Die Disziplinarkommission der UEFA hat Gianluca Prestianni von Benfica Lissabon für insgesamt sechs Pflichtspiele gesperrt. Grund für die Sanktion ist ein homophobes Fehlverhalten gegenüber dem Real-Madrid-Stürmer Vinícius Júnior während der Play-offs zur Champions League am 17. Februar 2026. Drei Partien der Strafe wurden unter einer zweijährigen Bewährungsfrist zur Aussetzung ausgesetzt.

Umfangreiche Sperre

Gianluca Prestianni wird wegen homophober Beleidigung für sechs Spiele gesperrt, wobei drei davon zur Bewährung ausgesetzt sind.

Zwei Spiele verbleiben

Ein Spiel der Sperre wurde bereits während der vorläufigen Suspendierung im Champions-League-Rückspiel gegen Real Madrid verbüßt.

Mögliche WM-Folgen

Sollte die FIFA die Sperre weltweit anerkennen, könnte Prestianni Teile der WM 2026 verpassen, sofern er die Sperre nicht in Testspielen absitzt.

Die UEFA hat den Flügelstürmer von Benfica Lissabon, Gianluca Prestianni, wegen homophoben Diskriminierungsverhaltens gegenüber Vinícius Júnior von Real Madrid für sechs Spiele gesperrt. Der Vorfall ereignete sich während des Hinspiels der Champions League-Play-offs am 17. Februar 2026 im Estadio da Luz. Die UEFA-Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkommission hat die Sanktion am Freitag bestätigt. Prestianni räumte ein, Vinícius Júnior während der Partie als „Maricón“ bezeichnet zu haben. In einem Fernsehinterview mit dem Sender Telefe verteidigte er den Begriff jedoch als eine in Argentinien gängige Beleidigung. Die Ermittlungen der UEFA ergaben keine Beweise für rassistische Beleidigungen – Vinícius Júnior hatte Prestianni zunächst vorgeworfen, ihn „Mono“ genannt zu haben –, bestätigten aber die homophobe Äußerung. Die spanische Presse bezeichnete das Urteil als „historische Sanktion“ und räumte der Nachricht auf den Titelseiten der großen Sportzeitungen breiten Raum ein. 6 (Spiele) — Gesamtsperre für Prestianni durch die UEFA

Ein Spiel bereits verbüßt, zwei weitere folgen Prestianni hat bereits ein Spiel des aktiven Teils der Sperre abgesessen, da er vorläufig für das Rückspiel der Champions-League-Play-offs am 25. Februar 2026 im Santiago Bernabéu gesperrt war, bei dem Real Madrid Benfica mit 2:1 besiegte. Von der Gesamtzahl von sechs Spielen sind drei für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt; drei Spiele bleiben aktiv. Da ein Spiel bereits verbüßt wurde, sind noch zwei Spiele offen. Diese beiden ausstehenden Partien können laut offiziellem UEFA-Kommuniqué in Vereinswettbewerben der UEFA oder bei Nationalmannschaftsspielen unter der Schirmherrschaft der FIFA abgeleistet werden. Die UEFA hat die FIFA förmlich gebeten, die Sperre weltweit auszudehnen, was einen Einsatz bei der Weltmeisterschaft 2026 infrage stellen könnte. Kylian Mbappé bestätigte die Äußerungen gegenüber Medienvertretern nach dem Spiel am 17. Februar und stützte damit die ursprüngliche Beschwerde von Vinícius Júnior. Vinícius Júnior stand in den letzten Jahren immer wieder im Mittelpunkt von Zwischenfällen wegen mutmaßlicher rassistischer Beleidigungen im europäischen Fußball, was die Aufmerksamkeit auf das Thema Diskriminierung im Sport lenkte. Das Play-off-Hinspiel am 17. Februar endete mit einem 1:0-Sieg für Real Madrid im Estadio da Luz, wobei Benfica nach der 1:2-Niederlage im Rückspiel letztlich ausschied.

WM-Teilnahme hängt von Scalonis Nominierung ab Die mögliche Ausweitung der Sperre auf FIFA-Wettbewerbe gefährdet Prestiannis Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2026. Argentinische Zeitungen wie das Sportblatt Olé äußerten sich besorgt über die Folgen für die Nationalmannschaft. Argentinien bestreitet vor dem Turnier zwei Vorbereitungsspiele – gegen Honduras am 6. Juni und gegen Island am 9. Juni. Der Sportrechtsexperte Ricardo Nascimento erklärte gegenüber der portugiesischen Zeitung O Jogo, dass die FIFA traditionell auch Freundschaftsspiele auf solche Sanktionen anrechnet. „„Die FIFA erkennt Privat- oder Freundschaftsspiele in der Regel als gültige Spiele für die Verbüßung von Sanktionen an. Dafür bedurfte es eines Antrags der UEFA gemäß ihrem Artikel 66 an die FIFA, damit die Sanktion auch auf Spiele der Nationalmannschaft ausgeweitet wird.“” — Ricardo Nascimento via SAPO Sollte Nationaltrainer Lionel Scaloni Prestianni für diese beiden Testspiele nominieren, könnte der Spieler seine restliche Sperre noch vor Beginn der WM-Gruppenphase ableisten. Verzichtet Scaloni auf eine Nominierung, würden die zwei ausstehenden Partien auf die europäischen Vereinswettbewerbe von Benfica in der kommenden Saison übertragen, sei es in der UEFA Europa League oder der Champions League. Laut Berichten von Notícias ao Minuto wäre Prestianni nach einer Verbüßung der Sperre in den Testspielen für Argentiniens Vorrundenspiele der Gruppe J gegen Algerien und Österreich spielberechtigt.

Frühere Zusage von Mourinho im Kontrast zu jüngsten Aufstellungen Benficas Cheftrainer José Mourinho hatte Anfang März erklärt, er werde Prestianni nicht mehr einsetzen, sollten sich die Vorwürfe nach der UEFA-Untersuchung bewahrheiten. Trotz dieser öffentlichen Ankündigung berücksichtigte Mourinho den argentinischen Flügelspieler in den letzten Spielen der Primeira Liga weiterhin. Prestianni, geboren am 31. Januar 2006, ist 20 Jahre alt und sowohl für Benfica als auch für die argentinische Nationalmannschaft aktiv. Er verteidigte sich nach dem Vorfall vom 17. Februar öffentlich auf Instagram und gab an, niemals jemanden rassistisch beleidigt zu haben. Später betonte er im Telefe-Interview, die Bezeichnung sei im argentinischen Kulturkreis nicht abwertend gemeint gewesen. Die Disziplinarkommission der UEFA wies diese Argumentation zurück und bewertete das Verhalten als homophobe Diskriminierung, ungeachtet der dargelegten Absicht des Spielers. Das Urteil gilt als wegweisende Entscheidung des europäischen Dachverbandes im Umgang mit homophoben Äußerungen auf dem Spielfeld.

Sperre gegen Prestianni — Wichtige Termine: — ; — ; — ; — ; —

Benfica, Real Madrid

Mentioned People

  • Gianluca Prestianni — Argentyński piłkarz grający na pozycji skrzydłowego w Benfice oraz reprezentacji Argentyny
  • Vinícius Júnior — Brazylijski napastnik Realu Madryt i reprezentacji Brazylii
  • Lionel Scaloni — Selekcjoner reprezentacji narodowej Argentyny
  • José Mourinho — Portugalski szkoleniowiec, obecnie trener Benfiki Lizbona
  • Kylian Mbappé — Napastnik Realu Madryt, który komentował incydent w mediach

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