Im Süden des Libanon sind am 29. und 30. März 2026 drei indonesische Soldaten der UN-Friedensmission UNIFIL getötet worden. Frankreich beantragte daraufhin eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats für Dienstag, den 31. März, um 10.00 Uhr Ortszeit in New York, also 14.00 Uhr GMT. Zugleich geriet die französische UNIFIL-Einheit nach drei weiteren Vorfällen am 28. März in der Gegend von Naqoura unter Druck.

Drei Indonesier sterben im Süden des Libanon

Am 29. und 30. März 2026 wurden drei indonesische UNIFIL-Soldaten getötet. Die Ursache der Vorfälle ist nach Angaben der Quellen weiter ungeklärt.

Frankreich verlangt rasche Beratung im UN-Sicherheitsrat

Paris beantragte für den 31. März um 10.00 Uhr Ortszeit eine Dringlichkeitssitzung. Außenminister Jean-Noël Barrot verurteilte die Vorfälle scharf.

Auch französisches UN-Personal war betroffen

Am 28. März kam es im Raum Naqoura zu drei Zwischenfällen mit der französischen UNIFIL-Einheit. Verletzt wurde niemand, Frankreich sprach aber von Einschüchterung.

UNIFIL gerät weiter zwischen die Fronten

Die Mission mit rund 8.200 Soldaten aus 47 Ländern fordert die Einhaltung von Resolution 1701 und Schutz für UN-Personal.

Drei indonesische Friedenstruppen der Vereinten Nationen, die mit der United Nations Interim Force in Lebanon eingesetzt waren, sind am 29. und 30. März 2026 im Süden des Libanon getötet worden. Frankreich beantragte daraufhin eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats, die für Dienstag, den 31. März, um 10.00 Uhr New Yorker Zeit (14.00 Uhr GMT) angesetzt wurde. Der erste Soldat starb am Sonntag, dem 29. März, als ein Geschoss unbekannter Herkunft in der Nähe der Grenzstadt Adchit Al Qusayr einschlug. Zwei weitere indonesische Soldaten wurden am Montag, dem 30. März, bei einer Explosion unbekannter Herkunft getötet, die ihr Fahrzeug in der Nähe von Bani Hayyan zerstörte; mehrere weitere Menschen wurden bei demselben Vorfall verletzt. Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot kündigte den Antrag auf das Dringlichkeitstreffen auf der Plattform X an, verurteilte die Todesfälle auf das Schärfste und sprach den Familien der getöteten Soldaten sowie Indonesien seine Anteilnahme und Solidarität aus. Die israelische Armee erklärte, sie prüfe die Vorfälle und warnte davor, ihr vorschnell die Verantwortung für die Todesfälle zuzuschreiben.

Französisches Kontingent am Samstag von drei Vorfällen betroffen Unabhängig von den tödlichen Zwischenfällen kam es am Samstag, dem 28. März, im Raum Naqoura zu drei Konfrontationen zwischen israelischen Kräften und dem französischen Kontingent von UNIFIL. Dabei wurde niemand verletzt, doch Paris reagierte mit deutlicher Kritik. Am Morgen richteten israelische Soldaten nördlich von Naqoura ihre Waffen auf den UNIFIL-Generalstabschef General Paul Sanzey und seinen Stellvertreter, beide französische Staatsbürger, die aus Beirut zurückkehrten, und forderten sie auf, das Gebiet zu verlassen, bevor sie ihre Fahrt nach Naqoura fortsetzen durften. Später am Tag eröffneten Soldaten der israelischen Streitkräfte das Feuer auf einen UNIFIL-Logistikkonvoi auf einer Versorgungstour, zu dem auch französisches Militärpersonal gehörte. Am späten Nachmittag wurde der Leiter der Force Commander Reserve — einer schnellen Eingreiftruppe, die aus einem französisch-finnischen Bataillon besteht und direkt dem UNIFIL-Kommandeur untersteht — von einem israelischen Panzerschuss getroffen. Jean-Noël Barrot bezeichnete diese Vorgänge als Angriffe auf die Sicherheit und als Einschüchterungshandlungen und betonte, dass die Deeskalationsverfahren bei jedem der Vorfälle eingehalten worden seien.

