Die A-Junioren von Real Madrid haben sich im Schweizer Lausanne zum Champion der UEFA Youth League 2026 gekrönt. Im Finale gegen den Club Brügge setzte sich das Team von Trainer Álvaro López mit 4:2 im Elfmeterschießen durch. Torhüter Javi Navarro avancierte dabei mit zwei gehaltenen Strafstößen zum entscheidenden Akteur des Endspiels.

Titelgewinn für Real Madrid

Die U19 sicherte sich durch einen 4:2-Sieg im Elfmeterschießen gegen Club Brügge den zweiten Titel in der Vereinsgeschichte.

Matchwinner Javi Navarro

Der Torhüter parierte im Finale zwei Elfmeter, nachdem er bereits im Halbfinale drei Strafstöße abgewehrt hatte.

Historischer Erfolg für Brügge

Club Brügge stand als erster belgischer Verein überhaupt im Finale der Youth League.

Die U19 von Real Madrid, bekannt als Juvenil A, hat am Montag den Titel in der UEFA Youth League 2026 gewonnen. Nach einem 1:1 in der regulären Spielzeit im Stade de la Tuilière besiegten die Spanier den Club Brügge mit 4:2 im Elfmeterschießen. Torwart Javi Navarro war die Schlüsselfigur, indem er zwei gegnerische Elfmeter parierte und Real Madrid damit den zweiten Titel in diesem Wettbewerb sicherte. Da die Profi-Mannschaft des Vereins erst wenige Tage zuvor gegen den FC Bayern München aus der Champions League ausgeschieden war, bleibt der Erfolg der Jugendmannschaft die einzige europäische Trophäe, die in dieser Saison den Weg ins Bernabéu findet. Die Schützlinge von Trainer Álvaro López verwandelten durch Liberto, Dani Yáñez, Carlos Díez und Diego Aguado alle vier Elfmeter souverän. Der Club Brügge, der zum ersten Mal in einem Youth-League-Finale stand, erreichte als erster belgischer Verein überhaupt das Endspiel dieses Wettbewerbs.

Jacobo Ortega trifft sehenswert per Hacke Real Madrid dominierte die ersten 45 Minuten, wobei Dani Yáñez die Defensive von Club Brügge wiederholt vor Probleme stellte. Die Führung fiel in der 23. Minute: Eine Flanke von Jesús Fortea über den rechten Flügel wurde leicht abgefälscht, woraufhin Jacobo Ortega den Ball mit dem Rücken zum Tor per Hacke verwandelte – sein vierter Turniertreffer. Vor der Pause erspielte sich Real durch Jacobo und Yáñez weitere Gelegenheiten, verpasste es jedoch, die Führung auszubauen. Brügges Trainer Jonas De Roeck brachte zur Halbzeit Naïm Amengai, woraufhin die Belgier in der zweiten Hälfte besser in die Partie fanden. Besonders der 16-jährige slowenische Spielmacher Tian Nai Koren gewann an Einfluss. In der 64. Minute setzte sich Koren an der Torauslinie durch und bediente Tobias Lund Jensen, der zum Ausgleich einschob. Reals Lacosta versuchte in der 78. Minute die erneute Führung zu erzielen, doch sein abgefälschter Schuss wurde von Brügges Torhüter Argus Vanden Driessche pariert, was die Entscheidung ins Elfmeterschießen vertagte. „Man erkennt bei allen vier Klubs eine eigene Identität, nicht nur im Spielstil, sondern auch in der Art, wie Spieler gescoutet werden. Es gibt da eine echte Synergie in der DNA der Vereine, besonders wenn man sieht, wie bei Real und PSG die Prinzipien der Profis auf den Nachwuchs übertragbar sind.” — Ange Postecoglou via The New York Times

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Navarro pariert fünf Elfmeter in zwei Entscheidungen Javi Navarro hatte sich bereits vor dem Finale als herausragender Torhüter des Turniers profiliert, nachdem er im Halbfinal-Elfmeterschießen gegen Paris Saint-Germain drei Schüsse abgewehrt hatte. Im Endspiel verhinderte er gegen Naïm Amengai und Tian Nai Koren den Erfolg der Belgier. 5 (gehaltene Elfmeter) — durch Navarro in den Halbfinal- und Finalentscheidungen zusammen Die Partie wurde auf der Tribüne von Real-Präsident Florentino Pérez, Vereinslegende Roberto Carlos und UEFA-Präsident Aleksander Čeferin sowie Brügges Präsident Bart Verhaeghe und CEO Bob Madou verfolgt. Der ehemalige Trainer von Tottenham Hotspur und Nottingham Forest, Ange Postecoglou, wohnte dem Turnier als technischer Beobachter der UEFA bei. Postecoglou lobte insbesondere die Organisation des Club Brügge unter Jonas De Roeck sowie das Mittelfeldtrio von PSG, bestehend aus Aymen Assab, Diyinu Nzinga und Abo El Nay.

Real Madrids erster Youth-League-Titel datiert aus dem August 2020, als das Team unter Trainer Raúl González Blanco im Finale Benfica Lissabon besiegte; damals gehörten Spieler wie Miguel Gutiérrez, Sergio Arribas und Antonio Blanco zum Kader. Die UEFA Youth League wird seit 2013 jährlich ausgetragen. Im ewigen Ranking führt der FC Barcelona mit drei Titeln, während Real Madrid und Chelsea jeweils zweimal triumphierten. Der FC Porto gewann den Wettbewerb 2018/19, Benfica im Jahr 2021/22.

Historischer Erfolg für den Club Brügge endet ohne Trophäe Der Weg des Club Brügge ins Finale wurde in Medienberichten als bemerkenswerte Außenseitergeschichte gewürdigt. De Roeck, früherer Trainer von Westerlo und Antwerpen, führte sein Team im Halbfinale an Benfica vorbei, obwohl die Portugiesen laut der Zeitung De Standaard spielbestimmend gewesen waren. Trotz der Niederlage erhielten die Spieler nach dem Abpfiff stehende Ovationen ihrer mitgereisten Fans; der Verein kündigte für Mittwoch eine feierliche Ehrung an. Real Madrids Cheftrainer Álvaro Arbeloa, der die erste Mannschaft leitet, kann nach diesem Erfolg auf eine neue Generation von Talenten blicken. El Periódico wies jedoch darauf hin, dass derzeit kein Spieler aus dem siegreichen Kader fest zum Profiteam gehört. Insgesamt besuchten laut der New York Times 15.000 Zuschauer die drei Partien in Lausanne. Begleitet wurde das Turnier auch von Berichten über Benfica-Fans, die in einem vorangegangenen Spiel im Stadion Pyrotechnik gezündet hatten.

FC Barcelona: 3, Real Madrid: 2, Chelsea: 2, FC Porto: 1, Benfica: 1

Mentioned People

  • Florentino Pérez — Prezes Realu Madryt
  • Roberto Carlos — Legenda Realu Madryt i były obrońca reprezentacji Brazylii
  • Aleksander Čeferin — Prezydent UEFA
  • Ange Postecoglou — Trener piłkarski, ostatnio pracujący jako szkoleniowiec angielskiego klubu Nottingham Forest
  • Jacobo Ortega — Zawodnik Real Madryt Juvenil A, strzelec gola w finale
  • Jonas De Roeck — Belgijski trener piłkarski
  • Javi Navarro — Bramkarz Real Madryt Juvenil A
  • Álvaro Arbeloa — Hiszpański trener, obecnie związany z Realem Madryt

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