Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez und der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva laden am 17. und 18. April 2026 zum Weltgipfel der progressiven Kräfte nach Barcelona ein. An der Veranstaltung im Messezentrum Fira de Barcelona werden mehr als 3.000 Teilnehmer und Vertreter von über 100 Parteien aus fünf Kontinenten erwartet.

Großgipfel in Barcelona

Pedro Sánchez und Lula da Silva leiten ein Treffen mit 3.000 Teilnehmern und 100 Parteien gegen den globalen Rechtspopulismus.

Hochrangige Teilnahme

Staatschefs aus Mexiko, Kolumbien, Uruguay und Südafrika sowie der EU-Ratspräsident António Costa werden erwartet.

Gegenpol zu Trump

Die Veranstaltung wird explizit als programmatische Antwort auf die koordinierte Politik rechtsextremer Kräfte und Donald Trumps positioniert.

Kritik der Rechten

Die spanische Vox-Partei und die Stiftung Disenso diffamieren den Gipfel als „kriminelle Allianz“ und „sozialistischen Hexensabbat“.

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez und der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva werden am Freitag, den 17., und Samstag, den 18. April 2026, den Vorsitz des Gipfeltreffens für die „Globale Progressive Mobilisierung“ in Barcelona führen. Nach Angaben der Organisatoren ist die Veranstaltung mit über 3.000 Teilnehmenden und Vertretern von mehr als 100 politischen Parteien aus fünf Kontinenten ein koordinierter Versuch, dem weltweiten Erstarken rechtsextremer und nationalistischer Kräfte entgegenzuwirken. Die zweitägige Konferenz in der Fira de Barcelona findet parallel zu zwei weiteren Treffen statt: einer Versammlung zur Verteidigung der Demokratie, an der rund 20 Staats- und Regierungschefs teilnehmen, sowie dem ersten bilateralen Regierungsgipfel zwischen Spanien und Brasilien. Das Programm umfasst etwa 100 Podiumsdiskussionen, bilaterale Sitzungen und Arbeitsessen zu Themen wie künstliche Intelligenz, Klimakrise, Arbeitsrechte und sozialer Zusammenhalt. Sánchez, der zudem Generalsekretär der Sozialistischen Internationalen ist, wird von seiner Partei als führende globale Stimme gegen die radikale Rechte positioniert. Acht Staatschefs in der katalanischen Hauptstadt erwartetInsgesamt werden acht Staatsoberhäupter erwartet, wobei die lateinamerikanischen Vertreter den Kern bilden. Die Präsidentin Mexikos, Claudia Sheinbaum, sowie die Präsidenten Gustavo Petro (Kolumbien), Yamandú Orsi (Uruguay) und Luiz Inácio Lula da Silva (Brasilien) werden ebenso teilnehmen wie der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa und die barbadische Premierministerin Mia Amor Mottley. Auch António Costa, seit 2024 Präsident des Europäischen Rates, wird anwesend sein, zusammen mit Stefan Löfven, dem ehemaligen schwedischen Ministerpräsidenten und derzeitigen Vorsitzenden der Sozialdemokratischen Partei Europas. Der Gipfel endet am Samstagnachmittag mit einer Plenarsitzung und einem gemeinsamen Auftritt von Sánchez und Lula da Silva. Es wird erwartet, dass beide die internationale Zusammenarbeit als Instrument zur Stärkung von Demokratie und sozialer Gerechtigkeit betonen. Der ehemalige spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero ist ebenfalls als Redner geladen, ebenso wie regionale Führungspersönlichkeiten wie Salvador Illa, Präsident Kataloniens, und María Chivite, Präsidentin von Navarra. Sánchez inszeniert Gipfel als Antwort auf die Politik der Trump-ÄraDie Organisatoren des Gipfels haben die Veranstaltung explizit als Reaktion auf die intensive globale Koordination rechtsextremer Parteien gerahmt. US-Präsident Donald Trump wird in Berichten wiederholt als zentrales Symbol dieser Bewegung genannt. Laut El Confidencial war es Sánchez selbst, der zusammen mit Löfven im Oktober vergangenen Jahres die Initiative zur globalen progressiven Mobilisierung anstieß, der sich später Lula da Silva und die Progressive Allianz anschlossen. Die öffentlichen Auseinandersetzungen von Sánchez mit Trump – darunter seine Weigerung, die Militärausgaben auf fünf Prozent des BIP zu erhöhen, sowie seine erklärte Ablehnung von Militäraktionen der USA und Israels im Iran – haben laut El Confidencial