
Guardia Civil nimmt 14 bei Operation Goscan wegen illegaler kosmetischer Amputationen von Hundeohren und -schwänzen in ganz Spanien fest
Die Operation Goscan der Guardia Civil hat ein spanienweites Netzwerk zerschlagen, das Hunde mit illegalen kosmetischen Ohren- und Schwanzamputationen verkaufte. 14 Personen wurden festgenommen, sechs weitere werden ermittelt. Auslöser war ein Mastino, der in Cáceres behandelt wurde und gefälschte russische Tierarztzertifikate offenlegte.
Wie die Ermittlungen begannen
Ein Mastino, der wegen einer anderen Erkrankung in einer Tierklinik in Cáceres behandelt wurde, wies frische Amputationen an Ohren und Schwanz auf. Als die Tierärzte nach einer Erklärung fragten, legte der Besitzer ein Zertifikat vor, das besagte, die Eingriffe seien in Russland durchgeführt worden, wo solche kosmetischen Praktiken legal sind. Die Ermittler kontaktierten die russischen Behörden, die bestätigten, dass das Dokument gefälscht war. Dieser eine Hund führte die Guardia Civil zu einer Zuchtanlage in Alicante und von dort zu einem landesweiten Netzwerk.
Das Netzwerk und seine Methoden
Die Operation Goscan der Guardia Civil hat 20 Personen der Justiz zugeführt: 14 Festgenommene und 6 Beschuldigte. Ihnen werden Straftaten gegen Tiere, Arbeitsanmaßung und Urkundenfälschung vorgeworfen. Die Organisation operierte von einer Zuchtanlage in Alicante aus, die von der Besitzerin, ihrem Partner und einem gemeinsamen Freund geleitet wurde, der ebenfalls festgenommen wurde. In einer ersten Phase wurden drei Personen festgenommen: der Besitzer des Mastinos und die beiden Leiter der Zuchtanlage. Die Ermittler deckten dann eine größere Struktur auf.
- Guardia Civil meldet 14 Festgenommene und 6 Beschuldigte bei Operation Goscan
- Mastino in Tierklinik in Cáceres behandelt; frische Ohren- und Schwanzamputationen festgestellt
- Drei Festgenommene: Besitzer des Mastinos und zwei Leiter der Zuchtanlage in Alicante
- Netzwerk auf 20 Personen erweitert, darunter neun Kunden, die Eingriffe verlangten
Das Netzwerk verkaufte Hunde und vereinbarte mit den Käufern Ohren- und Schwanzkürzungen nach deren ästhetischen Vorlieben. Um die Illegalität zu verschleiern, stellten die Züchter den Käufern gefälschte Dokumente aus, die besagten, die Amputationen seien legal im Ausland durchgeführt worden. Sie schickten den Käufern auch Anleitungsvideos, die zeigten, wie die Wunden nach den Eingriffen zu versorgen seien. Sowohl Verkäufer als auch Käufer wussten, dass die Verstümmelungen illegal waren.
Ein kollaborierender Tierarzt
Ein approbierter Tierarzt arbeitete aktiv mit dem Netzwerk zusammen und versorgte die Besitzerin der Zuchtanlage mit leeren offiziellen Ausweisen und Heften, die bereits unterschrieben und gestempelt waren. Mit diesen Dokumenten füllte die Besitzerin die Daten selbst aus und implantierte manuell Mikrochips in die Würfe, obwohl sie keine tierärztliche Qualifikation besaß. Das Netzwerk unterhielt ein hohes Aktivitätsniveau, einschließlich des Exports und Verkaufs von Tieren nach Mexiko.
- Festgenommene
- 14
- Beschuldigte (nicht festgenommen)
- 6
Kunden unter den Festgenommenen
Neun der 14 Festgenommenen waren Kunden, die unversehrte Welpen kauften und sich anschließend aus eigener Initiative für die Eingriffe entschieden. Die Praxis der kosmetischen Ohren- und Schwanzamputation, einst bei bestimmten Rassen üblich, wurde in Spanien 2018 verboten. Die Polizeiakten wurden der zuständigen Justizbehörde in Novelda, Alicante, übergeben.


