US-Präsident Donald Trump hat die Frist für den Iran zur Öffnung der strategisch wichtigen Wasserstraße bis Dienstagabend verlängert. Sollte die Forderung nicht erfüllt werden, droht das Weiße Haus mit Angriffen auf die iranische Infrastruktur. In Israel forderte ein Raketeneinschlag in Haifa unterdessen zwei Todesopfer.
Ultimatum verlängert
Präsident Trump setzt dem Iran eine neue Frist bis Dienstagabend zur Öffnung der Straße von Hormus.
Rettungsmission
Ein US-Pilot wurde in einer komplexen Operation schwer verletzt vom iranischen Territorium gerettet.
Zivile Opfer
Ein Raketeneinschlag in Haifa tötet zwei Personen; Israel setzt Angriffe auf Teheran fort.
Diplomatische Bemühungen
Russland und China fordern ein Ende der Ultimatums-Politik, während die OPEC+ auf Marktinstabilitäten reagiert.
US-Präsident Donald Trump hat sein Ultimatum an den Iran zur Wiederöffnung der Straße von Hormus bis Dienstag, den 7. April, 20:00 Uhr Eastern Time (00:00 Uhr GMT Mittwoch), verlängert. Trump drohte mit der Zerstörung iranischer Brücken und Kraftwerke, sollte die Frist ohne Einlenken verstreichen. Die Warnung veröffentlichte Trump in einer mit Kraftausdrücken versehenen Nachricht auf seiner Plattform Truth Social. Darin schrieb er, der Iran werde „durch die Hölle gehen“, sollte die Meerenge geschlossen bleiben. Zuvor hatte er Montag, den 6. April, als Frist gesetzt, was bereits eine zehntägige Verlängerung eines ursprünglichen Ultimatums vom 27. März darstellte. Trotz der Drohungen erklärte Trump am Sonntag gegenüber Fox News, er sehe „gute Chancen“, eine Einigung mit dem Iran zu erzielen. Der Konflikt, der nun in die sechste Woche geht, zeigt jedoch kaum Anzeichen für eine diplomatische Lösung, während beide Seiten am Wochenende ihre gegenseitigen Warnungen verschärften. US-Pilot bei Rettungseinsatz auf iranischem Boden geborgenTrump lobte eine laut seinen Worten „der kühnsten Such- und Rettungsaktionen in der Geschichte der Vereinigten Staaten“, nachdem ein amerikanischer Pilot vom iranischen Festland geborgen worden war. Dessen Flugzeug war dort am Freitag abgestürzt. Trump bestätigte, dass der Pilot „schwer verletzt“ sei, und bezeichnete die Rettung als „an ein Wunder grenzend“. Die iranischen Revolutionsgarden behaupteten, während der Rettungsaktion mehrere US-Kampfflugzeuge abgeschossen zu haben; diese Angaben ließen sich jedoch nicht unabhängig prüfen. Die Rettung schuf einen neuen Konfliktpunkt in der ohnehin angespannten Lage, wobei beide Regierungen widersprüchliche Darstellungen über die Ereignisse im iranischen Luftraum lieferten. In Israel traf am Sonntag eine iranische Rakete ein siebenstöckiges Wohnhaus in Haifa. Feuerwehrleute und Rettungskräfte bargen am Montag zwei Todesopfer aus den Trümmern, zwei weitere Personen werden noch vermisst. Zuvor hatten die Armee und Rettungsdienste von mindestens vier Verletzten bei diesem Angriff berichtet, darunter ein Schwerverletzter. 2 (Todesopfer) — bestätigte Tote nach Einschlag in Haifa Iran warnt vor regionalem Flächenbrand nach erneuten Angriffen auf TeheranMohammad Bagher Ghalibaf, Sprecher des iranischen Parlaments, richtete am Sonntag in einem englischsprachigen Beitrag auf X eine direkte Warnung an Trump. „Ihr rücksichtsloses Handeln zieht die Vereinigten Staaten in eine wahre HÖLLE für jede Familie, und unsere gesamte Region wird brennen, weil Sie darauf bestehen, Netanjahus Befehlen zu folgen” — Mohammad Bagher Ghalibaf via La Libre.be Ghalibaf ergänzte, dass die einzige Lösung darin bestehe, die Rechte des iranischen Volkes zu respektieren und dieses „gefährliche Spiel“ zu beenden. Ein Sprecher des iranischen Militärkommandos warnte zudem: „Sollten die Angriffe auf zivile Ziele anhalten, werden die nächsten Phasen unserer Offensiv- und Vergeltungsoperationen wesentlich folgenschwerer und umfangreicher ausfallen.