Donald Trump hat am 27. März 2026 bei einem Auftritt in Miami gesagt: „Kuba ist als Nächstes dran.“ Die Äußerung fiel bei einem Investorenforum in Miami und deutet auf eine mögliche weitere Verschärfung des Drucks der Vereinigten Staaten auf die Karibikinsel hin. Trump stellte den Satz als Fortsetzung seiner außenpolitischen Erfolge dar und verwies dabei auf Venezuela und Iran.
Trump verschärft den Ton gegenüber Kuba
Bei einem Auftritt in Miami sagte Trump, Kuba sei als Nächstes an der Reihe. Die Äußerung fiel vor dem Hintergrund seiner Verweise auf Venezuela und Iran.
Ölblockade verschärft die Lage auf der Insel
Die von Washington im Januar 2026 verhängte de-facto-Ölblockade hat Stromausfälle, Engpässe und Proteste verstärkt.
Havanna hält an Gesprächen mit Washington fest
Miguel Díaz-Canel spricht von Widerstand, lässt aber weiter über eine Vermeidung einer militärischen Eskalation verhandeln.
Trump nutzt die Rede auch für symbolische Gesten
Er nannte die Straße von Hormus den „Trump Strait“ und stellte seine MAGA-Bewegung sowie Verbündete im Golf als Teil seiner Außenpolitik dar.
U.S. President Donald Trump declared "Cuba is next" on March 27, 2026, during a speech at the FII Priority investment forum in Miami, signaling a potential escalation of U.S. pressure on the Caribbean island. Trump made the remark when asked whether recent American military actions risked costing him political support, and he framed the statement as an extension of what he described as a string of U.S. foreign policy victories. He cited the January 2026 capture of Venezuelan President Nicolás Maduro and the death of Iranian Supreme Leader Ali Khamenei during the ongoing U.S.-Israel war against Iran as evidence of his administration's resolve. Trump did not specify what action he intended to take against Cuba, but he then told journalists to ignore the statement before repeating it a second time to laughter from the audience. The remarks followed comments Trump made in mid-March, when he said he expected to have "the honor of taking Cuba in some form," and earlier in the month, when he described a possible "friendly takeover" of the island — before adding: "It may not be a friendly takeover."
„Ich habe diese große Armee aufgebaut. Ich sagte: „Ihr werdet sie nie einsetzen müssen“, aber manchmal muss man sie einsetzen. Und Kuba ist übrigens als Nächstes dran. Tut aber so, als hätte ich das nicht gesagt.” — Donald Trump via Reuters
Ölblockade verschärft Stromausfälle und Lebensmittelknappheit in Kuba Cuba is already under severe economic strain driven in large part by a de facto oil blockade that Washington imposed in January 2026, cutting off the island's access to crude oil imports. Kuba ist auf Öl angewiesen, um seine Kraftwerke und das Verkehrsnetz zu betreiben, und die Blockade hat wiederkehrende landesweite Stromausfälle ausgelöst. Nach Angaben von France 24 wurde das Land innerhalb einer Woche von zwei landesweiten Stromausfällen getroffen, woraufhin es nachts Proteste mit Topf- und Pfannengeklapper gab. Die Lage verschlechterte sich, nachdem Nicolás Maduro festgenommen worden war, dessen Venezuela lange Kubas wichtigster Öllieferant gewesen war. Mit dem Wegfall Madūs und einer neuen, unter Druck der Vereinigten Staaten stehenden Regierung in Caracas brach diese Lieferkette zusammen. Zwei Segelboote aus einem internationalen Konvoi mit medizinischen Hilfsgütern, Lebensmitteln, Solarpaneelen und weiteren Waren auf dem Weg nach Kuba wurden am 27. März nach Angaben von RFI und BFMTV ebenfalls vermisst gemeldet. Die seit Langem bestehende Knappheit bei Lebensmitteln, Medikamenten und Grundbedarfsgütern hat sich unter diesen zusätzlichen Belastungen weiter verschärft.
Kuba unterliegt seit kurz nach Fidel Castros Revolution von 1959 einem US-Handelsembargo. Die Beziehungen zwischen Havanna und Washington entspannten sich in der Regierung Obama und verbesserten sich in den folgenden Jahren, verschlechterten sich aber deutlich, nachdem Trump für eine zweite Amtszeit ins Präsidentenamt zurückkehrte. Trump hat erklärt, er wolle den Einfluss Washingtons auf Lateinamerika ausweiten; diese Linie prägt die US-Politik gegenüber Kuba und Venezuela. Die Festnahme von Nicolás Maduro durch US-Kräfte am 3. Januar 2026 markierte eine deutliche Eskalation dieser regionalen Strategie.
