
Waldbrand in Südfrankreich vernichtet 1.700 Hektar, 400 Menschen evakuiert
Das Feuer brach am Dienstag auf einem Feld bei Pontevès aus und breitete sich rasch den Gros Bessillon hinab aus, wobei mehrere Gemeinden bedroht wurden. Fast 1.000 Feuerwehrleute und acht Löschflugzeuge waren im Einsatz.
Rasche Ausbreitung
Das Feuer entzündete sich gegen Mittag am Dienstag auf einem Feld in Pontevès im Département Var. Um 16:15 Uhr hatte es bereits 350 Hektar verbrannt, und 600 Feuerwehrleute waren vor Ort, wie aus einer frühen Lageeinschätzung hervorging. Bis zum Abend war die verbrannte Fläche auf 1.700 Hektar angewachsen, und die Einsatzkräfte waren auf fast 1.000 angewachsen. Die Flammen rückten den Gros Bessillon hinab in Richtung Cotignac, Montfort-sur-Argens und Correns vor – nach Angaben der Behörden mit unerwartet hoher Geschwindigkeit.
Das Feuer kommt mit sehr hoher Geschwindigkeit den Gros Bessillon herunter, was angesichts der klimatischen Bedingungen und des nachlassenden Windes nicht vollständig vorhersehbar war.
Der Präfekt warnte, dass das Feuer drei Gemeinden direkt bedrohe, was zu erweiterten Evakuierungsanordnungen führte. Die rasche Ausbreitung des Feuers erfolgte trotz eines Nachlassens des Windes am späten Nachmittag, so die Behörden.
Evakuierungen und Verletzte
Zwischen 300 und 400 Anwohner wurden aus Pontevès, Cotignac, Sillans-la-Cascade, Correns und Montfort-sur-Argens evakuiert. Am frühen Tag waren etwa 200 Menschen aus Pontevès und den Nachbardörfern in Sicherheit gebracht worden, doch die Zahl stieg mit dem Vorrücken des Feuers. Touristenattraktionen wie die Cascade bei Sillans und das Kloster Saint-Joseph du Bessillon wurden geräumt. Der Badebereich des Lac de Sainte-Croix wurde gesichert, um die Wasseraufnahme der Canadair-Löschflugzeuge zu ermöglichen.
Vier Feuerwehrleute und zwei Anwohner von Pontevès erlitten leichte Rauchvergiftungen. Ein Tanklaster wurde bei den Einsätzen beschädigt. Die örtliche Freiwillige Isabelle Scarica, die bei der Zubereitung von Mahlzeiten für die Feuerwehrleute half, schilderte die Lage.
Es ist eine große Katastrophe. Sie hat ein sehr großes Ausmaß angenommen, sie betrifft andere Dörfer, es ist ziemlich beeindruckend.
## Feuerwehreinsatz Fast 1.000 Feuerwehrleute waren am Boden im Einsatz, unterstützt von 200 Fahrzeugen, acht Canadair-Löschflugzeugen, vier Hubschraubern und zwei Dash-Flugzeugen. Es wurden mehr als 100 Wasserabwürfe durchgeführt, bevor die Luftoperationen bei Einbruch der Dunkelheit eingestellt wurden. Feuerwehrchef Eric Grohin erklärte, die absolute Priorität für die gesamte Zone sei dieses Feuer, mit 900 bis 950 eingesetzten Kräften.
- Feuer bricht auf einem Feld in Pontevès aus.
- 350 Hektar verbrannt, 600 Feuerwehrleute im Einsatz.
- 1.700 Hektar verbrannt, fast 1.000 Feuerwehrleute vor Ort, 300-400 Menschen evakuiert.
- Luftoperationen nach mehr als 100 Wasserabwürfen eingestellt.
Koordination der Einsatzkräfte
Die Präfektur versandte Handy-Warnungen an die Anwohner mit Angaben zu Sammelplätzen. Mehrere Départementsstraßen in der Nähe des Feuers wurden aus Sicherheitsgründen gesperrt. Präfekt Babre rief die Bevölkerung auf, den Bereich zu meiden und den Rettungskräften Vorrang zu gewähren. In mehreren Gemeinden wurden Aufnahmezentren für Evakuierte eingerichtet.
Nationale Brandsaison
Der Brand im Var ist Teil einer intensiven Brandsaison in ganz Frankreich. Innenminister Laurent Nuñez erklärte, dass seit Jahresbeginn 2026 fast 40.000 Hektar verbrannt seien, weit mehr als im gesamten Vorjahr. Wiederholte Hitzewellen und schwere Dürre haben zu einer früheren und zerstörerischeren Brandsaison geführt, mit täglichen Brandausbrüchen landesweit.


