US-Präsident Donald Trump hat am Ostersonntag mit der Bombardierung iranischer Kraftwerke und Brücken gedroht, sollte Teheran die Straße von Hormus nicht bis Dienstag öffnen. Die Ankündigung folgt auf die erfolgreiche Rettung eines zweiten US-Soldaten, der nach dem Abschuss eines F-15-Kampfjets am Freitag über iranischem Territorium vermisst worden war.
Ultimatum an Teheran
Präsident Trump droht mit Angriffen auf iranische Kraftwerke und Brücken ab Dienstag, falls die Straße von Hormus blockiert bleibt.
Rettung von US-Soldaten
Ein zweiter vermisster US-Waffensystemoffizier wurde von Spezialkräften lebend, aber schwer verwundet geborgen.
Völkerrechtliche Bedenken
Die Einstufung ziviler Infrastruktur als legitime militärische Ziele wird von Rechtsexperten und Beobachtern kritisch hinterfragt.
US-Präsident Donald Trump hat am Ostersonntag eine deutliche Warnung an den Iran ausgesprochen: Sollte Teheran die Straße von Hormus nicht wieder für den Schiffsverkehr freigeben, werde das US-Militär ab Dienstag, dem 7. April, Kraftwerke und Brücken im Iran angreifen. Trump veröffentlichte das Ultimatum kurz nach 8 Uhr morgens auf der Plattform Truth Social: „Dienstag wird der Kraftwerk-Tag und der Brücken-Tag in einem sein, im Iran. Öffnet die verfickte Meerenge, ihr wahnsinnigen Bastarde, oder ihr werdet in der Hölle leben – SEHT NUR ZU. Preis sei Allah.” — Donald Trump via The New York Times Die Drohung erfolgte wenige Stunden nachdem US-Spezialkräfte einen zweiten amerikanischen Soldaten retten konnten. Dieser galt seit Freitag als vermisst, nachdem ein F-15-Kampfjet mit zwei Besatzungsmitgliedern über iranischem Gebiet abgeschossen worden war. Trump bezeichnete den geretteten Waffensystemoffizier als „schwer verwundet und wahrhaft tapfer.” — Donald Trump via stern.de Zudem kündigte der Präsident für Montag, den 6. April, um 13 Uhr Ortszeit eine Pressekonferenz mit Vertretern des Militärs im Oval Office an. Geretteter Soldat nach Wettlauf mit iranischen Kräften gefundenDie Bergung des zweiten Besatzungsmitglieds markiert eine signifikante Wende nach einem spannungsgeladenen Wochenende, an dem sowohl die USA als auch der Iran versuchten, die Absturzstelle zu sichern. Ein Pilot war bereits kurz nach dem Abschuss der F-15 am Freitag gerettet worden; der zweite Soldat wurde in der Nacht zum Sonntag lebend durch US-Spezialkräfte geborgen. Hatte Trump ihn zunächst noch als „verletzt“, aber „den Umständen entsprechend wohlauf“ beschrieben, korrigierte er dies am Sonntagmorgen auf „schwer verwundet“. Berichten der New York Times zufolge scheint der Erfolg der Rettungsmission Trump in seinem Vorgehen bestärkt zu haben. Der Präsident ging unmittelbar von einer Siegesmeldung zu einer Eskalationsdrohung gegen die zivile Infrastruktur über. Der Abschuss der F-15 gilt als einer der folgenreichsten Vorfälle seit Beginn der US-israelischen Luftangriffe auf den Iran am 28. Februar 2026. Seither reagierte der Iran laut stern.de mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel, mehrere Golfstaaten und US-Stützpunkte in der Region. Blockade der Meerenge ist Irans letztes strategisches DruckmittelNach der Schwächung der iranischen Marine, der Luftwaffe und großer Teile des Raketenarsenals bleibt die Straße von Hormus das wichtigste strategische Instrument Teherans. Der Iran schränkt die Durchfahrt zunehmend ein und verlangt von den wenigen zugelassenen Schiffen eine 2 (Millionen US-Dollar) — Zahlung pro Schiff für die Passage. Die Straße von Hormus ist an ihrer schmalsten Stelle etwa 34 Kilometer breit und verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman. Rund 20 Prozent des weltweiten Ölangebots werden hier transportiert; zudem ist sie eine kritische Route für Düngemittel und Helium, das für die Halbleiterproduktion essenziell ist. Die Wasserstraße grenzt im Norden an den Iran und im Süden an die zu den VAE und Oman gehörende Musandam-Halbinsel. Trump schwankte zuletzt zwischen der Ansicht, die Meerenge sei kein vorrangiges US-Interesse, da Amerika kaum Öl aus dieser Region beziehe, und der Androhung schwerer Konsequenzen. Der Präsident forderte europäische Staaten, China und Indien – die alle stark von Öllieferungen durch die Straße von Hormus abhängen – auf, sich einer internationalen Koalition anzuschließen. Nach Informationen der New York Times wurde jedoch keines dieser Länder vor der Entscheidung für die Angriffe konsultiert, und bisher gibt es keine Zusagen für eine Beteiligung. Berichten zufolge erwägt Trump zudem eine Bodenoperation zur Besetzung des iranischen Küstenstreifens an der Meerenge. Dies gilt als komplexes Vorhaben, das die Kontrolle von Teilen der Golfküste erfordern würde. Der Iran wiederum ist weiterhin in der Lage, den Schiffsverkehr durch Minen und Schnellboote mit panzerbrechenden Waffen zu stören, was Reedereien selbst bei Bestehen eines militärischen Korridors abschrecken könnte. Rechtliche Fragen bei Angriffen auf zivile ZieleTrumps Drohung gegen Kraftwerke und Brücken wirft völkerrechtliche Fragen auf. Gemäß den Genfer Konventionen ist der Angriff auf primär zivil genutzte Infrastruktur untersagt, da diese nicht als legitime militärische Ziele gelten. Regierungsvertreter versuchen laut New York Times nun die rechtliche Argumentation aufzubauen, dass solche Schläge keine Kriegsverbrechen darstellten, da die iranische Energieversorgung auch für das Raketen- und Atomprogramm des Landes essenziell sei. Die Zeitung merkte an, dass diese Logik theoretisch auf fast jede zivile Einrichtung, inklusive der Wasserversorgung, ausgeweitet werden könnte. Die Verschärfung der Rhetorik am Ostersonntag erfolgt in einer Phase, in der Trump nach der Rettung des US-Soldaten deutlich aggressivere Töne anschlägt als noch zu Beginn der Woche. 20 (Prozent) — Anteil des weltweiten Ölangebots, das die Straße von Hormus passiert Die für Montag angekündigte Pressekonferenz im Oval Office soll weitere Details zur Strategie der Regierung vor Ablauf des Ultimatums am Dienstag liefern.
Mentioned People
- Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
- David E. Sanger — dziennikarz i autor związany z The New York Times
Sources: 45 articles
- Trump threatens Iran in expletive-laden post (Deutsche Welle)
- Trump verschiebt Ultimatum an den Iran erneut (stern.de)
- Trump verlängert Ultimatum für den Iran mutmaßlich bis Dienstag (stern.de)
- " Une nouvelle étape a été franchie " : après le sauvetage du pilote américain, États-Unis et Iran en pleine escalade (Le Parisien)
- A 24 heures de la fin de son ultimatum sur le détroit d'Ormuz, Donald Trump menace et insulte les responsables iraniens, qu'il traite de "bande de tarés" (Franceinfo)
- Trump grozi Iranowi i klnie w sieci. "Szalone bękarty" (Wprost)
- Liveblog Iran-Krieg: Trump droht Iran und beschimpft Führung als "verrückte Mistkerle" (Frankfurter Allgemeine)
- Trump Warns Iran He Could Strike 'Every Power Plant,' in WSJ Interview (The Wall Street Journal)
- Trump threatens 'hell' for Iran over Hormuz Strait as deadline approaches (Al Jazeera Online)
- Trump droht Iran mit Angriffen auf Kraftwerke am Dienstag (Bayerischer Rundfunk)