Nach einem Zwischenfall im Hafen von Karlskrona hat Stena Line den Fährverkehr auf der Linie Gdynia-Karlskrona in beiden Richtungen bis Montag, 30. März 2026, ausgesetzt. Auslöser war die Havarie der Stena Spirit, die am Mittwoch beim Anlegen festkam und den Kai blockierte. Alle 489 Passagiere, die nach dem Reißen einer Heckleine aus der Gefahrenlage gebracht wurden, blieben unverletzt.
Havarie blockiert Hafen von Karlskrona
Nach dem Reißen einer Heckleine geriet die Stena Spirit außer Kontrolle und legte den Kai lahm. Schlepper mussten eingreifen, 489 Passagiere wurden unverletzt evakuiert.
Stena Line organisiert Ausweichrouten
Das Unternehmen brachte gestrandete Reisende per Bus, Fähre und Hotelunterkunft weiter und übernahm die Kosten. Bis Freitagabend waren alle wartenden Passagiere auf dem Heimweg.
Rückkehr erst nach Freigabe und Reparatur
Die Stena Spirit darf den Hafen erst nach der Freigabe durch die Schwedische Seeschifffahrtsbehörde verlassen. Danach soll sie zur Werft Remontowa in Danzig gebracht werden.
Stena Line hat nach einem Zwischenfall im Hafen von Karlskrona den gesamten Verkehr auf der Route Gdynia-Karlskrona in beide Richtungen bis Montag, 30. März 2026, ausgesetzt. Die Fähre Stena Spirit war am Mittwoch, 25. März, nach einem Anlegeunfall festgekommen. Während der Anlegemanöver riss die Heckleine des Schiffs, starke Windböen brachten die Fähre zudem aus der Position, sodass Schlepper helfen mussten, das Schiff unter Kontrolle zu bringen. Alle 489 (Passagiere) — Passagiere, die nach dem Reißen der Leine evakuiert wurden, verließen das Schiff unverletzt. Anschließend blockierte die Stena Spirit den Kai, sodass die beiden anderen auf der Route eingesetzten Schiffe nicht mehr regulär anlegen konnten und sich Verzögerungen auf der gesamten Linie ausbreiteten. Die Fähre lag weiter am Kai und wartete auf die endgültige Freigabe durch die Schwedische Seeschifffahrtsbehörde, um den Hafen verlassen zu dürfen. Stena Line teilte mit, dass bis Freitag bereits die meisten erforderlichen Genehmigungen vorgelegen hätten. Sobald diese Freigabe erteilt ist, soll das Schiff zur Werft Remontowa in Danzig gebracht werden, um dort repariert zu werden.
Strandierten Passagieren wurden Busse, Hotels und andere Fähren angebotenStena Line organisierte für die in Karlskrona gestrandeten Fahrgäste mehrere Alternativen und übernahm die Kosten. Am Donnerstagabend nutzten mehr als 200 Passagiere die erste Ausweichroute. Sie fuhren mit dem Bus zum Hafen von Trelleborg, setzten mit einer anderen Fährlinie nach Świnoujście über und reisten anschließend wieder per Bus nach Gdingen weiter. Eine zweite Gruppe von rund 500 Menschen legte am Freitag ab. Dafür fuhren Busse um 11:00 Uhr und 17:00 Uhr nach Trelleborg und Ystad. Den Passagieren wurden außerdem Hotelunterkünfte, Schlafplätze an Bord der festliegenden Stena Spirit und vollständige Mahlzeiten während der Wartezeit angeboten. Zusätzlich konnten Reisende ihre Rückreise auch selbst organisieren; die Kosten erstattete Stena Line. Am Freitagabend bestätigte das Unternehmen, dass alle Passagiere aus gestrichenen und verspäteten Abfahrten, die in Karlskrona auf die Rückreise nach Gdingen gewartet hatten, unterwegs nach Hause seien. „Wir haben den Passagieren auch alternative Lösungen angeboten, darunter die Busfahrt von Karlskrona zum Hafen in Trelleborg, die Möglichkeit, andere Fährlinien zu nutzen, oder die Reise von Świnoujście nach Gdingen. Alle diese Optionen werden auf unsere Kosten durchgeführt.” — Agnieszka Zembrzycka via TVN24
Aussetzung der Route soll für verlässliche Informationen sorgenDie Entscheidung, alle Abfahrten bis Montagmorgen zu streichen, stellte der Reeder als Maßnahme dar, um die Unsicherheit für Passagiere und Frachtkunden zu verringern, und nicht nur als betrieblich notwendige Reaktion. Die beiden anderen Schiffe auf der Strecke, Stena Estelle und Stena Ebba, wurden beide nach Trelleborg umgeleitet, weil der blockierte Kai in Karlskrona normale Hafenanläufe unmöglich machte. Die Stena Ebba wartete mehrere Stunden auf See, um Karlskrona doch noch anzulaufen und wartende Passagiere aufzunehmen; dieser Plan wurde später aufgegeben. Die Stena Estelle, die am Donnerstag nach Trelleborg umgeleitet worden war, lief am Freitagmorgen in Gdingen ein. Agnieszka Nowakowska, eine Vertreterin von Stena Line Polska, verwies am Freitagabend auf die Mitteilung des Unternehmens an die polnische Nachrichtenagentur PAP. „Diese Entscheidung beruht auf der Sorge um Passagiere, Partner und Frachtkunden — sie soll klare und verlässliche Informationen liefern und weitere Unsicherheit im Zusammenhang mit möglichen betrieblichen Änderungen vermeiden.” — Agnieszka Nowakowska via PAP Einige Passagiere berichteten in den ersten Stunden der Störung von mangelnder rechtzeitiger Kommunikation. Ein Reisender sagte TVN24, er habe seit Mittwoch in Karlskrona gewartet und keine klare Information über die Aussichten auf die Abfahrt erhalten.
