Die Darts Regulation Authority (DRA) hat am 9. April 2026 entschieden, Transfrauen künftig die Teilnahme an reinen Frauenturnieren zu untersagen. Die Professional Darts Corporation (PDC) übernahm die Neuregelung umgehend, was faktisch das Ende der Karriere von Noa-Lynn van Leuven in der Frauen-Serie bedeutet. Die Entscheidung stützt sich auf ein biologisches Gutachten der Universität Manchester.

Ausschluss von Frauenturnieren

Die DRA untersagt Transfrauen die Teilnahme an reinen Frauen-Wettbewerben und beschränkt diese auf biologische Frauen.

Biologisches Gutachten als Basis

Dr. Emma Hilton führt körperliche Vorteile wie Reichweite und Stabilität an, die Männern im Dartsport einen Vorteil verschaffen würden.

Reaktion von van Leuven

Die profilierte Spielerin Noa-Lynn van Leuven sieht in der Entscheidung das faktische Ende ihrer professionellen Karriere in der Frauen-Serie.

Internationaler Trend

Die Entscheidung folgt auf neue, strengere Richtlinien des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) für die Frauen-Kategorie.

Die Darts Regulation Authority hat am 9. April 2026 Transfrauen von Dartsturnieren der Frauen-Kategorie ausgeschlossen. Laut der neuen Regelung sind nur noch biologische Frauen berechtigt, an entsprechenden Wettbewerben der DRA teilzunehmen. Die Behörde stützte ihre Entscheidung auf eine Untersuchung von Dr. Emma Hilton, einer Entwicklungsbiologin an der Universität Manchester. Hilton kam zu dem Ergebnis, dass Darts als „geschlechtsspezifisch beeinflusste Sportart“ einzustufen sei, bei der biologisch männliche Merkmale einen messbaren Wettbewerbsvorteil verschaffen würden. Die Professional Darts Corporation setzte die neuen Richtlinien unmittelbar nach der Veröffentlichung der DRA-Erklärung um. Die Entscheidung beendet effektiv die Teilnahme der niederländischen Spielerin Noa-Lynn van Leuven an Frauen-Wettbewerben, wenngleich Transgender-Spieler weiterhin in offenen Turnieren, wie der PDC-Weltmeisterschaft, startberechtigt bleiben. Hilton-Bericht nennt Körpergröße und Gliedmaßenlänge als FaktorenDer Bericht von Hilton argumentiert, dass sich „viele kleine geschlechtsspezifische Unterschiede summieren“, um einen männlichen Vorteil gegenüber weiblichen Spielern im Dartsport zu erzeugen. Konkret nennt der Bericht eine größere Körpergröße, längere Gliedmaßen, breitere Schultern, mehr Muskelmasse und steifere Sehnen als physische Merkmale, die „Reichweite, Stabilität und Wurftechnik verbessern, was die Beständigkeit und Präzision beeinflusst“. Die DRA zitierte diese Analyse in ihrer offiziellen Stellungnahme und erklärte, dass die Beschränkung der Frauenturniere auf biologische Frauen notwendig sei, „um einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten“. Die Behörde betonte zudem ihr Ziel der Inklusion; alle Spieler seien unabhängig vom biologischen Geschlecht oder der Geschlechtsidentität eingeladen, an offenen Turnieren teilzunehmen. Unter Experten ist der Bericht jedoch nicht unumstritten. Die Sportphilosophin Sandra Meeuwsen sagte gegenüber de Volkskrant, die Argumentation sei zwar „sehr geschickt“, doch die genannten biologischen Faktoren seien „nicht entscheidend – zumindest nicht im Dartsport“. Die DRA reagierte bislang nicht auf diese Kritik. Van Leuven nennt Entscheidung einen schweren RückschlagNoa-Lynn van Leuven, die insgesamt 6 (Titel) — PDC Women's Series Titel gewonnen von van