„Diese Angriffe auf die Sicherheit und diese Einschüchterungen durch Soldaten der israelischen Armee gegen UN-Personal sind inakzeptabel und nicht zu rechtfertigen, zumal die Deeskalationsverfahren eingehalten worden waren.” — Jean-Noël Barrot via BFMTV

Barrot bestellte außerdem den israelischen Botschafter in Paris ein und übermittelte Frankreichs Verurteilung nach seinen Worten in den schärfsten Formen.

UNIFIL gerät seit dem Kriegseintritt der Hisbollah unter Beschuss Die Todesfälle und Konfrontationen ereigneten sich vor dem Hintergrund einer sich verschärfenden Lage im Süden des Libanon, nachdem die Hisbollah das Land am 2. März 2026 in den größeren regionalen Krieg hineingezogen hatte. Nach den jüngsten in den Quellenartikeln genannten Zahlen haben israelische Angriffe im Libanon seit diesem Datum mehr als und mehr als 3.600 Verletzte gefordert. UNIFIL, bestehend aus knapp 8.200 Soldaten aus 47 Ländern, ist seit der Wiederaufnahme der Kämpfe mehrfach zwischen die Fronten der israelischen Kräfte und der proiranischen schiitischen Gruppe geraten. Jean-Noël Barrot rief alle Seiten dazu auf, UN-Sicherheitsratsresolution 1701 zu achten und die Sicherheit des UN-Personals im Einklang mit dem Völkerrecht und dem Übereinkommen über die Sicherheit von Personal der Vereinten Nationen zu gewährleisten.

UNIFIL ist seit seiner Einrichtung im März 1978 im Süden des Libanon im Einsatz. Während des Kriegs zwischen Israel und der Hisbollah im Herbst 2024 hatte UNIFIL nach Angaben der Quellenartikel bereits israelische Truppen beschuldigt, seine Stellungen „wiederholt“ und „absichtlich“ angegriffen zu haben. Die Truppe ist zwischen dem Litani-Fluss und der libanesisch-israelischen Grenze stationiert, ihr Hauptquartier liegt in Ras al-Naqoura nahe der israelischen Grenze.

UNIFIL-Vorfälle — 28. bis 31. März 2026: — ; — ; — ; —

Israel prüft Vorfälle, lehnt aber Zuweisung der Verantwortung ab Die israelische Armee räumte die Vorfälle am Dienstag ein und teilte mit, sie prüfe die Abläufe, warnte aber davor, vorschnell eine Verantwortung für den Tod der drei indonesischen Soldaten anzunehmen. Damit bleibt offen, wer das Geschoss abgefeuert hat, das den ersten Soldaten nahe Adchit Al Qusayr tötete, und wodurch die Explosion ausgelöst wurde, die das Fahrzeug bei Bani Hayyan zerstörte. UNIFIL selbst erklärte, die Herkunft des Geschosses bei dem Vorfall vom Sonntag sei unbekannt gewesen; zudem sei eine Untersuchung eingeleitet worden, um die Umstände zu klären. Frankreichs Antrag auf eine Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats spiegelte aus Pariser Sicht die Dringlichkeit der Lage wider. Barrot forderte, die genauen Umstände aller drei Todesfälle vollständig aufzuklären. Der israelische Ministerpräsident hat die israelische Armee separat aufgefordert, ihre Pufferzone im Süden des Libanon angesichts der Hisbollah auszuweiten, eine Haltung, die die UNIFIL-Kräfte am Boden zunehmend in eine prekäre Lage bringt.47 (Länder) — Länder, die Truppen zu UNIFIL beitragen

Mentioned People

  • Jean-Noël Barrot — francuski minister do spraw Europy i spraw zagranicznych
  • Paul Sanzey — szef sztabu UNIFIL
  • Marco Rubio — sekretarz stanu Stanów Zjednoczonych

Sources: 19 articles