Donald Trump hat ein geplantes Gipfeltreffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping in Peking verschoben und den Krieg der USA und Israels gegen Iran als Hauptgrund genannt. Damit gerät die ohnehin labile handelspolitische Verständigung zwischen Washington und Peking zusätzlich unter Druck. Auch Verbündete wie Japan sehen sich nun mit neuen Forderungen und Zielkonflikten konfrontiert.

Angriffe lassen Energiepreise steigen

Iranische Angriffe auf Energieanlagen am Persischen Golf lösten sofortige Ausschläge an den Öl- und Gasmärkten aus.

In Polen rückt 8-Zloty-Marke näher

Polnische Experten halten 8 Zloty je Liter Kraftstoff nicht mehr für ein fernes Extremszenario, sondern für eine Frage der Zeit.

Straße von Hormus im Mittelpunkt

Marktteilnehmer beobachten, ob die wichtige Schifffahrtsroute offen bleibt und ob die Vereinigten Staaten eingreifen könnten.

Asien rationiert Treibstoff

In Teilen Asiens wurden nach den Lieferstörungen bereits Treibstoffrationierungen eingeführt.

Inflationsdruck nimmt zu

Steigende Energiekosten und unsichere Lieferketten könnten in Polen auch Preise jenseits des Kraftstoffmarkts erhöhen.

Donald Trump hat ein geplantes Gipfeltreffen mit Chinas Präsident Xi Jinping in Peking verschoben. Als Hauptgrund für die Verzögerung nannte er den anhaltenden Krieg der USA und Israels gegen Iran. Die Entscheidung schafft neue Unsicherheit für die ohnehin fragile handelspolitische Waffenruhe zwischen Washington und Peking.

Der Militäreinsatz der USA und Israels gegen Iran mit dem Namen Operation Epic Fury begann am 28. Februar 2026. Bei den ersten Angriffen wurde der Oberste Führer Ali Khamenei getötet. Sein Sohn Mojtaba Khamenei wurde am 9. März 2026 zum Obersten Führer ernannt. Der Konflikt hat mehrere Verbündete der USA einbezogen und die diplomatischen Prioritäten weltweit verschoben. Washington sah sich dadurch gezwungen, eine Reihe hochrangiger bilateraler Vorhaben neu zu justieren, darunter auch den geplanten Neustart der Beziehungen zu Peking.

Peking reagierte auf die Verschiebung in zurückhaltendem Ton und erklärte laut ANSA, man habe die Klarstellungen der USA zur Kenntnis genommen. Hinter dieser nüchternen diplomatischen Sprache deuten Berichte jedoch darauf hin, dass Xi Jinping die Entwicklung gelassen sieht und China darauf ausrichtet, einen von Quellen als „Black-Swan“-Moment beschriebenen Effekt des Iran-Konflikts für sich zu nutzen. Das Wall Street Journal berichtete, Trump sehe sich erneut mit einem ihm vertrauten Muster konfrontiert: Krisen im Nahen Osten durchkreuzten seine breitere diplomatische Agenda. Die handelspolitische Waffenruhe zwischen den Vereinigten Staaten und China, die bereits zuvor als fragil galt, gerät damit weiter unter Druck, weil der Gipfel, der sie festigen sollte, auf unbestimmte Zeit verschoben wurde. Reuters zufolge wirft die Verzögerung einen Schatten auf die Handelsvereinbarung und lässt Märkte sowie Handelspartner im Unklaren über den weiteren Kurs der wichtigsten bilateralen Wirtschaftsbeziehung der Welt.

