Die spanischen Fernsehmoderatoren Pablo Motos und Sonsoles Ónega haben am Dienstag, den 14. April 2026, fälschlicherweise behauptet, die Mehrwertsteuer auf Bücher betrage in Spanien 21 Prozent. Tatsächlich liegt der Satz bei einem stark ermäßigten Satz von 4 Prozent. Der Vorfall ereignete sich während der Unterhaltungssendung „El Hormiguero“ auf Antena 3.

Falschbehauptung in Prime-Time

Pablo Motos und Sonsoles Ónega nannten in der Sendung „El Hormiguero“ einen falschen Steuersatz von 21 % für Bücher.

Öffentliche Korrektur

Kulturminister Ernest Urtasun und die Steuerbehörde stellten klar, dass der tatsächliche Satz lediglich 4 % beträgt.

Entschuldigung der Moderatoren

Sowohl Motos als auch Ónega gaben am Folgetag Versäumnisse bei der Faktenprüfung zu und entschuldigten sich.

Die spanischen Fernsehmoderatoren Pablo Motos und Sonsoles Ónega behaupteten am Dienstag, dem 14. April 2026, fälschlicherweise, dass die Mehrwertsteuer auf Bücher in Spanien 21 % beträgt, obwohl der tatsächliche Satz bei stark ermäßigten 4 % liegt. Der Fehler unterlief während einer Folge von El Hormiguero auf dem Sender Antena 3, in der Ónega als Gast auftrat, um ihren neuen Roman „Llevará tu nombre“ zu bewerben. Beide Moderatoren nannten nicht nur die falsche Zahl, sondern bauten darauf eine längere On-Air-Debatte auf, in der sie eine Senkung oder gar Abschaffung des Steuersatzes forderten. Der Ausschnitt verbreitete sich schnell in den sozialen Medien und rief breite Kritik von Zuschauern und Medienkommentatoren hervor. Ernest Urtasun, Spaniens Kulturminister, gehörte zu denjenigen, die den Fehler öffentlich korrigierten. Sowohl Motos als auch Ónega entschuldigten sich am folgenden Tag in ihren jeweiligen Sendungen. Eine Live-Debatte auf Basis einer falschen ZahlWährend des Interviews eröffnete Pablo Motos das Thema mit der Behauptung, die Mehrwertsteuer für das Kino sei auf 10 % gesenkt worden, während Bücher bei 21 % verblieben seien; er verglich die Steuerlast für Bücher mit der einer Packung Ducados-Zigaretten. Sonsoles Ónega stimmte zu und verstärkte die Behauptung mit dem Argument, eine Kampagne zur Senkung des Satzes sei notwendig, da sie wolle, dass die Menschen mehr Bücher kaufen und die Verlagsbranche unterstützen. „„Nein, wir müssen eine Kampagne machen, um die Mehrwertsteuer auf Bücher zu senken. Es geht um Geld. Es sind zwanzig-und-ein-paar-Euro. 23 Euro sind viel Geld, und ich möchte, dass die Leute viele Bücher kaufen.“” — Sonsoles Ónega via El Confidencial Motos ging noch weiter und sagte, dass es eine solche Steuer auf Bücher in einem Land, das das Lesen fördern wolle, gar nicht geben dürfe. Die beiden scherzten sogar darüber, Regierungspräsidenten zu werden, um die Änderung umzusetzen, wobei Motos gegen Ministerpräsident Pedro Sánchez stichelte, der sich zu diesem Zeitpunkt auf einer China-Reise befand. Weder die Moderatoren noch ihre Produktionsteams überprüften die Zahl vor oder während der Ausstrahlung. Das soziale Netzwerk X versah das offizielle Video von „El Hormiguero“ mit einer Community-Anmerkung, die die Daten unter Berufung auf offizielle Unterlagen der Steuerbehörde als falsch kennzeichnete. Ónega übt Selbstkritik, Motos räumt Teamversagen einSonsoles Ónega ging am Mittwoch, dem 15. April, während ihrer eigenen Nachmittagssendung „Y ahora Sonsoles“ zusammen mit dem Psychologen Rafael Santandreu auf den Fehler ein. „„Gestern haben wir uns bei El Hormiguero bezüglich der Mehrwertsteuer auf Bücher geirrt. Sie liegt nicht bei 21 %, sondern bei 4 %. Ein Fehler! Ich geißele mich selbst und bin den ganzen Tag verzweifelt.