US-Präsident Donald Trump hat Teheran ein Ultimatum bis Dienstagabend gesetzt, um die Seestraße von Hormus wieder freizugeben. Sollte keine Einigung erfolgen, droht das Weiße Haus mit der Zerstörung der iranischen Stromversorgung und Brücken innerhalb weniger Stunden. Diese Eskalation erfolgt vor dem Hintergrund der laufenden „Operation Epic Fury“ und massiver globaler wirtschaftlicher Warnungen.
Frist für Seestraße
Trump setzt ein Ultimatum bis Dienstagabend (02:00 Uhr MEZ am Mittwoch) zur Öffnung der Straße von Hormus.
Drohung mit totaler Zerstörung
Bei Verstreichen der Frist sollen binnen vier Stunden alle Brücken und Kraftwerke im Iran zerstört werden.
Abgesagtes Pentagon-Briefing
Eine wichtige Pressekonferenz der Militärführung wurde ohne Angaben von Gründen kurzfristig gestrichen.
Wirtschaftliche Warnungen
Der IWF sieht eine Gefahr für das Weltwirtschaftswachstum und rechnet mit steigender Inflation durch den Konflikt.
US-Präsident Donald Trump hat für Dienstag, den 7. April 2026, 20:00 Uhr Ortszeit (Eastern Time), ein Ultimatum an den Iran gestellt. Bis zu diesem Zeitpunkt müsse Teheran die Straße von Hormus wieder öffnen und ein für Washington akzeptables Abkommen erzielen. Trump drohte damit, im Falle eines Verstreichens der Frist innerhalb von vier Stunden jede Brücke und jedes Kraftwerk im Iran zu zerstören. Während einer fast 90-minütigen Pressekonferenz am Ostermontag im Weißen Haus erklärte Trump, die USA könnten die „völlige Zerstörung“ der iranischen Infrastruktur herbeiführen. „Wir haben einen Plan, der auf der Stärke unseres Militärs basiert“, sagte Trump. „Bis morgen Mitternacht wird jede Brücke im Iran zerstört sein, jedes Kraftwerk außer Betrieb, in Flammen und explodiert, sodass sie nie wieder genutzt werden können.“ Die Frist, die nach mitteleuropäischer Zeit am Mittwoch um 2:00 Uhr morgens endet, fällt zusammen mit Berichten des Nachrichtensenders N-tv, wonach das US-Militär bereits Ziellisten erstellt habe, um dem Präsidenten Optionen für Schläge gegen die iranische Energieinfrastruktur vorzulegen. Trump betonte zudem, das gesamte Land könne „in einer Nacht abgeschaltet werden, und diese Nacht könnte morgen sein“. Kritiker in den USA warnten unterdessen, dass vorsätzliche Angriffe auf zivile Energieinfrastruktur nach internationalem Recht Kriegsverbrechen darstellen könnten. Pentagon sagt Briefing ab, während Hegseth massive Schläge ankündigtVertreter des Pentagons sagten eine für Dienstagmorgen geplante Pressekonferenz mit US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und dem Vorsitzenden der Joint Chiefs of Staff, General Dan Caine von der Air Force, ohne Angabe von Gründen ab. Die Absage erfolgte wenige Stunden nachdem Hegseth am Ostermontag im Weißen Haus angekündigt hatte, dass die amerikanischen Luftangriffe erheblich ausgeweitet würden. „Auf Anweisung des Präsidenten wird der heutige Tag das größte Ausmaß an Angriffen seit dem ersten Tag dieser Operation erleben. Morgen noch mehr als heute.” — Pete Hegseth via N-tv Hegseth forderte Iran auf, „klug zu wählen, denn dieser Präsident scherzt nicht“. Trump beharrte darauf, dass die Frist am Dienstag endgültig sei und nicht verlängert werde, wie Reuters berichtet. Die Vorbereitung von Ziellisten durch das US-Militär deutet darauf hin, dass die Planung für Schläge gegen die Energieinfrastruktur bereits weit fortgeschritten ist. Iran weist Drohungen zurück, Waffenstillstandsplan bleibt im UnklarenDie iranische Militärführung wies Trumps Warnungen umgehend zurück. Ebrahim Zolfaqari, Sprecher der Khatam-al-Anbiya-Kommandozentrale, bezeichnete Trumps Aussagen laut iranischen Staatsmedien als „arrogante Rhetorik und haltlose Drohungen“ und nannte den US-Präsidenten „realitätsfern“. Zolfaqari erklärte, die Drohungen würden Angriffe gegen „amerikanische und zionistische Feinde“ nicht stoppen. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, bezeichnete die US-Forderungen laut der Nachrichtenagentur Irna als „überzogen und inakzeptabel“. Ein 15-Punkte-Plan der USA, der weitreichende Zugeständnisse fordert, wird derzeit diskutiert, wobei Pakistan, Saudi-Arabien, Ägypten und die Türkei als Vermittler fungieren. Pakistanische Geheimdienstkreise berichteten am Ostermontag über einen Plan für einen 45-tägigen Waffenstillstand und Friedensgespräche. Laut watson.ch scheint eine Einigung – insbesondere über die Wiederöffnung der Straße von Hormus – jedoch in weiter Ferne zu liegen. Iran setzte seine Raketen- und Drohnenangriffe auf benachbarte Golfstaaten zu Wochenbeginn fort. Das US-Nachrichtenportal Axios berichtete unter Berufung auf Quellen aus den USA, Israel und der Region, dass der vorgeschlagene Waffenstillstand die letzte Chance darstelle, eine dramatische Eskalation zu verhindern.Trumps Iran-Ultimatum — Wichtige Ereignisse: — ; — ; — ; — IWF warnt vor Weltwirtschaftsschäden, NATO-Partner in der KritikDie geschäftsführende Direktorin des IWF, Kristalina Georgieva, warnte vor Veröffentlichung neuer Prognosen, dass der Krieg im Nahen Osten die Inflation treiben und das globale Wachstum bremsen werde. „Ohne diesen Krieg hätten wir eine leichte Anhebung unserer Wachstumsprognosen gesehen. Stattdessen führen nun alle Wege zu höheren Preisen und geringerem Wachstum.” — Kristalina Georgieva via N-tv Georgieva erklärte, dass selbst bei einem raschen Ende des Konflikts das Wachstum nach unten und die Inflation nach oben korrigiert werden müssten. Ohne den Krieg hätte der IWF ein Wachstum von 3,3 Prozent für 2026 und 3,2 Prozent für 2027 erwartet. Trump nutzte die Pressekonferenz zudem für harsche Kritik an NATO-Partnern. Er bezeichnete das Bündnis als „Papiertiger“ und kritisierte Deutschland, Australien, Südkorea und Japan dafür, die USA in dem Konflikt nicht zu unterstützen. „Ich denke, dies ist ein Makel für die NATO, der niemals verschwinden wird.” — Donald Trump via N-tv NATO-Generalsekretär Mark Rutte wird am Mittwoch zu Gesprächen mit Trump in Washington erwartet. Richard Haass, emeritierter Präsident des Council on Foreign Relations, warnte bei NPR, dass eine Umsetzung der Drohungen eine „Katastrophe“ für die gesamte Region und die USA wäre, ohne die Nuklearfrage oder das Problem der Seestraße zu lösen.2026: 3,3, 2027: 3,2Die US-israelische Militärkampagne gegen den Iran, „Operation Epic Fury“, begann am 28. Februar 2026 mit Angriffen, bei denen der Oberste Führer Ali Khamenei getötet wurde. Sein Sohn Mojtaba Khamenei wurde am 9. März 2026 zum Nachfolger ernannt. Der Iran reagierte mit einer Blockade der Straße von Hormus, durch die etwa ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert wird. Der Konflikt hat regionale Akteure wie Pakistan, Saudi-Arabien, Ägypten und die Türkei in Vermittlungsbemühungen eingebunden. Ebrahim Zolfaqari hatte bereits im März gewarnt, dass Schiffe, die US- oder israelisch orientierte Partner anlaufen, als legitime Ziele betrachtet würden.
Mentioned People
- Donald Trump — 47. Prezydent Stanów Zjednoczonych
- Pete Hegseth — 29. Sekretarz Obrony Stanów Zjednoczonych
- Dan Caine — 22. Przewodniczący Kolegium Połączonych Szefów Sztabów
- Ebrahim Zolfaqari — Rzecznik kwatery głównej Chatam al-Anbiya
- Kristalina Georgieva — 12. Dyrektor Zarządzająca Międzynarodowego Funduszu Walutowego
- Richard Haass — Honorowy prezes Rady Stosunków Zagranicznych
- Mark Rutte — 14. Sekretarz Generalny NATO
Sources: 58 articles
- Iran-Krieg im Liveticker: +++ 06:23 Raketentrümmer fallen in Saudi-Arabien nahe Energieanlagen aus dem Himmel +++ (N-tv)
- Trump droht Iran mit Zerstörung der Infrastruktur: "Das ganze Land kann in einer Nacht ausgeschaltet werden" (Der Tagesspiegel)
- Iran-Krieg im Liveticker: +++ 06:03 Explosionen über Damaskus - Israel wehrt iranische Raketen ab +++ (N-tv)
- Iran-Krieg: Donald Trump nennt Iraner "Tiere" - Teheran hält dagegen (Spiegel Online)
- "Wahnhaft" - Trump und Teheran vor dramatischer Eskalation? (stern.de)
- Die Lage im Überblick: "Wahnhaft" - Trump und Teheran vor dramatischer Eskalation? (Der Tagesspiegel)
- Liveblog Iran-Krieg: Trump: Irans Armee weist Trumps "arrogante Rhetorik" zurück (Frankfurter Allgemeine)
- Iranüberblick: Trump droht mit Zerstörung, Iran weist Warnungen als "haltlos" zurück (ZEIT ONLINE)
- Iran-Krieg im Liveticker: +++ 04:45 Israelische Armee startet neue Angriffswelle gegen den Iran +++ (N-tv)
- Iran-Krieg im Liveticker: +++ 03:43 Pentagon sagt kurzfristig Pressekonferenz ab +++ (N-tv)