In Warschau haben am Donnerstag hochrangige Vertreter aus Politik und Sport dem verstorbenen Co-Trainer der polnischen Nationalmannschaft, Jacek Magiera, die letzte Ehre erwiesen. Der 49-Jährige war am 10. April 2026 überraschend nach einem Zusammenbruch während einer Laufeinheit in Breslau verstorben. Neben Staatspräsident Karol Nawrocki nahmen auch Verbandschef Cezary Kulesza und Kapitän Robert Lewandowski an der Zeremonie in der Feldkathedrale der Polnischen Armee teil.
Staatliche Ehrung
Präsident Nawrocki verlieh Magiera posthum das Offizierskreuz des Ordens Polonia Restituta für seine Verdienste.
Prominente Trauergäste
Die gesamte Spitze des polnischen Fußballs, einschließlich Robert Lewandowski und Verbandschef Cezary Kulesza, nahm Abschied.
Sportliches Erbe
Magiera galt als einer der profiliertesten Trainer Polens und war als künftiger Nationaltrainer im Gespräch.
Polen hat am Donnerstag Abschied von Jacek Magiera genommen, dem Co-Trainer der polnischen Fußballnationalmannschaft, der am 10. April 2026 im Alter von 49 Jahren plötzlich verstarb. Magiera war während eines morgendlichen Laufs im Park Grabiszyński in Breslau zusammengebrochen. Ein Trauergottesdienst begann mittags in der Feldkathedrale der Polnischen Armee in der Warschauer Długa-Straße, zu dem die höchsten Staats- und Sportrepräsentanten des Landes erschienen. Unter den Trauergästen befanden sich Polens Präsident Karol Nawrocki, Sport- und Tourismusminister Jakub Rutnicki, der Präsident des polnischen Fußballverbandes PZPN, Cezary Kulesza, Nationaltrainer Jan Urban sowie Kapitän Robert Lewandowski. Trotz schneller Hilfe durch Rettungskräfte, Reanimationsversuchen und der Einlieferung in das Militärkrankenhaus in Breslau konnte Magiera nicht gerettet werden. Die genaue Todesursache wurde bisher nicht bestätigt.
Präsident verleiht posthume staatliche Auszeichnung in der Kathedrale Während der Trauerzeremonie in der Feldkathedrale zeichnete Präsident Karol Nawrocki Jacek Magiera posthum mit dem Offizierskreuz des Ordens Polonia Restituta aus, einer der höchsten staatlichen Auszeichnungen Polens. Die Witwe des Verstorbenen, Magdalena Magiera, nahm den Orden aus den Händen des Präsidenten entgegen. Der erfahrene Trainer Andrzej Strejlau beschrieb Magiera gegenüber der polnischen Nachrichtenagentur PAP als einen Mann von seltener Integrität, der sich voll und ganz seinen Mitmenschen gewidmet habe. „Ein rechtschaffener Mensch ist von uns gegangen, der stets versuchte, anderen zu helfen, und der in seinem Leben von außergewöhnlicher Ehrlichkeit geleitet wurde” — Andrzej Strejlau via PAP Strejlau betonte zudem, dass Magieras Tod angesichts seiner hervorragenden körperlichen Verfassung besonders erschütternd sei; er erinnerte daran, dass der Trainer oft nach den Einheiten mit der Nationalmannschaft zusätzliche Läufe angekündigt habe. Auch Trainerlegende Bogusław Kaczmarek äußerte sich gegenüber PAP tief bewegt über den menschlichen und fachlichen Verlust. „Der Tod von Jacek Magiera ist eine menschliche Tragödie. Schließlich ist ein junger Mann, Ehemann und Vater plötzlich von uns gegangen, jemand, der sicher den Kopf voller Ideen hatte und an dessen familiären wie beruflichen Plänen es nicht mangelte. In diesem zweiten Kontext ist es zudem ein großer Verlust für den polnischen Fußball, denn ich sah in ihm einen künftigen Nationaltrainer Polens” — Bogusław Kaczmarek via PAP
Breslauer Fans entzündeten Bengalos vor der Überführung nach Warschau Bereits vor den Feierlichkeiten in Warschau hatten sich am Dienstag, den 14. April, hunderte Menschen in der Breslauer Franz-von-Assisi-Kirche zu einer Dankmesse für Magieras Leben versammelt, in der Pater Sylwester Łaska die Predigt hielt. „Der Herrgott hat ihn früh zu sich gerufen, aber ich weiß, dass Jacek keine einzige Minute seines Lebens verschwendet hat. Er hat uns diese Zeit geschenkt – seiner Familie, den Spielern, so viel sie brauchten” — Pater Sylwester Łaska via Gazeta Wrocławska Als der Sarg die Kirche verließ, applaudierten die Fans lautstark, riefen Magieras Namen und entzündeten Bengalos vor dem Gotteshaus. Der Sarg, geschmückt mit einem Schal von Śląsk Wrocław und der Aufschrift „Polnischer Meister 1977“, traf am Donnerstag gegen 11:30 Uhr an der Warschauer Kathedrale ein. Magieras Familie bat die Trauernden, von Blumen abzusehen und stattdessen Messen für den Verstorbenen lesen zu lassen. Robert Lewandowski drückte seine Trauer in den sozialen Medien aus. „Trainer, so sollte es nicht kommen...” — Robert Lewandowski via Polsat News Seit Freitag, dem 10. April, wird vor allen Fußballspielen der zentralen Spielklassen in Polen eine Schweigeminute zu Ehren Magieras abgehalten.