“” — Sonsoles Ónega via El Confidencial Sie betonte, dass der Fehler völlig unbeabsichtigt gewesen sei und keine Absicht verfolgt habe, jemanden in die Irre zu führen oder anzugreifen. Pablo Motos eröffnete seine Mittwochsausgabe von „El Hormiguero“ mit einer eigenen Entschuldigung, bevor er den Gast des Abends, den Sänger Pablo Alborán, begrüßte. „„Sonsoles Ónega schlug dem Team vor, über die Mehrwertsteuer auf Bücher zu sprechen, weil ihr 21 % übertrieben erschienen. Wir haben ihr zugesagt, und niemand hat die Daten überprüft, was ein Fehler ist. Es stellte sich heraus, dass die Mehrwertsteuer auf Bücher 4 % beträgt.“” — Pablo Motos via 20 minutos Motos räumte ein, dass seine Sendung zwar um Gründlichkeit bemüht sei, man in diesem Fall jedoch versagt habe, und bat die Zuschauer um „tausend Entschuldigungen“. Seiner Schilderung nach lag der Ursprung des Themas bei Ónega, die es der Produktion vorgeschlagen hatte, wenngleich er die Mitverantwortung für die fehlende Verifizierung übernahm. Bücher unterliegen seit 1994 dem 4%-SatzDer stark ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 4 % für gedruckte Bücher gilt in Spanien seit einer Reform des Mehrwertsteuergesetzes (Gesetz 37/1992) im Jahr 1994 und ersetzte einen vorherigen Satz von 3 %. Derselbe Satz von 4 % wurde im Jahr 2020 auf digitale Bücher ausgeweitet. Bücher fallen in dieselbe Kategorie wie Grundnahrungsmittel und Medikamente, was die langjährige Politik widerspiegelt, Lesestoff als unverzichtbares Kulturgut und nicht als gewöhnliches Konsumgut zu behandeln. Der korrekte Satz ist in Artikel 91 des Gesetzes 37/1992 über die Mehrwertsteuer kodifiziert und wird explizit in der offiziellen Steuertabelle der Steuerbehörde aufgeführt. Einem Bericht der Vereinigung der spanischen Verlegergilden aus dem Jahr 2024 zufolge lag der Durchschnittspreis für ein gedrucktes Buch im Jahr 2024 bei 14,69 Euro. Derselbe Bericht stellte fest, dass sich 69,8 % der spanischen Bevölkerung im Jahr 2025 als Buchleser identifizierten. Der Vorfall erregte besonderes Aufsehen, da er nicht nur eine beiläufige Bemerkung war, sondern ein längeres Debattensegment darstellte, in dem beide Moderatoren die 21-Prozent-Marke wiederholt als Tatsache behandelten und als politisches Versäumnis der Regierung darstellten.Mehrwertsteuer auf Bücher in Spanien — Behauptung vs. Realität: In El Hormiguero genannter Satz (14. April 2026) (before: 21 % (allgemeiner Satz), after: Falsch – ein solcher Satz gilt nicht für Bücher); Tatsächlicher Satz für gedruckte Bücher (before: 3 % (vor 1994), after: 4 % stark ermäßigter Satz (seit 1994)); Tatsächlicher Satz für digitale Bücher (before: Nicht ermäßigt vor 2020, after: 4 % stark ermäßigter Satz (seit 2020))false: Pablo Motos und Sonsoles Ónega behaupteten am 14. April 2026, die Mehrwertsteuer auf Bücher in Spanien betrage 21 %. Der tatsächliche Satz beträgt 4 %. Dies ist ein stark ermäßigter Satz, der für gedruckte Bücher seit 1994 und für digitale Bücher seit 2020 gilt, wie in Artikel 91 des Gesetzes 37/1992 festgelegt und durch die offiziellen Tabellen der Steuerbehörde bestätigt. (Spanische Steuerbehörde, Gesetz 37/1992 zur Mehrwertsteuer)

Mentioned People

  • Pablo Motos — Hiszpański prezenter telewizyjny, gospodarz programu El Hormiguero od 2006 roku
  • Sonsoles Ónega — Hiszpańska dziennikarka, prezenterka telewizyjna i pisarka
  • Ernest Urtasun — Hiszpański ekonomista i polityk, obecny minister kultury

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