Die Stena Spirit fährt seit 2011 auf der OstseerouteDie Stena Spirit nahm nach öffentlichen Schiffsunterlagen 1988 unter dem Namen Stena Scandinavica den Dienst auf. Nach einer größeren Werftüberholung in Göteborg und einer Umbenennung kam sie 2011 auf der Verbindung Karlskrona-Gdingen zum Einsatz. Stena Line betreibt die Fährverbindung Gdingen-Karlskrona nach eigenen Angaben seit mehr als 30 Jahren. Bedient wird die Route mit drei Schiffen, darunter die Stena Spirit sowie zwei moderne 240 Meter lange Fähren der E-Flexer-Klasse, Stena Estelle und Stena Ebba, die in den vergangenen Jahren zur Flotte gestoßen sind. Der Hafen von Karlskrona liegt in der Region Blekinge im Süden Schwedens und ist ein Ostsee-Marinestützpunkt, dessen historische Marineanlagen zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Die Überfahrt Gdingen-Karlskrona ist eine der wichtigsten direkten Fährverbindungen zwischen Polen und Skandinavien und transportiert Passagiere ebenso wie Fracht. Die Aussetzung der Route bis zum 30. März betraf Reisende in beiden Richtungen und führte über mehrere Tage in die Osterreisezeit hinein zu Einschränkungen. Die Umplanung der Flotte auf dieser Strecke — mit Ausweichrouten über Trelleborg und Ystad — machte deutlich, wie aufwendig der Betrieb mit einem Drei-Schiff-Plan wird, wenn ein einzelner Kai nicht nutzbar ist. Einen Zeitplan für die Rückkehr der Stena Spirit in den regulären Dienst nannte das Unternehmen nach den geplanten Reparaturen in der Werft Remontowa in Danzig nicht.
Zwischenfall mit der Stena Spirit — wichtige Ereignisse: — ; — ; — ; —
Mentioned People
- Agnieszka Zembrzycka — Rzeczniczka Stena Line Polska
Sources: 6 articles
- Problemy na trasie Gdynia-Karlskrona. Firma wydała ważny komunikat (Super Express)
- Pasażerowie Stena Line wracają do Polski po awarii promu. W Szwecji przebywali od środy - Radio Gdańsk (radiogdansk.pl)
- Stena Line: wszyscy pasażerowie czekający na powrót z Karlskrony są w drodze do domu (wnp.pl)
- Sprawa Stena Line rozwiązana: Pasażerowie w drodze do domów (rmf24.pl)
- Stena Line do poniedziałku zawiesza połączenie Gdynia-Karlskrona (trojmiasto.pl)
- Usterka promu w Karlskronie. Statek utknął w porcie, pasażerowie także (TVN24)
- Usterka promu w Karlskronie. Statek utknął w porcie, pasażerowie także (TVN24)
- Pasażerowie Stena Spirit wciąż koczują w Szwecji. "Dopiero po protestach dostaliśmy wodę" (Dziennik Bałtycki)
- Polacy utknęli na promie w Szwecji. Statek wciąż nie ma zgody na opuszczenie portu (wiadomosci.radiozet.pl)
- Statek Stena Spirit nadal pozostaje w porcie w Karlskronie (Nasz Dziennik)