US-Außenminister Marco Rubio hat den G7-Außenministern in Frankreich mitgeteilt, die amerikanisch-israelische Militäraktion gegen Iran werde voraussichtlich in „zwei bis vier Wochen“ abgeschlossen sein. Bodentruppen seien dafür nach Darstellung Washingtons nicht erforderlich. Parallel dazu rangen die G7-Staaten um eine gemeinsame Linie zum Schutz der Zivilbevölkerung und zur Sicherung der Schifffahrt im Persischen Golf.

Rubio nennt einen engen Zeitrahmen

Der US-Außenminister sagte, die Operation gegen Iran solle binnen zwei bis vier Wochen abgeschlossen sein. Bodentruppen seien dafür nach seiner Darstellung nicht nötig.

G7 fordert Schutz und freie Schifffahrt

Die Außenminister verlangten ein Ende der Angriffe auf Zivilisten und Infrastruktur und pochten auf sichere, freie Navigation in der Straße von Hormus.

Hinweise auf Gespräche mit Teheran

Wadephul und Rubio sprachen von indirekten Kontakten und möglichen direkten Gesprächen in Pakistan.

Iran erhebt Vorwürfe vor dem UN-Menschenrechtsrat

Teheran warf den USA und Israel beim UN-Gremium in Genf Kriegsverbrechen und Völkermordsabsicht vor.

US-Außenminister Marco Rubio hat den G7-Außenministern, die sich am 27. März 2026 in Vaux-de-Cernay in Frankreich trafen, mitgeteilt, die amerikanisch-israelische Militäraktion gegen Iran werde voraussichtlich innerhalb von „zwei bis vier Wochen“ beendet sein und mache den Einsatz von Bodentruppen nicht erforderlich. Rubio, der zugleich als amtierender National Security Advisor fungiert, kam einen Tag zu spät zu dem zweitägigen Gipfel, den Frankreich als Inhaber der G7-Präsidentschaft einberufen hatte. Nach dem Treffen sagte er Reportern, der Konflikt werde in „Wochen, nicht Monaten“ enden, und nannte als erklärte Ziele der Operation die Zerstörung iranischer Produktionsanlagen für Raketen, Geschosse und Drohnen sowie der Marine des Landes. Präsident Donald Trump setzte Iran getrennt davon eine Frist bis zum 6. April 2026 und gab Teheran damit zusätzliche Zeit, die Passage durch die Strait of Hormuz zu ermöglichen. Die Operation gegen Iran begann am 28. Februar 2026 und lief damit zum Zeitpunkt des G7-Treffens seit 27 Tagen.

G7-Verbündete dringen auf Schutz von Zivilisten und freien Seeweg Die G7-Außenminister forderten in einer gemeinsamen Erklärung die „sofortige Einstellung der Angriffe gegen die Zivilbevölkerung und die zivile Infrastruktur“ im Nahen Osten sowie die dauerhafte Wiederherstellung der „sicheren und freien Schifffahrt“ in der Straße von Hormus. Die Erklärung wurde nach zwei Tagen Beratungen in der Abbaye des Vaux-de-Cernay veröffentlicht, einem ehemaligen Kloster außerhalb von Paris. Europäische und kanadische Minister machten deutlich, dass sie sich militärisch nicht an dem Konflikt beteiligen würden. Sie signalisierten zugleich, sie könnten nach einem Ende der Kämpfe zu einer Mission zur Sicherung der Schifffahrt beitragen. Aus dem Umfeld der Gespräche hieß es, derzeit seien rund 300 Schiffe mit europäischem Bezug blockiert. Bundesaußenminister Johann Wadephul, der das Amt seit Mai 2025 innehat, sagte, die G7-Partner hätten die Themen „sehr gründlich“ besprochen, und es habe „absolut keine Meinungsverschiedenheiten“ über die zentralen Positionen gegeben. Wadephul zog zudem einen direkten Zusammenhang zwischen dem Iran-Konflikt und dem Krieg in der Ukraine und erklärte, Iran und Russland arbeiteten „sehr eng“ zusammen, beide Konflikte seien „eng miteinander verknüpft“. Frankreich, das die G7-Präsidentschaft innehat, signalisierte, es treibe eine „streng defensive“ maritime Mission voran. Der Flugzeugträger Charles de Gaulle sei im östlichen Mittelmeer stationiert, und der französische Generalstabschef Fabien Mandon habe nach Angaben 35 potenzielle Partnerstaaten auf allen Kontinenten kontaktiert. Italiens Außenminister Antonio Tajani sagte zu, sein Land werde „alle notwendigen Anstrengungen unternehmen“, um die Passage durch die Meerenge zu sichern, sobald dies möglich sei.