Eine Karriere zwischen Ekstraklasa-Erfolgen und europäischen Nächten Jacek Magiera wurde am 1. Januar 1977 in Tschenstochau geboren und begann seine Laufbahn bei seinem Heimatverein Raków Częstochowa, für den er am 18. März 1995 gegen Stal Mielec in der Ekstraklasa debütierte. Er absolvierte 38 (Ligaspiele) — Magieras Einsätze in der Ekstraklasa für Raków für Raków und erzielte acht Tore, bevor er neun Jahre lang bei Legia Warschau spielte. Dort gewann er 1997 den polnischen Pokal und die Vizemeisterschaft sowie im Folgejahr den Supercup. Vor seinem Wechsel ins Trainerfach war er zudem für Widzew Łódź und Cracovia aktiv. Als Trainer führte er Legia Warschau 2016 zur polnischen Meisterschaft und betreute den Verein in der Champions League, wo das Team unter anderem ein 3:3-Unentschieden gegen Real Madrid erreichte und Sporting Lissabon mit 1:0 besiegte. Später feierte er mit Śląsk Wrocław im Jahr 2024 die Vizemeisterschaft und fungierte seit Juli 2025 als wichtigster Assistent von Nationaltrainer Jan Urban. Abseits des Platzes erwarb Magiera einen Magistergrad in Geschichte an der Jan-Długosz-Akademie in Tschenstochau mit einer Arbeit über heraldische Emblematik bei Fußballvereinen. Als Spieler war er 1993 U16-Europameister geworden.
Mentioned People
- Jacek Magiera — Asystent trenera reprezentacji Polski i były zawodnik Legii Warszawa
- Karol Nawrocki — Prezydent Rzeczypospolitej Polskiej od 6 sierpnia 2025 roku
- Jakub Rutnicki — Minister Sportu i Turystyki w trzecim rządzie Donalda Tuska od 2025 roku
- Jan Urban — Selekcjoner reprezentacji Polski od 16 lipca 2025 roku
- Cezary Kulesza — Prezes Polskiego Związku Piłki Nożnej (PZPN) od 2021 roku
- Robert Lewandowski — Kapitan reprezentacji Polski w piłce nożnej
- Magdalena Magiera — Wdowa po Jacku Magierze
Sources: 11 articles
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- Ostatnia droga Jacka Magiery. Prezydent Nawrocki odznaczył zmarłego trenera. ZOBACZ ZDJĘCIA | Niezalezna.pl (NIEZALEZNA.PL)
- Karol Nawrocki pośmiertnie odznaczył Jacka Magierę. Żona odebrała Order (sport.interia.pl)
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- Tłumy żegnają Jacka Magierę. Prezydent pojawił się osobiście (Do Rzeczy)
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- Piłkarskie środowisko żegna Jacka Magierę. Tysiące osób na pogrzebie trenera kadry i byłego piłkarza m.in. Cracovii (Gazeta Krakowska)
- Tłumy żegnają Jacka Magierę. "Odszedł człowiek prawy, który zawsze starał się pomagać innym" (www.polsatsport.pl)
- Tłumy żegnają Jacka Magierę. Wiadomo, kto pojawił się na pogrzebie (sportowefakty.wp.pl)