Irans Außenminister Abbas Araghchi hat am Mittwoch bestritten, dass Teheran mit Washington über ein Ende des Kriegs verhandle. Damit widersprach er direkt Präsident Donald Trump. Der Konflikt, der am 28. Februar 2026 begann, geht ohne Anzeichen einer Deeskalation in die vierte Woche. Zugleich melden mehrere Staaten neue Angriffe, während die USS Abraham Lincoln nach iranischer Darstellung unter Beschuss geraten sein soll.

Araghchi weist Gespräche zurück

Irans Außenminister bestreitet Verhandlungen mit Washington und lehnt eine Waffenruhe ab.

Trump-Regierung droht mit Eskalation

Karoline Leavitt sagt, Trump sei bereit, härtere Schläge auszuführen, falls Iran seine Bedingungen nicht akzeptiert.

Konflikt weitet sich regional aus

Berichtet werden Angriffe in mehreren Ländern sowie eine iranische Behauptung zu einem Treffer auf die USS Abraham Lincoln.

Irans Außenminister Abbas Araghchi hat am Mittwoch entschieden bestritten, dass Teheran mit Washington Verhandlungen über ein Ende des Kriegs führe. Damit widersprach er unmittelbar den Aussagen von Präsident Donald Trump, während der Konflikt, der am 28. Februar 2026 begonnen hat, in die vierte Woche ging und keine Anzeichen einer Deeskalation zeigte. Araghchi sagte im staatlichen Fernsehen, Iran habe nicht die Absicht zu verhandeln und werde den Widerstand fortsetzen. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, warnte, Trump sei bereit, „die Hölle loszulassen“, falls Iran seine Bedingungen nicht akzeptiere. Der Austausch widersprüchlicher öffentlicher Erklärungen erfolgte vor dem Hintergrund von Berichten über Bombardierungen in Iran, Israel, Libanon, Bahrain, Kuwait, Jordanien und Saudi-Arabien. Zudem geriet die USS Abraham Lincoln nach iranischer Darstellung unter einen Raketenangriff mit Marschflugkörpern. Teheran wertet US-Gespräche als Eingeständnis der NiederlageAraghchi deutete Trumps wiederholte öffentliche Hinweise auf laufende Gespräche als Zeichen von Schwäche und nicht als Diplomatie. „Hatten die Amerikaner nicht gesagt, sie wollten eine „bedingungslose Kapitulation“? Warum reden sie dann jetzt von Verhandlungen? Dass sie nun von Verhandlungen sprechen, ist genau ein Eingeständnis der Niederlage.” — Abbas Araghchi via eldiario.es Der iranische Außenminister schloss auch jede Waffenruhe aus und bezeichnete sie als „nichts anderes als denselben Teufelskreis, der dazu führt, dass sich der Krieg wiederholt“. Er beharrte darauf, dass Iran den Krieg zu seinen eigenen Bedingungen beenden wolle und dass dem iranischen Volk eine Entschädigung gezahlt werden müsse. Iran lehnte zudem formell einen US-Vorschlag zur Beendigung des Konflikts ab und bekräftigte, dass es seine als Verteidigung gegen Angriffe bezeichneten Maßnahmen fortsetzen werde, bis seine Forderungen erfüllt seien. Ein von Press TV zitierter iranischer Vertreter sagte, Teheran habe getrennt davon fünf eigene Bedingungen für ein Ende des Konflikts vorgelegt. Der Inhalt dieser Bedingungen wurde in den verfügbaren Berichten jedoch nicht näher ausgeführt. Leavitt droht mit härteren Schlägen, Trump beharrt auf GesprächenDie Regierung Trump hielt an ihrer doppelten Linie fest, einerseits diplomatische Kontakte zu behaupten und andererseits scharfe militärische Drohungen auszusprechen. „Wenn Iran die Realität des gegenwärtigen Augenblicks nicht akzeptiert, wenn es nicht versteht, dass es militärisch besiegt wurde (...), wird Präsident Trump dafür sorgen, dass es härtere Schläge erhält als alle, die es zuvor bekommen hat.” — Karoline Leavitt via ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL Leavitt fügte hinzu, Trump „bluffe nicht“ und Iran „solle nicht noch einmal einen Fehler machen“. Nach Angaben der New York Times, die sich auf anonym bleiben wollende Regierungsvertreter berief, umfasst ein 15-Punkte-Plan der USA Irans Atomprogramm, sein Raketenproduktionsprogramm und Seewege. Die New York Times berichtete zudem, Trump habe innenpolitische Motive dafür, die Gespräche öffentlich zu machen, weil der Krieg die Benzinpreise nach oben getrieben und vor den Kongresswahlen in der amerikanischen Öffentlichkeit an Zustimmung verloren habe. Die Straße von Hormus, durch die Schätzungen zufolge zuvor rund 20 Prozent der weltweiten Kohlenwasserstofftransporte liefen, wird seit Beginn des Kriegs de facto von Teheran blockiert, was die Treibstoffpreise deutlich steigen ließ.Die US-israelische Militärkampagne gegen Iran, die den Namen Operation Epic Fury trägt, begann am 28. Februar 2026. Die ersten Angriffe töteten Ali Khamenei, Irans langjährigen Obersten Führer. Mojtaba Khamenei, sein Sohn, wurde am 9. März 2026 zum Obersten Führer ernannt. Libanon wurde nach Berichten, auf die sich die Quellenartikel beziehen, am 2. März 2026 in den regionalen Konflikt hineingezogen. Krieg weitet sich regional aus, UN-Chef warnt vor KontrollverlustDer UN-Generalsekretär António Guterres warnte, der Krieg sei „außer Kontrolle“, während sich das geografische Ausmaß des Konflikts weiter vergrößerte. Israel bestätigte Angriffe in Teheran und Isfahan sowie in den südlichen Vororten von Beirut, die als Hochburg der proiranischen Bewegung Hisbollah beschrieben werden. Libanesische Behörden berichteten, israelische Angriffe seit dem 2. März hätten mehr als 1.000 Menschen getötet und mehr als 1 Million Menschen vertrieben. Die iranische Marine erklärte, sie habe Marschflugkörper auf die USS Abraham Lincoln abgefeuert, und warnte vor weiteren solchen Angriffen. Eine Reaktion des US-Militärs auf diese Behauptung wurde in den verfügbaren Berichten nicht näher beschrieben. Iran drohte außerdem damit, eine neue Front zu eröffnen und Schiffe im Roten Meer anzugreifen, falls die Vereinigten Staaten eine Bodeninvasion beginnen sollten. Pressedarstellungen deuteten darauf hin, dass in diesem Szenario Tausende zusätzliche US-Soldaten in den Nahen Osten verlegt werden könnten. Ein als Shayan identifizierter 40-jähriger Einwohner Teherans sagte der AFP: „Es gibt Benzin, Wasser und Strom. Aber wir alle haben ein Gefühl der Hilflosigkeit. Wir wissen nicht, was wir tun sollen, und die Wahrheit ist, dass wir eigentlich nichts tun können.” — Shayan via AFP Zentrale Ereignisse im US-Israel-Krieg gegen Iran: — ; — ; — ; — ; —

Mentioned People

  • Abbas Araghchi — Iranian diplomat and politician who has served as the foreign minister of Iran since August 2024
  • Donald Trump — 47th President of the United States
  • Karoline Leavitt — 36th White House press secretary since 2025
  • António Guterres — ninth secretary-general of the United Nations

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