
Breslau evakuiert 3.000 Anwohner nach Fund einer Weltkriegsbombe bei Erdarbeiten
Im Breslauer Stadtteil Szczepin läuft eine Pflichtevakuierung von rund 3.000 Anwohnern, nachdem bei Bauarbeiten in der Trzemeska-Straße eine nicht explodierte Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg freigelegt wurde.
Evakuierung läuft
Rund 3.000 Anwohner des Breslauer Stadtteils Szczepin begannen am Dienstagmorgen mit einer Pflichtevakuierung, nachdem Bauarbeiter in der Trzemeska-Straße eine nicht explodierte Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt hatten. Die vom städtischen Krisenmanagement angeordnete Vorsichtsmaßnahme erstreckt sich über einen Radius von 300 Metern um den Fundort. Stadtwächter hatten am Montagabend Flugblätter verteilt und die Anwohner von Tür zu Tür informiert. Polizeifahrzeuge mit Lautsprechern fuhren ab 7:30 Uhr durch die betroffenen Straßen und forderten die Menschen auf, ihre Häuser bis zur Frist um 8:30 Uhr zu verlassen.
Bis spätestens 8:30 Uhr muss das Gebiet von Anwohnern und Schaulustigen vollständig geräumt sein. Danach haben nur noch die Einsatzkräfte Zutritt.
Die Beseitigung einer nicht explodierten Bombe erfordert die Festlegung einer Evakuierungszone und die vorübergehende Räumung des Gebiets. Dies ist ein Standardverfahren zur Gewährleistung der Sicherheit.
Zeitplan und Logistik
Die Evakuierungszone umfasst zehn Straßen: Braniborska, Marchijska, Ziemowita, Legnicka, Trzemeska, Dobra, Młodych Techników, Inowrocławska, Kruszwicka und Szczepińska. Die Anwohner wurden aufgefordert, Ausweispapiere, Handys und notwendige Medikamente mitzunehmen sowie Fenster und Türen vor dem Verlassen zu schließen. In der Grundschule Nr. 14 in der Zachodnia-Straße wurde eine Notunterkunft eingerichtet. Für gehbehinderte Personen bietet die MPK kostenlose Fahrten von der Haltestelle Legnicka/Młodych Techników zur Schule an.
Die Anwohner und Nutzer dieser Gebäude wurden bereits von den zuständigen Diensten über die Notwendigkeit informiert, die Zone zu verlassen, oder werden gerade informiert. Bitte befolgen Sie die Anweisungen – diese Maßnahmen sind vorbeugend und dienen der Sicherheit.
Nach der Frist um 8:30 Uhr ist nur noch Rettungskräften der Zutritt zur Absperrung gestattet. Kurz darauf wird ein Sprengkommando erwartet, um die Bombe zu entfernen und zu einem Truppenübungsplatz zur Entschärfung zu transportieren.
- Polizei beginnt mit der Information der Anwohner; Verkehrsbehinderungen beginnen.
- Evakuierungsfrist; Gebiet von Zivilisten geräumt.
- Das Sprengkommando trifft ein, um die Bombe zu entfernen.
- Bombe wird zur Entschärfung zum Truppenübungsplatz gebracht.
Verkehrsbeeinträchtigungen
Der Einsatz hat erhebliche Änderungen im öffentlichen Nahverkehr verursacht. Straßenbahnen werden über die Długa- und Popowicka-Straße umgeleitet, während Busse die Legnicka-Straße umfahren und stattdessen über die Długa-, Poznańska- und Plac Strzegomski fahren. Die Legnicka-Straße und die Bus- und Straßenbahnlinie nach Nowy Dwór sind vollständig gesperrt. Die Stadtverwaltung erklärte, die Behinderungen würden aufgehoben, sobald die Arbeiten des Sprengkommandos abgeschlossen seien.
Schulen und Kindergärten
Zwei Kindergärten liegen innerhalb der Evakuierungszone. Der Kindergarten Nr. 41 in der Dobra-Straße hat planmäßig Sommerferien und ist nicht betroffen. Kinder und Personal des Kindergartens Nr. 99 in der Inowrocławska-Straße wurden jedoch vom 7:00 bis 11:00 Uhr in den Kindergarten Nr. 105 im Schul- und Vorschulkomplex Nr. 18 in der Poznańska-Straße verlegt. Die Eltern wurden im Voraus informiert.
Eine vertraute Gefahr
Nicht explodierte Kampfmittel aus dem Zweiten Weltstag werden in Breslau, einer Stadt, die 1945 heftige Kämpfe erlebte, immer wieder entdeckt. Die TVN24-Reporterin Olga Mildyn stellte fest, dass ältere Gebäude mit flacheren Fundamenten gebaut wurden, während moderne Projekte tiefer graben und dabei Bomben freilegen, die jahrzehntelang ungestört gelegen hatten. Das städtische Krisenmanagement betonte, dass solche Evakuierungen Routine seien und streng aus Vorsorge durchgeführt würden.


