Kurz gefasst
Insgesamt erlitten 34 Menschen leichte bis mittelschwere Verletzungen, nachdem ein Wohnmobilfahrer am Samstagabend, 25. Juli 2026, einen Stau auf der A9 in Thüringen übersehen hatte. Niemand befand sich in Lebensgefahr.
Unter den neun beschädigten Fahrzeugen waren zwei Kleinbusse mit 11 Kindern mit hohem Unterstützungsbedarf und 8 Betreuern, die aus Österreich zurückkamen. Das Wohnmobil hatte ebenfalls zwei Kinder an Bord.
Bergungs- und Aufräumarbeiten sperrten die A9 in Richtung Berlin für rund fünfeinhalb Stunden. Die Polizei bezifferte den Schaden auf 350.000 Euro.
Gegen 18:00 Uhr kippte ein Pferdeanhänger auf den Fahrspuren in Richtung München um, was eine Vollsperrung in beide Richtungen erforderte. Der daraus resultierende Stau auf der Gegenseite führte etwa 40 Minuten später zum zweiten Unfall.
- 25.07.Pferdeanhänger kippt auf A9 nahe Rudolphstein um; Autobahn in beide Richtungen gesperrt.
- 25.07.Wohnmobil fährt in Stau; 34 Verletzte, 9 Fahrzeuge beschädigt.
- 26.07.A9 nach rund 5,5-stündiger Sperrung für Bergung und Aufräumarbeiten wieder geöffnet.
Geschehensablauf
Am Samstag gegen 18:00 Uhr ereignete sich auf der A9 in Südthüringen in Richtung München ein Unfall mit einem Pferdeanhänger. Der Anhänger kippte um, woraufhin die Behörden die Autobahn in beide Richtungen sperrten. Diese Sperrung verursachte einen Stau in der Gegenrichtung, in Richtung Berlin. Die Autos im Stau bildeten eine Rettungsgasse für Einsatzfahrzeuge.
Etwa 40 Minuten später näherte sich ein Wohnmobil mit zwei Kindern an Bord dem Stauende zwischen den Anschlussstellen Rudolphstein und Bad Lobenstein. Der Fahrer übersah die stehenden Fahrzeuge und fuhr ohne zu bremsen in die Rettungsgasse. Das Wohnmobil prallte gegen mehrere Autos und löste eine Kettenreaktion aus.
Opfer und Schäden
Insgesamt wurden 34 Menschen verletzt, so ein Polizeisprecher. Alle Verletzungen waren leicht bis mittelschwer, niemand befand sich in Lebensgefahr. Unter den beschädigten Fahrzeugen befanden sich zwei Kleinbusse mit 11 Kindern "mit hohem Unterstützungsbedarf" und ihren 8 Betreuern, die auf der Rückreise von einer Reise nach Österreich waren. Im Wohnmobil selbst befanden sich zwei Kinder.
Neun Fahrzeuge wurden bei dem Unfall beschädigt, der sich auf den Berliner Fahrspuren ereignete. Die Polizei schätzte den Sachschaden auf rund 350.000 Euro.
Rettung und Sperrung
Die Autobahn blieb rund fünfeinhalb Stunden gesperrt, damit die Rettungskräfte sich um die Verletzten kümmern und die Wracks bergen konnten. Die Rettungsdienste brachten die Verletzten in Krankenhäuser. Der frühere Unfall mit dem Pferdeanhänger hatte bereits zu einer Vollsperrung in beide Richtungen geführt, nachdem der Anhänger umgekippt war. Der daraus resultierende Stau auf der Gegenseite bereitete den Boden für den zweiten Unfall. Die A9 wurde schließlich nach Abschluss der Bergungs- und Aufräumarbeiten wieder freigegeben.
Quellen und Kontext
- NOS34 gewonden bij botsing op Duitse snelweg
- DIE WELTThüringen: Wohnmobil-Fahrer übersieht Stauende und rammt mehrere Fahrzeuge - 34 Verletzte
- watson.ch/34 Verletzte bei Auffahrunfall auf A9 - darunter auch Kinder
- ZEIT ONLINEUnfall in Südthüringen: 34 Verletzte bei Auffahrunfall auf A9 - darunter auch Kinder