“ Die israelische Armee gab am Montag bekannt, eine neue Serie von Luftschlägen gegen Stellungen des „iranischen Terrorregimes“ in Teheran abgeschlossen zu haben. Iranische Medien berichteten von Schäden in mehreren Wohnvierteln der Hauptstadt. Generalstabschef Eyal Zamir besuchte am Sonntag den Südlibanon und kündigte eine Intensivierung der Operationen gegen die Hisbollah an. Er erklärte, das Ziel sei es, die Bedrohung für die Gemeinden im Norden Israels zurückzudrängen; die Armee werde „so lange wie nötig“ vor Ort bleiben.Der militärische Einsatz der USA und Israels gegen den Iran unter dem Codenamen Operation Epic Fury begann am 28. Februar 2026 mit Angriffen, bei denen der damalige Oberste Führer Ali Chamenei getötet wurde. Sein Sohn Mojtaba Chamenei wurde am 9. März 2026 zum Nachfolger ernannt. Die Blockade der Straße von Hormus, durch die üblicherweise ein Fünftel der weltweiten Kohlenwasserstoffe transportiert wird, belastet seit Kriegsbeginn die globalen Energiemärkte. Der Konflikt hat sich zudem auf den Libanon ausgeweitet und diplomatische Interventionen Russlands, Chinas sowie der Golfstaaten ausgelöst. Golfstaaten und Russland drängen auf Deeskalation angesichts instabiler ÖlärkteDer Hafen von Khor Fakkan an der Ostküste der Vereinigten Arabischen Emirate nahe der Straße von Hormus wurde am Wochenende von einem Projektil getroffen. Durch herabstürzende Trümmer des abgefangenen Geschosses wurden vier Personen verletzt. Anwar Gargash, Berater des Präsidenten der Emirate, bekräftigte die Bereitschaft, jede US-geführte oder internationale Initiative zur Wiederöffnung der Wasserstraße zu unterstützen. Er warnte, Irans Strategie gegen die Nachbarstaaten berge das Risiko, den israelischen Einfluss in der Region zu vergrößern. Die staatliche Nachrichtenagentur Omans meldete Gespräche der omani-schen Behörden mit dem Iran über Optionen zur Freigabe der Passage. Der russische Außenminister Sergej Lawrow forderte die USA in einem Telefonat mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghchi auf, die „Sprache der Ultimaten“ aufzugeben, um Verhandlungen zu ermöglichen. Laut chinesischen Staatsmedien teilte Außenminister Wang Yi seinem russischen Kollegen Lawrow mit, Peking wolle gemeinsam mit Moskau auf eine Deeskalation hinarbeiten. Die Mitglieder der OPEC+ stimmten am Sonntag für eine Erhöhung der Förderkapazitäten und warnten, dass die Instandsetzung beschädigter Energieanlagen kostspielig und zeitaufwendig sein werde.
Mentioned People
- Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
- Eyal Zamir — Szef Sztabu Generalnego Sił Obronnych Izraela
- Mohammad Bagher Ghalibaf — Przewodniczący Parlamentu Iranu
- Benjamin Netanyahu — Premier Izraela
- Anwar Gargash — Doradca prezydenta Zjednoczonych Emiratów Arabskich
- Sergey Lavrov — Minister Spraw Zagranicznych Rosji
Sources: 5 articles
- EN DIRECT. L'Iran promet des représailles "dévastatrices" en cas d'attaque contre des cibles civiles (LExpress.fr)
- EN DIRECT Guerre au Moyen-Orient : Deux morts dans une frappe iranienne sur... (20minutes)
- DIRECT - Guerre au Moyen-Orient: l'Iran menace de représailles "encore plus dévastatrices" (La Libre.be)
- DIRECT. Guerre au Moyen-Orient : Israël frappe de nouveau Téhéran, Donald Trump annonce une conférence de presse (Ouest France)
- EN DIRECT - Guerre au Moyen-Orient: Israël dit avoir terminé une nouvelle série de frappes sur Téhéran (RFI)
- Guerre au Moyen-Orient : Donald Trump menace l'Iran, le pilote américain secouru, des sites énergétiques touchés... Ce qu'il faut retenir de la journée de dimanche 5 avril (Franceinfo)