Rheinland-Pfalz plant 224 Berufsvorbereitungsklassen für 3.279 Schüler
Das Land wird im Schuljahr 2026/27 224 Klassen für das Berufsvorbereitungsjahr anbieten, an denen 3.279 junge Menschen ohne Schulabschluss teilnehmen können, teilte das Bildungsministerium mit.
Programmdetails
Im Schuljahr 2026/27 wird Rheinland-Pfalz nach Angaben des Landesbildungsministeriums 224 Berufsvorbereitungsklassen anbieten. Nach derzeitiger Planung werden voraussichtlich 3.279 Schülerinnen und Schüler teilnehmen. Das Programm ist an Berufsschulen angesiedelt und richtet sich an junge Menschen, die keinen Berufsreifeabschluss erworben haben. Ziel ist es, sie auf eine Berufsausbildung oder eine direkte Beschäftigung vorzubereiten.
Aufnahme und Zielgruppe
Für die Aufnahme in das Programm müssen die Schülerinnen und Schüler mindestens neun Schuljahre absolviert haben. Außerdem benötigen sie einen Abgangszeugnis einer Realschule plus oder ein Abgangs- oder Abschlusszeugnis einer Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen. Das Berufsvorbereitungsjahr dient als Brücke für diejenigen, die sonst möglicherweise ohne Qualifikation dastehen.
Reformwirkungen und Integration
Das Bildungsministerium wies in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der AfD-Fraktion darauf hin, dass sich die Schülerzahlen seit der Reform des Programms stabilisiert hätten. Die Reformen des Schuljahres 2022/23 führten eine verbindliche Lernberatung, mehr Schulsozialarbeit und erhöhte Praxisanteile ein. Ein neues Fach „Berufliches Lernen und Arbeiten“ verbindet nun theoretischen und praktischen Unterricht. Das Ministerium betonte zudem die Rolle des Programms bei der Integration neu zugezogener Jugendlicher und bezeichnete es als wichtige Übergangsoption für schulpflichtige Jugendliche, die noch keinen Ausbildungsplatz haben.