Leuven Titel in der PDC Women’s Series gewann und als erste Transgender-Person an der PDC-Weltmeisterschaft teilnahm, bezeichnete den Beschluss als erzwungenen Rücktritt im Alter von 29 Jahren. Van Leuven, die sich 2014 für eine geschlechtsangleichende Operation entschied und ihre Transition 2022 abschloss, erfuhr nach eigenen Angaben per E-Mail von der Regelung. „Die DRA hat schlicht beschlossen, dass Transfrauen bei Frauen-Events nicht mehr zugelassen sind, was für mich im Grunde das Aus bedeutet.” — Noa-Lynn van Leuven via Reuters In einem Video auf Instagram thematisierte sie die persönlichen Folgen. „Ich habe jahrelang hart gearbeitet, um hierher zu kommen. Und jetzt wird mir durch eine einzige Entscheidung gesagt, dass ich nicht mehr dazugehöre.” — Noa-Lynn van Leuven via RP Online Paul Engelbertink, Direktor des niederländischen Darts-Verbandes, zeigte sich unsicher, ob van Leuven künftig in der offenen Kategorie antreten werde, die von Spielern wie Luke Littler, Gian van Veen und Michael van Gerwen dominiert wird. Er nannte die Situation bedauerlich und wies darauf hin, dass van Leuven bereits in den vergangenen zwei Jahren mit teils massiven Anfeindungen aus Teilen der Darts-Gemeinschaft konfrontiert gewesen sei. IOC-Entscheidung zu Gentests schuf PräzedenzfallDas Urteil der DRA erfolgte wenige Wochen nach einer Ankündigung des Internationalen Olympischen Komitees. Dieses hatte am 26. März 2026 erklärt, dass ab den Spielen 2028 in Los Angeles nur noch biologische Frauen, deren Status durch einen SRY-Gentest bestätigt wurde, in der Frauen-Kategorie startberechtigt sind. Van Leuven zog eine direkte Verbindung zwischen den beiden Entscheidungen und bezeichnete das DRA-Urteil als weiteren schweren Schlag gegen die Trans-Gemeinschaft nach den Beschlüssen des IOC. Die DRA selbst bezog sich in ihrer Erklärung auf das IOC und ordnete die eigene Prüfung in einen breiteren sportpolitischen Trend ein. „Jeden Tag wird es für Transgender-Personen schwieriger, schlicht zu existieren und Wettbewerbe zu bestreiten. Wer glaubt, dass das bei mir aufhört, irrt sich.” — Noa-Lynn van Leuven via Ouest France Die Neuregelung gilt mit sofortiger Wirkung für alle Frauenturniere unter DRA-Aufsicht. Van Leuven bleibt jedoch startberechtigt für die PDC-Weltmeisterschaft im Alexandra Palace, die als offenes Turnier geführt wird.Darts verfügte historisch über eine sehr offene Wettbewerbsstruktur, wobei die Weltmeisterschaft im Alexandra Palace das wichtigste Ereignis darstellt. Van Leuven schrieb Geschichte als erste offen lebende Transgender-Person in einem Fernsehturnier. Bereits zwei Jahre vor dem DRA-Urteil hatten sich zwei Spielerinnen geweigert, gemeinsam mit van Leuven im niederländischen Nationalteam anzutreten, was zu öffentlicher Kritik durch Topspieler wie Michael van Gerwen führte. Die IOC-Entscheidung vom März 2026 für verpflichtende SRY-Gentests markiert eine signifikante Zäsur in der internationalen Sportpolitik.

Mentioned People

  • Noa-Lynn van Leuven — Holenderska zawodniczka darta startująca w zawodach Professional Darts Corporation (PDC)
  • Emma Hilton — Biolog rozwojowa z Uniwersytetu w Manchesterze i członkini Sex Matters
  • Kirsty Coventry — Przewodnicząca Komisji Sportowej Międzynarodowego Komitetu Olimpijskiego (MKOl) i była pływaczka olimpijska
  • Ahmed al-Sharaa — Prezydent Syrii (okres przejściowy)

Sources: 15 articles