagabend und Samstagmorgen unter Teneriffa detektiert, die 14. derartige Episode seit 2016. Weder Involcan noch das IGN sehen ein erhöhtes kurzfristiges Eruptionsrisiko.
Was geschah
Ein neuer seismischer Schwarm erschütterte den Untergrund von Teneriffa, wobei in einem Zeitraum von 10 Stunden etwa 500 Mikroerdbeben registriert wurden. Das Nationale Geographische Institut (IGN) verortete die Aktivität zwischen 18:00 Uhr am Freitag und 04:00 Uhr am Samstag, während das Vulkanologische Institut der Kanarischen Inseln (Involcan) den Hauptausbruch auf 18:34–23:00 Uhr eingrenzte. Alle Ereignisse hatten eine sehr geringe Magnitude und wurden von der Bevölkerung nicht gespürt.
Die Epizentren ballten sich westlich von Las Cañadas del Teide in einer Tiefe von etwa 10 Kilometern unter dem Meeresspiegel. Aufgrund der extrem schwachen Signale konnten nur drei der 500 Ereignisse einzeln lokalisiert werden. Beide Institute betonten, dass die Angaben zu Anzahl, Magnituden und Tiefen vorläufig sind und nach detaillierter Analyse verfeinert werden könnten.
Wissenschaftliche Interpretation
Involcan erklärte, dass die wahrscheinlichste Hypothese den Schwarm mit der Injektion von hydrothermalen Flüchtlingen magmatischen Ursprungs in das hydrothermale System der Insel in Verbindung bringt. Diese Interpretation wird durch unabhängige geochemische und geophysikalische Belege gestützt, darunter ein Anstieg der diffusen CO₂-Emission am Krater des Teide und leichte Bodenverformungen, die im nordöstlichen Sektor des Vulkangebäudes festgestellt wurden.
Die wahrscheinlichste Hypothese ist, dass diese Schwärme mit der Injektion von hydrothermalen Flüchtlingen magmatischen Ursprungs in das hydrothermale System der Insel zusammenhängen.
Das IGN beschrieb die Signale als hochgradig homogen und vereinbar mit der Zirkulation oder Wechselwirkung magmatischer Fluide mit tiefem Gestein. Es warnte jedoch, dass diese Art von Seismizität für sich genommen keinen Übergang zu anderen Szenarien vulkanischer Aktivität impliziert.
Diese Art von Seismizität impliziert für sich genommen nicht zwangsläufig eine Entwicklung hin zu anderen Szenarien vulkanischer Aktivität.
Ein wiederkehrendes Muster
Dies ist der 14. Schwarm hybrider seismischer Ereignisse, der seit dem 2. Oktober 2016 auf Teneriffa detektiert wurde. Die Chronologie umfasst Episoden in den Jahren 2019, 2022, 2024, 2025 und eine konstantere Sequenz, die am 12. Februar 2026 begann. Der letzte vorherige Schwarm ereignete sich im Februar 2026, wobei die im aktuellen Schwarm freigesetzte Energie geringer ist.
- Erster hybrider seismischer Schwarm detektiert
- Seismischer Schwarm registriert
- Seismischer Schwarm registriert
- Seismischer Schwarm registriert
- Seismischer Schwarm registriert
- Schwarm markiert Beginn konstanterer Aktivität
- 14. Schwarm: ~500 Ereignisse in 10 Stunden
Involcan stellte fest, dass der Prozess, der für das seit Ende 2016 aufgezeichnete erhöhte „vulkanische Rauschen“ verantwortlich ist, weiterhin aktiv ist und keine Anzeichen eines Abklingens zeigt. Dennoch bekräftigte das Institut eine Botschaft der Ruhe und betonte, dass der Schwarm die Wahrscheinlichkeit eines Vulkanausbruchs kurz- oder mittelfristig nicht verändert.
Überwachung und Reaktion
Im Einklang mit den Protokollen zur Vulkanüberwachung sandte das IGN eine Warnung über die erhöhte seismische Frequenz an den Zivilschutzdienst der Regierung der Kanarischen Inseln und das nationale Zivilschutzsystem. Das Institut unterhält ein Netz von mehr als 100 Stationen, Instrumenten und Probenahmestellen auf Teneriffa, die Seismizität, Bodenverformung und geochemische Parameter in Echtzeit überwachen, um jede Veränderung zu erkennen, die eine Entwicklung der vulkanischen Gefahr signalisieren könnte.


