Nicolás Maduro sitzt seit rund 80 Tagen im Metropolitan Detention Center in Brooklyn in Untersuchungshaft. Sein Sohn spricht von veränderten körperlichen Bedingungen, während die Haftanstalt seit Jahren wegen ihrer Zustände kritisiert wird. Der frühere venezolanische Präsident wurde am 3. Januar 2026 von US-Kräften festgenommen und wenige Tage später wegen Drogenhandels angeklagt.
Maduro seit rund 80 Tagen in Untersuchungshaft
Der frühere Präsident Venezuelas sitzt seit dem 26. März 2026 im Metropolitan Detention Center in Brooklyn.
Sohn spricht von körperlicher Veränderung
Nicolás Maduro Guerra sagte, sein Vater trainiere täglich und werde schlanker und athletischer aus der Haft kommen.
MDC Brooklyn steht weiter in der Kritik
Anwälte und Insassen schildern dort gefährliche, unmenschliche und teils unhygienische Bedingungen.
Nicolás Maduro, der entmachtete Präsident von Venezuela, befindet sich seit dem 26. März 2026 seit rund 80 Tagen in Untersuchungshaft im Metropolitan Detention Center in Brooklyn. Die Haftbedingungen bezeichnet sein Sohn als körperlich verändernd. Maduro wurde am 3. Januar 2026 von US-Kräften festgenommen und bekannte sich zwei Tage später auf nicht schuldig bei den Anklagepunkten wegen Drogenhandels. Sein Sohn, der venezolanische Abgeordnete Nicolás Maduro Guerra, öffentlich als „Nicolasito“ bekannt, sagte, sein Vater trainiere täglich und werde voraussichtlich schlanker und athletischer aus der Haft kommen. Die Anstalt hat allerdings seit Langem einen Ruf für Zustände, die Anwälte und Insassen als gefährlich und unmenschlich beschrieben haben; einige nannten sie „Hell on Earth“.
Einzelzelle, kein Internet, nur 15-minütige Gespräche Maduro wird allein in einer Zelle ohne Zugang zum Internet oder zu Zeitungen festgehalten und ist damit von dem Informationsfluss abgeschnitten, der seine Jahre an der Macht geprägt hat. Sein einziger Kontakt zur Außenwelt besteht aus Telefonaten mit Familienmitgliedern und Anwälten, die jeweils auf 15 Minuten begrenzt sind. Als prominenter Häftling unterliegt er strengeren Bedingungen als die Allgemeinheit und wird aus Sicherheitsgründen von anderen Gefangenen getrennt. Die Mahlzeiten werden durch eine Klappe in der Zellentür gereicht, und die Freizeit ist stark eingeschränkt, meist auf Einzelsettings begrenzt. Maduro war von 2013 bis zu seiner Festnahme durch US-Kräfte am 3. Januar 2026 Präsident von Venezuela. Er wurde in die Vereinigten Staaten gebracht und wegen Drogenhandels angeklagt, auf nicht schuldig plädierte er am 5. Januar 2026 und erklärte, er sei „entführt“ worden. Seine Ehefrau Cilia Flores wurde gemeinsam mit ihm festgenommen und sieht sich gesonderten Vorwürfen gegenüber, mit Guerillagruppen und Drogenkartellen zusammengearbeitet zu haben, um Kokain in die Vereinigten Staaten zu schmuggeln. Die Bedingungen, mit denen Maduro konfrontiert ist, entsprechen dem üblichen Verfahren für hochrangige Bundesgefangene, die routinemäßig von der übrigen Gefängnispopulation isoliert werden.
Ehefrau getrennt untergebracht, Mitangeklagte ohne Kontakt Maduro kann nicht mit seiner Ehefrau Cilia Flores kommunizieren, die ebenfalls im Gewahrsam der US-Behörden in derselben Einrichtung sitzt. Gegen Flores wird der Vorwurf erhoben, mit Guerillagruppen und Drogenkartellen zusammengearbeitet zu haben, um Kokain in die Vereinigten Staaten zu schmuggeln. In US-Bundesverfahren ist es Mitangeklagten grundsätzlich untersagt, miteinander zu kommunizieren; diese Regel gilt unabhängig von ihrer persönlichen Beziehung. Die Trennung bedeutet, dass das Paar, das seit Jahren verheiratet ist und früher zu den mächtigsten Figuren in Venezuela gehörte, seit der Festnahme keinen direkten Kontakt hatte. CNN berichtete, dass selbst ohne die Mitangeklagten-Regel die Protokolle der Einrichtung eine solche Kommunikation verhindern würden.
Wurmbefallene Nahrung und eine Anstalt, die Reformen versprach Das MDC Brooklyn steht seit Langem wegen der Qualität des Essens in der Kritik. Anwälte berichten, Insassen erhielten abgelaufene, nicht durchgegarte oder verunreinigte Mahlzeiten. In einer 2024 vor einem Bundesgericht eingereichten Klage erklärte ein Häftling, er habe Bohnen bekommen, die „von Würmern befallen“ gewesen seien. Der Anwalt des Musikproduzenten Sean „Diddy“ Combs, der ebenfalls in der Einrichtung festgehalten wird, erklärte in einer separaten Eingabe an das Gericht, dort werde „immer wieder abgelaufenes oder von Würmern befallenes Essen serviert“. Nicolás Maduro Guerra deutete an, sein Vater habe Gewicht verloren, und CNN berichtete, die Qualität des Gefängnisessens könnte ein mitwirkender Faktor sein. Das US-Justizministerium hat die Vorwürfe durchgehend zurückgewiesen und erklärt, es gebe „keine Beweise“ dafür. US-Behörden versprachen 2024, die Zustände in der Einrichtung zu verbessern, doch laut Anwälten und Menschenrechtsorganisationen habe es seither keine grundlegenden Veränderungen gegeben. Der CNN-Rechtsanalyst Elie Honig, der das Gefängnis mehrfach besucht hat, beschrieb es als „dunkel, überfüllt und laut“, wobei Insassen wiederholt Angst um ihre persönliche Sicherheit geäußert hätten.
Mentioned People
- Nicolás Maduro — Wenezuelski polityk i były lider związkowy, który od 2013 roku jest de iure prezydentem Wenezueli
- Cilia Flores — Wenezuelska prawniczka i polityczka, która pełniła funkcję pierwszej damy Wenezueli od 2013 do 2026 roku
- Nicolás Maduro Guerra — Wenezuelski polityk i ekonomista oraz syn byłego prezydenta Wenezueli, Nicolása Maduro
Sources: 8 articles
- Maduro attend son procès dans un pénitencier de Brooklyn : "C'est l'enfer sur terre" (Courrier international)
- Venezuelas Ex-Präsident Maduro erneut zu Anhörung vor US-Gericht (tagesschau.de)
- Nicolás Maduro: Isolation und harte Bedingungen im New Yorker Gefängnis (20 Minuten)
- Gericht in New York: Zweite Anhörung von Maduro (newsORF.at)
- Près de trois mois après sa capture, Maduro revient devant la justice américaine (Courrier international)
- Nicolás Maduro: Zweiter Termin vor Gericht in den USA seit Gefangennahme (20 Minuten)
- Maduro nach Gefangennahme zum zweiten Mal vor US-Gericht (Süddeutsche Zeitung)
- Maduro nach Gefangennahme zum zweiten Mal vor US-Gericht - WELT (DIE WELT)
- Venezuela und USA: Maduro nach Gefangennahme zum zweiten Mal vor US-Gericht (ZEIT ONLINE)
- Ousted Venezuelan president Maduro to appear in New York court (France 24)