Rumäniens Präsident Nicușor Dan hat am Freitag, 27. März 2026, die Ausfertigungsdekrete für das Staatshaushaltsgesetz 2026 und das Gesetz über den Staatshaushalt der Sozialversicherung unterzeichnet. Nur Stunden zuvor hatte das Verfassungsgericht von Rumänien seine Begründung veröffentlicht, mit der es die Klagen der Opposition zurückgewiesen hatte. Das Budget soll am 1. April 2026 in Kraft treten.

Dan unterzeichnet die Ausfertigung

Der Präsident setzte die Haushaltsgesetze wenige Stunden nach Veröffentlichung der CCR-Begründung in Kraft.

CCR weist Beschwerden zurück

Das Gericht erklärte die Einwände der AUR gegen das Verfahren und die Inhalte des Budgets für unbegründet.

Koalition streitet über Sozialhilfe

Ein Konflikt zwischen PSD und PNL verzögerte das Verfahren und brachte die Regierungsmehrheit unter Druck.

Romanischer Präsident Nicușor Dan unterzeichnete am Freitag, dem 27. März 2026, die Ausfertigungsdekrete für das Gesetz über den Staatshaushalt 2026 und das Gesetz über den Staatshaushalt der Sozialversicherung, wenige Stunden nachdem das Verfassungsgericht von Rumänien seine Begründung veröffentlicht hatte, mit der es die von der Opposition eingereichten Klagen zurückgewiesen hatte. Das Staatsoberhaupt setzte damit ein Versprechen um, das er am Vorabend gegeben hatte, als er erklärte, er werde handeln, sobald die Begründung des Gerichts im Cotroceni-Palast eingetroffen sei. Die Präsidialverwaltung bestätigte, dass Dan drei getrennte Dekrete unterzeichnet habe: eines für das Staatshaushaltsgesetz, eines für das Gesetz über den Sozialversicherungshaushalt und eines zur Billigung bestimmter Obergrenzen von Indikatoren im fiskal- und haushaltspolitischen Rahmen für 2026. Das Budget soll am 1. April 2026 in Kraft treten, drei Tage nach seiner Veröffentlichung im Monitorul Oficial. Dan hatte die Dringlichkeit des Zeitplans betont und darauf verwiesen, dass die öffentlichen Behörden ab diesem Datum einen funktionsfähigen Haushalt benötigten.

Verfassungsgericht weist AUR-Klage gegen den Haushalt zurück Die Allianz für die Vereinigung der Rumänen hatte gegen beide Haushaltsgesetze Verfassungsbeschwerden eingereicht. Sie argumentierte, das Gesetzgebungsverfahren sei übermäßig verdichtet worden und die Debatte im Parlament sei auf eine Formalität reduziert worden. Die Partei warf der Regierung schwere Verstöße gegen die Verfassung vor und erklärte, die Gesetze seien binnen weniger Tage ohne ausreichende Analyse ihrer wirtschaftlichen und sozialen Folgen verabschiedet worden. Der CCR wies diese Beschwerden am Donnerstag, 26. März, zurück und veröffentlichte seine ausführliche Begründung am Freitag. In seinem Beschluss erklärte das Gericht, die Einwände seien unbegründet, und viele der beanstandeten Punkte hätten im Verhältnis zur Verfassung keine rechtliche Relevanz. Beim Punkt der verkürzten Fristen im Parlament wies der CCR darauf hin, dass eine solche Verdichtung zulässig sei, wenn auf Grundlage der einschlägigen Verfassungsbestimmung ein Eilverfahren beschlossen werde. „Hinsichtlich der Kritik an der unrealistischen Grundlage des Staatshaushalts der Sozialversicherung angesichts der Überschätzung der Aufnahme von EU-Mitteln, der Inkonsistenz makroökonomischer Parameter und der übermäßigen Abhängigkeit vom Ausgleichszuschuss ist festzustellen, dass diese Aspekte in keiner Weise die Verfassungsmäßigkeit des Gesetzes betreffen” — CCR via Adevarul.ro Das Gericht erklärte zudem, die Tragfähigkeit des staatlichen Finanzplans sei eine Frage der politischen Verantwortung von Regierung und Parlament, nicht aber eine verfassungsrechtliche Frage.

Koalitionsstreit ging der Parlamentsabstimmung vom 20. März voraus Der Haushalt hatte das Parlament am 20. März 2026 nach fünf Tagen Debatte und einem deutlichen internen Streit in der Regierungskoalition passiert. 319 (Ja-Stimmen) — Parlamentsmehrheit, mit der der Haushalt 2026 angenommen wurde Das Gesetz wurde mit 319 Ja-Stimmen, 104 Nein-Stimmen und einer Enthaltung angenommen; zwei Abgeordnete entschieden sich dafür, anwesend zu sein, aber nicht abzustimmen. Im Zentrum stand ein Konflikt zwischen den beiden wichtigsten Koalitionspartnern, der Sozialdemokratischen Partei und der Nationalliberalen Partei, über einen Änderungsantrag der Sozialdemokraten zur Unterstützung schutzbedürftiger Menschen. Der Streit war so schwer, dass die Parlamentssitzungen für einen Tag vollständig ausgesetzt wurden, bevor sich die Koalitionsspitzen auf einen Kompromiss einigten. Das Haushaltsgesetz legt die zentralen finanziellen Mittel für das Jahr fest und umfasst Investitionen, Gesundheit, Bildung und Infrastruktur. Nach Angaben von Digi24 steht die Koalition nun vor einer weiteren Belastungsprobe, weil die Sozialdemokraten entscheiden sollen, ob sie in der Regierungsmehrheit bleiben oder in die Opposition gehen.

Nicușor Dan, Mathematiker und früherer Bürgermeister von Bukarest, wurde im Mai 2025 zum siebten Präsidenten Rumäniens gewählt, nachdem er nach monatelangen politischen Turbulenzen einen rechtsnationalen Herausforderer besiegt hatte. Seine Wahl folgte auf eine Phase erheblicher Instabilität in der rumänischen Politik. Das Haushaltsverfahren 2026 lief vor dem Hintergrund von Spannungen in der Koalition zwischen PSD und PNL, den beiden dominierenden Parteien der Regierungsmehrheit, ab. Rumänien steht seit Jahren unter Druck, sein Haushaltsdefizit zu senken, das in den vergangenen Jahren zu den größten in der Europäischen Union zählte.

Rumänien: Wichtige Daten zum Haushalt 2026: — ; — ; — ; —

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