sein Profil innerhalb der internationalen Linken geschärft. „Bevor wir gemeinsam handeln können, müssen wir einander vertrauen; diese Gipfel bieten unverzichtbare Möglichkeiten, eine politische Gemeinschaft über Grenzen hinweg aufzubauen” — David Adler via Deutsche Welle Francesca Emanuele, eine peruanische Politikwissenschaftlerin vom Center for Economic and Policy Research, erklärte gegenüber der Deutschen Welle, dass die Bündnisbildung zwischen Staatschefs entscheidend sei, um sich der „Dynamik globaler Unterordnung, die die Trump-Regierung durchzusetzen sucht“, entgegenzustellen. Die Agenda des Gipfels spiegelt mit rund 100 geplanten Sitzungen weitgehende ideologische Ambitionen wider, die von der Verteidigung einer regelbasierten internationalen Ordnung über die Regulierung neuer technologischer Mächte bis hin zu Gleichberechtigung und Umweltschutz reichen. Vox-nahe Kreise bezeichnen Gipfel als „sozialistischen Hexensabbat“Der Gipfel stößt auf scharfe Kritik der rechtspopulistischen Opposition in Spanien. Die Stiftung Disenso, die der Vox-Partei nahesteht und vom Parteivorsitzenden Santiago Abascal geleitet wird, warnte davor, dass Sánchez „beabsichtigt, Spanien zum Hauptquartier der radikalen Linken in Europa zu machen.“ Das Foro Madrid, eine von Disenso geförderte Initiative gegen den Sozialismus, bezeichnete das Treffen als „internationale kriminelle linke Allianz“ und sprach von einem „sozialistischen Hexensabbat“. Zudem wurde behauptet, die Veranstaltung solle eine „groteske Apotheose“ für Sánchez inszenieren, während dieser, so die Darstellung der Kritiker, „von Korruption in die Enge getrieben“ sei. Die Stiftung bezeichnete die Teilnehmer Lula da Silva und Sheinbaum als „freiheitsfeindliche Figuren“ und warf der spanischen Regierung Komplizenschaft mit „narkosozialistischen Radikalen“ vor. Vox-nahe Gruppen behaupteten zudem eine „progressive politische Harmonie“ zwischen der spanischen Regierung, terroristischen Organisationen und dem iranischen Regime – Behauptungen, die in der Berichterstattung durch keine andere Quelle gestützt werden. Die Kritik folgt einem Muster der Konfrontation zwischen der Regierung Sánchez und der spanischen Rechten, die sich durch die internationale Profilierung des Ministerpräsidenten im Vorfeld des Gipfels in Barcelona verschärft hat. Die Veranstaltung zieht auch nationales Interesse auf sich: Allein aus dem sozialistischen Regionalverband von Valencia reisen knapp 300 Mitglieder nach Barcelona, um an den Arbeitsgruppen teilzunehmen. Die Initiative zur globalen progressiven Mobilisierung wurde von Sánchez und Löfven im Oktober 2025 ins Leben gerufen, bevor Lula da Silva und die Progressive Allianz beitraten. Sánchez übernahm im November 2022 den Vorsitz der Sozialistischen Internationalen. Das Treffen in Barcelona findet zeitgleich mit der Versammlung zur Verteidigung der Demokratie statt, die in Quellen teils als vierte, teils als sechste Ausgabe bezeichnet wird – ein Zeichen für die laufenden Bemühungen mitte-links-orientierter Regierungen gegen den Rückbau demokratischer Standards. Der Gipfel steht im Kontext der im Februar 2026 begonnenen US-israelischen Militäroperation gegen den Iran sowie des anhaltenden Konflikts im Gazastreifen, beides Themen, bei denen sich Sánchez öffentlich gegen Trump und den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu positioniert hat.

Mentioned People

  • Pedro Sánchez — Premier Hiszpanii od 2018 roku i sekretarz generalny Hiszpańskiej Socjalistycznej Partii Robotniczej
  • Luiz Inácio Lula da Silva — 39. prezydent Brazylii sprawujący urząd od 2023 roku
  • Claudia Sheinbaum — 66. prezydent Meksyku od 2024 roku
  • Gustavo Petro — 35. prezydent Kolumbii od 2022 roku
  • Yamandú Orsi — 43. prezydent Urugwaju od marca 2025 roku
  • Cyril Ramaphosa — Prezydent RPA od 2018 roku
  • António Costa — Przewodniczący Rady Europejskiej od 2024 roku
  • Stefan Löfven — Przewodniczący Partii Europejskich Socjalistów od 2022 roku
  • Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
  • David Adler — Koordynator Międzynarodówki Progresywnej

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