Díaz-Canel spricht von Widerstand und führt zugleich Gespräche mit Washington Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel hat eingeräumt, dass Havanna mit Washington über eine Vermeidung eines militärischen Konflikts verhandelt, zugleich aber öffentlich eine trotzige Haltung eingenommen. Díaz-Canel sagte in der vergangenen Woche, jeder äußere Aggressor werde auf „unbrechbaren Widerstand“ stoßen, wie es übereinstimmend aus mehreren Quellen hieß. Ein hochrangiger kubanischer Diplomat bestätigte getrennt davon, Havanna sei bereit, den Dialog mit Washington fortzusetzen, schloss jedoch Gespräche über Veränderungen des politischen Systems Kubas aus. Diese Doppelstrategie aus Verhandlungen und Konfrontation spiegelt die schwierige Lage der kubanischen Regierung wider, die mit wachsendem innenpolitischem Druck durch Stromausfälle und Versorgungsengpässe konfrontiert ist und zugleich einer zunehmend offensiven US-Regierung gegenübersteht. Trump wiederum hat wiederholt erklärt, er sei überzeugt, die kubanische Regierung stehe kurz vor dem Zusammenbruch; dieses Bild nutzt er zur Rechtfertigung anhaltenden Drucks. Auch US-Außenminister Marco Rubio sei nach Angaben des Verifizierungsprotokolls an Gesprächen über die Lage beteiligt gewesen, wobei die genaue Rolle in den Kuba-Gesprächen aus den Quellen nicht hervorging.
Trump benennt Hormus um und verspottet Verbündete bei saudisch unterstütztem Forum Trumps Äußerungen zu Kuba waren nicht der einzige bemerkenswerte Moment seiner Rede in Miami. Er bezeichnete die Strait of Hormuz auch als „Trump Strait“, eine Umbenennung, die neben seiner Kuba-Drohung Aufmerksamkeit erregte. Das Forum selbst wurde von der Future Investment Initiative organisiert und von Saudi-Arabien unterstützt. Trump richtete seine Worte an das Publikum und machte dabei laut Il Fatto Quotidiano auch eine Spitze gegen den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman. Trump sagte dem Publikum, seine MAGA-Bewegung wolle „Stärke“ und „Sieg“ und stellte Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate als Verbündete dar, die die Vereinigten Staaten schützen wollten. Die Rede zeigte, wie Trump eine Reihe hochkarätiger außenpolitischer Maßnahmen — von Venezuela über Iran bis Kuba — nutzt, um seine innenpolitische Position zu festigen und zugleich amerikanische Macht in der westlichen Hemisphäre und darüber hinaus zu demonstrieren.
US-Druck auf Kuba — wichtige Ereignisse: — ; — ; — ; — ; —
Mentioned People
- Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
- Miguel Díaz-Canel — 8. pierwszy sekretarz Komunistycznej Partii Kuby i prezydent Kuby
- Marco Rubio — sekretarz stanu Stanów Zjednoczonych
- Nicolás Maduro — de iure prezydent Wenezueli pojmany przez siły USA w styczniu 2026 roku
- Ali Khamenei — drugi najwyższy przywódca Iranu do swojej śmierci w lutym 2026 roku
Sources: 17 articles
- "Cuba este următoarea", amenință Donald Trump (Mediafax.ro)
- "Cuba é a próxima", diz Trump em nova ameaça à ilha (Deutsche Welle)
- Trump su Cuba: "Sarà la prossima" e chiede di fingere non averlo detto | Il Fatto Quotidiano (Il Fatto Quotidiano)
- Cuba est la prochaine": le nouveau coup de pression de Trump sur La Havane (7sur7)
- Trump, nuove minacce a Cuba: "Sarà la prossima" (La Repubblica.it)
- "Cuba est le prochain": la nouvelle menace de Donald Trump sur une possible opération militaire visant l'île des Caraïbes (BFMTV)
- "Cuba est le prochain", menace Donald Trump, affirmant avoir toujours le soutien de sa base "MAGA" (Le Figaro.fr)
- "Cuba es la siguiente", afirma Trump (France 24)
- "Cuba est le prochain", dit Donald Trump, qui nie perdre le soutien de sa base "MAGA" (RFI)
- " Cuba est le prochain ", lance Trump, niant perdre le soutien de sa base " MAGA " (SudOuest.fr)