Der polnische Fußballverband PZPN hat den Tod des Co-Trainers der Nationalmannschaft bestätigt. Jacek Magiera brach am 10. April 2026 während eines morgendlichen Lauftrainings in Breslau zusammen. Trotz sofortiger medizinischer Versorgung im Militärkrankenhaus konnte der 49-Jährige nicht gerettet werden.

Überraschender Tod

Jacek Magiera verstarb am 10. April 2026 im Alter von 49 Jahren nach einem Zusammenbruch beim Lauftraining.

Karriere bei Legia

Als Spieler und Trainer prägte er die Erfolge von Legia Warschau, inklusive Meisterschaften und der Champions-League-Teilnahme.

Nationalmannschaft

Zuletzt war er seit Juli 2025 als Co-Trainer unter Jan Urban für die polnische Nationalauswahl tätig.

Jacek Magiera, Co-Trainer der polnischen Fußballnationalmannschaft, ist am 10. April 2026 in Breslau im Alter von 49 Jahren verstorben. Der Polnische Fußballverband bestätigte die Nachricht in den sozialen Medien und sprach seiner Familie tiefes Beileid aus. Magiera war während einer morgendlichen Laufeinheit zusammengebrochen und wurde umgehend in das Militärkrankenhaus in Breslau eingeliefert, wo nur noch sein Tod festgestellt werden konnte. Sein plötzliches Ableben löste in der polnischen Fußballgemeinschaft Bestürzung aus; zahlreiche Beileidsbekundungen aus der gesamten Sportwelt trafen binnen kurzer Zeit ein. Er hinterlässt seine Frau Magdalena sowie zwei Kinder, Małgorzata und Jan.

Erfolgreiche Spielerkarriere bei Legia Warschau Magiera wurde am 1. Januar 1977 in Tschenstochau geboren und begann seine fußballerische Laufbahn beim lokalen Verein Raków Częstochowa, für den er auch in der Ekstraklasa debütierte. Im Jahr 1997 wechselte er zu Legia Warschau, wo er bis 2006 blieb – unterbrochen von einem halbjährigen Gastspiel bei Widzew Łódź – und die größten Erfolge seiner aktiven Karriere feierte. Mit Legia gewann er zwei polnische Meisterschaften, den polnischen Pokal, den Supercup und den Ligapokal. Er beendete seine Spielerkarriere bei Cracovia, nachdem er insgesamt 233 (Ekstraklasa-Einsätze) — Erstliga-Partien für Magiera absolviert hatte, in denen er 25 Tore erzielte. Auf Jugendebene gewann er mit Polen 1993 die U16-Europameisterschaft und führte die U17-Auswahl im selben Jahr als Kapitän auf den vierten Platz bei der Weltmeisterschaft.

Der polnische Fußball hat bereits mehrere Trainer hervorgebracht, die nach erfolgreichen Karrieren bei Legia Warschau in bedeutende Trainerrollen wechselten. Magieras Triumph bei der U16-Europameisterschaft 1993 gilt bis heute als einer der größten Erfolge im polnischen Nachwuchsfußball. Seine neun Jahre als Spieler bei Legia, von 1997 bis 2006, machten ihn zu einer der prägenden Figuren des Vereins in dieser Ära. Der Kader der Meisterschaftssaison 2002, dem Magiera angehörte, wurde in den Nachrufen nach seinem Tod vielfach gewürdigt.

Champions-League-Teilnahme und Vizemeisterschaft in Breslau Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn schlug Magiera die Trainerlaufbahn ein. Zunächst arbeitete er als Assistent bei der polnischen U18-Nationalmannschaft, bevor er Aufgaben auf Vereinsebene übernahm. Er trainierte Zagłębie Sosnowiec und war zweimal Cheftrainer bei Śląsk Wrocław, den er in der Saison 2023/2024 zur polnischen Vizemeisterschaft führte. Seine prestigeträchtigste Station auf Vereinsebene war Legia Warschau: Er führte das Team in die Gruppenphase der Champions League, gewann in der Saison 2016/2017 die polnische Meisterschaft und war am Titelgewinn im darauffolgenden Jahr ebenfalls beteiligt. Im Juli 2025 wechselte er als Assistent von Cheftrainer Jan Urban zum Trainerstab der polnischen A-Nationalmannschaft. In dieser Funktion war er Teil des Teams, das das Finale der Play-offs zur Weltmeisterschaft 2026 erreichte, welches Polen mit 2:3 gegen Schweden in Stockholm verlor.

„Mit großer Trauer und Fassungslosigkeit habe ich die Nachricht vom Tod von Jacek Magiera aufgenommen. Es fällt schwer, angesichts eines so plötzlichen und vollkommen unerwarteten Verlustes die richtigen Worte zu finden.” — Cezary Kulesza via sportowefakty.wp.pl

„Jacek war ein außergewöhnlicher Fußballer, ein großartiger Trainer, aber vor allem ein sehr guter Mensch, auf den man sich immer verlassen konnte.” — Cezary Kulesza via sportowefakty.wp.pl

Trauer in der gesamten Fußballwelt Zahlreiche Persönlichkeiten des polnischen Fußballs bekundeten ihr Beileid, darunter der ehemalige PZPN-Präsident Zbigniew Boniek. Boniek, der Magiera einst die Leitung der polnischen U20-Nationalmannschaft anvertraut hatte, schilderte, wie er während einer Autofahrt von der Nachricht erfuhr. Magiera sei zum Laufen gegangen, ohnmächtig geworden und nicht mehr nach Hause zurückgekehrt.

„Das Leben und die Ereignisse um uns herum sind manchmal grausam. Jacek Magiera war einer der Menschen, vor denen ich den größten Respekt hatte.” — Zbigniew Boniek via polsatsport.pl

Radosław Piesiewicz, Präsident des Polnischen Olympischen Komitees, sprach der Familie Magieras ebenfalls sein Beileid aus. Der Journalist Sebastian Staszewski berichtete, er habe noch am Vortag mit Magiera gesprochen und ein Treffen auf einen Kaffee in Breslau vereinbart. Ehemalige Weggefährten wie Bogusław Leśnodorski bezeichneten Magiera als „einen der besten Menschen, denen ich in meinem Leben begegnet bin“. Der PZPN rief Medien und Kommentatoren dazu unterdessen auf, die Privatsphäre der trauernden Familie in dieser schweren Zeit zu respektieren.

Mentioned People

  • Jacek Magiera — Polski piłkarz, trener i działacz piłkarski
  • Jan Urban — Selekcjoner reprezentacji Polski od 16 lipca 2025 roku
  • Cezary Kulesza — Prezes Polskiego Związku Piłki Nożnej (PZPN)
  • Zbigniew Boniek — Były prezes PZPN i wybitny polski piłkarz
  • Radosław Piesiewicz — Prezes Polskiego Komitetu Olimpijskiego

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