Peking schließt Unterstützung in Hormuz aus und sieht strategischen Vorteil China hat laut RTP ausdrücklich erklärt, den Vereinigten Staaten in der Straße von Hormus keine Hilfe zu leisten. Chinesische Vertreter ließen zudem erkennen, dass Peking die Verschiebung von Trumps Besuch durchaus begrüßt. Das gilt als Signal dafür, dass China in der gegenwärtigen Konzentration Washingtons auf den Nahen Osten diplomatischen Spielraum erkennt. La Libre berichtete, der Iran-Konflikt bringe China Trump gegenüber zugleich an zwei sensiblen Fronten in eine schwierige Lage: bei den Handelsbeziehungen und bei der Frage militärischer Zusammenarbeit im Golf. Xis berichtete Bereitschaft, die Störung auszunutzen, verweist auf eine breitere strategische Kalkulation Pekings. Demnach verringert eine militärische Verstrickung der USA im Nahen Osten die Fähigkeit Washingtons, Spannungen in Asien und im Pazifikraum zu steuern. Die Kombination aus Pekings Weigerung, in Hormuz Unterstützung zu leisten, und der stillen Zufriedenheit über die Vertagung des Gipfels deutet darauf hin, dass China derzeit eher auf strategische Geduld als auf aktive Anlehnung an Washingtons Prioritäten setzt.

Takaichi reist unter Druck ins Weiße Haus Die japanische Ministerpräsidentin Sanae Takaichi wird Reuters zufolge am Donnerstag, 19. März 2026, im Weißen Haus mit Trump zusammentreffen. Sie steht dabei unter erheblichem Druck des US-Präsidenten, militärische Unterstützung im Nahen Osten zuzusagen. Trump hat von Japan und anderen Verbündeten verlangt, Schiffe in die Straße von Hormus zu entsenden. Für Takaichi ist das auch verfassungsrechtlich heikel. Nach Ergebnissen von Webrecherchen hat sie eine Entsendung von Marineeinheiten in das Konfliktgebiet unter Verweis auf die engen verfassungsrechtlichen Grenzen Japans ausgeschlossen und könnte stattdessen als Kompromiss logistische Hilfe anbieten. Der frühere japanische Verteidigungsminister Gen Nakatani warnte laut Bloomberg, der US-Fokus auf den Konflikt im Nahen Osten könne das Machtgleichgewicht im Umfeld Japans destabilisieren. Diese Sorge steht für eine breitere Unruhe unter japanischen Sicherheitspolitikern. Sie befürchten, dass ein längeres militärisches Engagement der USA in Iran die amerikanische Abschreckungsfähigkeit im asiatisch-pazifischen Raum schwächen könnte, insbesondere mit Blick auf China und Nordkorea. Das Treffen im Weißen Haus wird zeigen, ob Takaichi Trumps Forderungen nach einer stärkeren Lastenteilung unter Verbündeten nachkommen kann, ohne die Grenzen zu überschreiten, die Japans Verfassung setzt.

Iran-Krieg ordnet den globalen Diplomatiekalender neu Die diplomatischen Folgewirkungen von Operation Epic Fury werden gleichzeitig in mehreren Regionen immer sichtbarer. Trumps Verschiebung des Gipfels in Peking ist eine der wichtigsten diplomatischen Vertagungen seiner zweiten Amtszeit. Damit verzögert sich ein Treffen, das als möglicher Neustart der Beziehungen zwischen den USA und China nach Monaten handelspolitischer Spannungen angekündigt worden war. Der Konflikt mit Iran hat die außenpolitischen Kapazitäten Washingtons faktisch neu verteilt. Die Regierung muss nun parallel einen laufenden Militäreinsatz führen und zugleich Erwartungen und Forderungen von Verbündeten in Asien und Europa beantworten. Chinas strategische Haltung, nach außen zurückhaltend und im Hintergrund opportunistisch, sowie Japans verfassungsrechtliches Dilemma bei möglichen Einsätzen in Hormuz zeigen, wie eine einzelne Militäroperation politische Reibungen in geografisch weit voneinander entfernten Beziehungen auslösen kann. Ob die handelspolitische Waffenruhe zwischen den USA und China eine längere Phase ohne hochrangigen diplomatischen Kontakt übersteht, bleibt Reuters zufolge offen und ist für die globalen Märkte von erheblicher Bedeutung.