
Stellantis ruft weltweit 1,3 Millionen Jeep Wrangler und Gladiator wegen Brandgefahr durch Lenkpumpenfehler zurück
Der globale Rückruf betrifft die Modelle Jeep Wrangler und Gladiator der Baujahre 2021–2025, nachdem eine interne Untersuchung einen elektrischen Fehler in der Servolenkungspumpe ergab, der zu Überhitzung und in seltenen Fällen zu Fahrzeugbränden führen kann.
Stellantis hat einen weltweiten Rückruf von mehr als 1,3 Millionen Jeep Wrangler SUVs und Gladiator Pickups angekündigt, da ein Defekt zu Fahrzeugbränden führen kann. Der Rückruf betrifft Modelle der Baujahre 2021 bis 2025 und folgt auf eine interne Unternehmensuntersuchung, die eine fehlerhafte elektrische Verbindung in der Verkabelung der elektrohydraulischen Servolenkungspumpe identifizierte.
Umfang des Rückrufs
Etwa 1,08 Millionen der betroffenen Fahrzeuge befinden sich in den Vereinigten Staaten, 106.000 in Kanada, 23.000 in Mexiko und rund 125.000 sind auf andere globale Märkte verteilt. In Portugal sind 357 Fahrzeuge von der Aktion betroffen. Die Einreichung bei der National Highway Traffic Safety Administration schätzt, dass 0,1 % der zurückgerufenen Fahrzeuge tatsächlich den Defekt aufweisen.
Ursache der Brandgefahr
Das Problem geht von einer elektrischen Verbindung in der Servolenkungspumpe aus, die unter seltenen Umständen dazu führen kann, dass brennbare Materialien überhitzen. Stellantis erklärte, dass die Überhitzung potenziell zu einem Fahrzeugbrand führen könnte. Das Unternehmen entdeckte das Problem während einer internen Untersuchung und hat 72 gemeldete Vorfälle protokolliert, von denen 35 auf den elektrischen Fehler zurückgeführt werden.
In seltenen Fällen könnte dies zur Überhitzung von brennbaren Materialien führen, mit der Folge eines Fahrzeugbrandes.
Hinweise für Besitzer
Bis zur Verfügbarkeit der Reparatur rät Stellantis den Besitzern, ihre Fahrzeuge abseits von Gebäuden und anderen Autos zu parken. Das Unternehmen erwartet, dass eine Lösung spätestens im Juli 2026 bereitsteht. Sobald die Abhilfe verfügbar ist, werden die Händler den Kabelbaum oder die elektrohydraulische Servolenkungspumpe kostenlos überprüfen und gegebenenfalls reparieren oder ersetzen.
Gemeldete Vorfälle und Verletzungen
Stellantis erklärte, dass ihm eine Verletzung bekannt sei, die möglicherweise mit dem Defekt zusammenhängt. Es wurden keine Unfälle oder Todesfälle im Zusammenhang mit dem Problem gemeldet. Das Unternehmen machte keine Angaben zur Art oder Schwere der Verletzung.
Eine Reihe von Jeep-Rückrufen in letzter Zeit
Dieser Rückruf reiht sich in eine Serie von Sicherheitsaktionen bei Jeep-Modellen der letzten Monate ein. Einige Wochen zuvor wurden fast 420.000 Jeep Grand Cherokee und Grand Cherokee L Fahrzeuge aufgrund eines Softwareproblems zurückgerufen, das die Auslösung der Seitenairbags bei einem Aufprall verzögern könnte. Im Oktober 2025 führte ein Over-the-Air-Softwareupdate bei vielen Wrangler 4xe Plug-in-Hybrid-Fahrern zu plötzlichem Leistungsverlust. Kurz darauf wurden 320.065 Besitzer von Wrangler und Grand Cherokee 4xe angewiesen, das Laden zu unterbrechen und ihre Fahrzeuge abseits von Gebäuden zu parken, aufgrund möglicher Batteriebrandrisiken. Ein weiterer Rückruf im November 2025 betraf Sandverunreinigungen im Motor beider Plug-in-Hybrid-Jeep-Modelle, die zu Ausfällen, Leistungsverlust oder Bränden führen können.
Stellantis entdeckte das Problem während einer internen Untersuchung.
Stellantis, hervorgegangen aus der Fusion von Fiat-Chrysler und PSA, besitzt 14 Marken, darunter Jeep, Chrysler, Dodge, Ram, Fiat, Peugeot, Citroën und Opel. Der Automobilhersteller kämpft mit rückläufigen Verkaufszahlen und schwierigen Investitionen.
- Vereinigte Staaten
- 1080000 vehicles
- Andere globale Märkte
- 125000 vehicles
- Kanada
- 106000 vehicles
- Mexiko
- 23000 vehicles
- Portugal
- 357 vehicles
- Over-the-Air-Softwareupdate verursacht plötzlichen Leistungsverlust bei Wrangler 4xe Plug-in-Hybrid-Fahrern.
- 320.065 Besitzer von Wrangler und Grand Cherokee 4xe werden angewiesen, das Laden zu unterbrechen und abseits von Gebäuden zu parken, aufgrund von Batteriebrandrisiko.
- Rückruf von Jeep-Plug-in-Hybrid-Modellen aufgrund von Sandverunreinigungen im Motor, die zu Ausfällen, Leistungsverlust oder Bränden führen können.
- Fast 420.000 Grand Cherokee und Grand Cherokee L Fahrzeuge aufgrund eines Airbag-Softwarefehlers zurückgerufen.
- Globaler Rückruf von 1,3 Millionen Wrangler und Gladiator Fahrzeugen aufgrund von Brandgefahr durch die Servolenkungspumpe.