Die G7 — bestehend aus den Vereinigten Staaten, Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich, Italien, Japan und Kanada sowie der Europäischen Union als nicht gezähltem Teilnehmer — dient seit langem als Forum zur Abstimmung politischer Positionen unter den führenden Industriestaaten der Welt. Die Straße von Hormus ist seit Jahren ein Brennpunkt geopolitischer Spannungen mit Iran, das die Wasserstraße in Phasen verschärfter Konflikte mit westlichen Staaten bereits mehrfach zu schließen gedroht hat. Die derzeitige Militäraktion mit der Bezeichnung Operation Epic Fury begann am 28. Februar 2026 mit US- und israelischen Angriffen, bei denen auch der damalige Oberste Führer Ali Khamenei getötet wurde. Mojtaba Khamenei, sein Sohn, wurde am 9. März 2026 anschließend zum Obersten Führer ernannt.

Indirekte Kontakte zwischen den USA und Iran weisen auf Gespräche in Pakistan hin Wadephul sagte, er sei über „indirekte Kontakte“ zwischen Washington und Teheran informiert worden. Außerdem sei ein direktes Treffen vorbereitet worden, „das sehr bald in Pakistan stattfinden sollte“. Rubio selbst bestätigte, die US-Regierung habe mit dem „iranischen System“ „Botschaften und Signale“ über eine Bereitschaft zum Gespräch über „bestimmte Dinge“ ausgetauscht. Zugleich fügte er hinzu, Washington warte noch „auf eine Klärung, mit wem wir in den Verhandlungen sprechen werden“. Die Hinweise auf mögliche Gespräche kamen, obwohl Rubio die G7-Partner zugleich dazu drängte, sich stärker an der Sicherung der Straße von Hormus zu beteiligen. Er argumentierte, europäische Staaten hätten weit mehr Energie, die durch die Wasserstraße transportiert werde, als die Vereinigten Staaten. „Es liegt in Ihrem Interesse zu helfen. Andere Länder beziehen von dort viel mehr Treibstoff als wir. Nur sehr wenig unserer Energie verläuft durch die Straße von Hormus. Die Welt hat ein großes Interesse daran, deshalb sollten sie handeln.” — Marco Rubio via RTVE.es Die europäischen Verbündeten machten eine Beteiligung an einer Sicherheitsmission in Hormus von einer Deeskalation des größeren Konflikts abhängig. Zudem drängten sie Rubio auf genaue Informationen zu Berichten über Pläne des Pentagon, bis zu 10.000 zusätzliche Kampftruppen in die Region zu verlegen, wie es in Berichten hieß, auf die sich El Mundo bezog. Rubio hielt dagegen, dass Bodentruppen zur Erreichung der Ziele der Operation nicht nötig seien. 20 (Prozent) — Anteil der weltweiten Öllieferungen, die durch die Straße von Hormus laufen

Iran wirft den USA und Israel vor der UNO Kriegsverbrechen vor Am selben Tag, an dem das G7-Kommuniqué veröffentlicht wurde, befasste sich der UN Human Rights Council in Genf mit dem Vorwurf, die Vereinigten Staaten hätten eine Mädchenschule in der iranischen Stadt Minab bombardiert. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi sprach vor dem Rat und warf den Vereinigten Staaten und Israel vor, die „klare Absicht zum Völkermord“ zu haben. Den Angriff auf die Schule in Minab nannte er „ein Kriegsverbrechen und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit“. Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Turk, forderte die Regierung Trump auf, ihre Untersuchung des Vorfalls so rasch wie möglich abzuschließen und die Ergebnisse zu veröffentlichen. Die Vereinigten Staaten haben öffentlich weder bestätigt noch dementiert, für den Angriff auf Minab verantwortlich zu sein. Eine unabhängige Überprüfung der in den Berichten genannten Details lag nicht vor. Rubio stellte die größere Operation seinerseits als Versuch dar, Iran den Zugang zu Atomwaffen zu verwehren. „Es wäre wahnsinnig, wenn diese Leute Atomwaffen bekämen. Schauen Sie sich an, wozu sie die Waffen benutzen, über die sie heute schon verfügen. Sie greifen Botschaften an, sie greifen Hotels an. Stellen Sie sich vor, diese radikalen Verrückten hätten eine Atomwaffe, mit der sie die Welt bedrohen könnten.” — Marco Rubio via 20 minutos Die G7-Erklärung ging nicht direkt auf die Vorwürfe zum Angriff auf die Schule in Minab ein. Der Aufruf, Angriffe auf zivile Infrastruktur zu beenden, wurde jedoch an demselben Tag veröffentlicht, an dem die Sitzung des Rates stattfand. Auch der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha nahm an einem Teil der G7-Beratungen teil. Europäische und kanadische Minister bekräftigten dort ihre Unterstützung für die Ukraine.

Wichtige Ereignisse in der US-israelischen Operation gegen Iran: — ; — ; — ; — ; —

Mentioned People

  • Marco Rubio — 72. sekretarz stanu Stanów Zjednoczonych i p.o. doradcy ds. bezpieczeństwa narodowego
  • Johann Wadephul — niemiecki federalny minister spraw zagranicznych od maja 2025 roku
  • Abbas Araghchi — minister spraw zagranicznych Iranu od sierpnia 2024 roku
  • Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych

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