
Adriatischer Waldbrand zwingt über 400 Menschen in Apulien zur Evakuierung per Schiff – Flammen blockieren Landwege
Ein Waldbrand in der süditalienischen Region Apulien hat am Sonntag die Evakuierung von mehr als 400 Touristen und Strandbesuchern per Schiff erzwungen, nachdem Flammen die einzigen Landwege aus der Küstenstadt Peschici blockiert hatten.
Brand und Evakuierung
Mehr als 400 Touristen und Strandbesucher wurden am Sonntag per Schiff aus der Küstengemeinde Peschici in der süditalienischen Region Apulien evakuiert, nachdem ein Vegetationsbrand ausgebrochen war. Die italienische Küstenwache erklärte in einer Stellungnahme, der Seeweg sei der „einzig mögliche Evakuierungsweg“ gewesen, da die Flammen die Landstraßen blockiert hatten. Die Rettungsaktion war am Sonntagabend noch im Gange, und ein Sprecher sagte gegenüber AFP, dass voraussichtlich weitere rund 300 Menschen evakuiert werden müssten.
Mehr als 400 Touristen und Badegäste wurden per Schiff evakuiert, der einzig mögliche Evakuierungsweg.
Einzelheiten der Rettungsaktion
Sechs Schiffe der Küstenwache, drei Boote der italienischen Finanzpolizei (Guardia di Finanza) und etwa zehn private Schiffe wurden eingesetzt, um die Passagiere in Sicherheit zu bringen, fügte die Küstenwache hinzu. Die Schiffe unterstützten auch die Löscharbeiten. Aufnahmen vom Ort des Geschehens zeigten Feuerwehrleute und Canadair-Löschflugzeuge im Kampf gegen die Flammen, während eine dichte Rauchwolke Dutzende Kilometer weit zu sehen war. Die Behörden erklärten, das Feuer habe zunächst keine Häuser in der Stadt bedroht.
Lokale Reaktion
Bürgermeister Luigi d’Arenzo sagte der Lokalzeitung La Gazzetta del Mezzogiorno, die Lage sei unter Kontrolle und ein Canadair-Flugzeug werde aus Rom erwartet, um die Löscharbeiten zu verstärken.
Die Lage ist derzeit unter Kontrolle.
Die Einschätzung des Bürgermeisters, die mit den laufenden Evakuierungen übereinstimmte, deutete darauf hin, dass die Rettungsdienste die unmittelbare Gefahr für besiedelte Gebiete eingedämmt hatten, obwohl die Einsatzkräfte bis zum Abend weiterarbeiteten.
Europäischer Waldbrandkontext
Das Feuer in Peschici reiht sich in eine Saison intensiver Waldbrände in ganz Europa ein. In Frankreich hat einer der schlimmsten Brände seit Jahrzehnten etwa 42.000 Hektar im Département Gironde verbrannt, die Evakuierung von mehr als 220.000 Menschen erzwungen und sich bis auf 15 Kilometer an Bordeaux genähert. Die Behörden dort warnten, das Verhalten des Feuers sei weiterhin unberechenbar und eine vollständige Eindämmung könne mehrere Tage dauern. Die Mittelmeerregion leidet unter anhaltenden Hitzewellen und Dürre, was zu einer extremen Brandgefahr in Italien, Griechenland, Spanien und Frankreich beiträgt.
- Waldbrand bricht in der Küstenstadt Peschici in Apulien aus, blockiert Landwege.
- Küstenwache rettet mehr als 400 Touristen und Strandbesucher per Schiff, der einzig gangbare Weg.
- Bürgermeister Luigi d’Arenzo erklärt die Lage für unter Kontrolle, erwartet Canadair aus Rom.
- Rund 300 weitere Menschen sollen evakuiert werden; Löscharbeiten dauern bis zum Abend an.
