
Jäger erlegen in Deutschland über 131.000 Nutrias in der Saison 2024/2025 – invasive Art schädigt Deiche und Feuchtgebiete
Jäger haben im Jagdjahr 2024/2025 rund 131.157 Nutrias erlegt – ein Anstieg um 1.700 Prozent im Vergleich zu vor zwei Jahrzehnten. Die invasive Art gefährdet Hochwasserschutz und Feuchtbiotope.
Im Jagdjahr 2024/2025 haben Jäger in Deutschland 131.157 Nutrias erlegt, wie der Deutsche Jagdverband zum Bundesjägertag in Suhl (Thüringen) mitteilte. Die Zahl entspricht einem Anstieg von rund 1.700 Prozent gegenüber dem Stand von vor 20 Jahren. Behörden verstärken die Maßnahmen gegen das invasive südamerikanische Nagetier.
Abschusszahlen nach Bundesländern
In Brandenburg erlegten Jäger 2024/2025 insgesamt 2.575 Nutrias – weniger als der Höchststand von 7.119 Tieren in der Saison 2020/2021. Sachsen-Anhalt verzeichnete 7.019 erlegte Tiere, mehr als das Vierfache der 1.625 Nutrias im Jagdjahr 2014/2015, aber unter dem Rekordwert von 9.689 im Jahr 2020/2021. Laut Verband wies Niedersachsen im Vorjahr die höchsten Abschusszahlen auf.
- 2014/15
- 1625
- 2020/21
- 9689
- 2024/25
- 7019
- 2020/21
- 7119
- 2024/25
- 2575
Gefahr für die Umwelt
Nutrias zerstören Schilfgürtel, was Vogel-, Fisch- und Amphibienbestände gefährdet. Zudem graben sie Gänge in Deiche und schwächen so den Hochwasserschutz. Die Norddeutsche Tiefebene entlang von Rhein, Weser, Ems und Elbe bietet optimale Lebensbedingungen für die Tiere.
Die Art gilt als invasiv, daher ist Deutschland verpflichtet, den Bestand zu kontrollieren.
Nationale Verpflichtung
Weil Nutrias als invasiv eingestuft sind, ist Deutschland nach EU-Verordnung verpflichtet, ihre Ausbreitung einzudämmen. Die landesweite Jagdstrecke steigt stetig: 131.157 erlegte Tiere in der Saison 2024/2025 markieren einen neuen Höchststand. Der Verband präsentierte die Daten auf seiner Jahrestagung in Suhl.


