Der französische Präsident Emmanuel Macron und Japans Premierministerin Sanae Takaichi haben ihre gemeinsame Pressekonferenz im Akasaka-Palast mit einer außergewöhnlichen Referenz an die Popkultur beendet. Beide Staatschefs vollführten das „Kamehameha“, die bekannte Geste aus der Anime-Serie Dragon Ball. Der zweitägige Staatsbesuch am 11. März 2026 stand im Zeichen einer vertieften Sicherheits- und Industriekooperation zwischen beiden Nationen.
Diplomatische Annäherung
Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung zu Verteidigung, KI und kritischen Mineralien zur Stärkung der strategischen Autonomie.
Distanz zur US-Iran-Politik
Macron stellt klar, dass Frankreich nicht an der US-israelischen Offensive gegen den Iran beteiligt ist und nicht konsultiert wurde.
Kulturdiplomatie
Beide Staatschefs nutzen Dragon-Ball-Referenzen, um die Bedeutung des Manga-Marktes und kultureller Exporte zu unterstreichen.
Der französische Präsident Emmanuel Macron und die japanische Premierministerin Sanae Takaichi beendeten am Mittwoch ihre gemeinsame Pressekonferenz im Akasaka-Palast in Tokio mit einem unerwarteten Moment der Popkultur. Beide Staatschefs vollführten das „Kamehameha“ – die ikonische Energiewellen-Geste aus der Anime-Serie Dragon Ball. Takaichi initiierte die Geste nach dem traditionellen Handschlag, indem sie beide Arme mit offenen Händen in die typische Pose ausstreckte. Macron reagierte sichtlich amüsiert und schloss sich ohne Zögern an, woraufhin der Saal mit Lachen und Applaus reagierte. Später teilte Macron den Moment in den sozialen Medien mit der Bildunterschrift „Fusion!“ – ein Verweis auf eine weitere Technik der Dragon-Ball-Reihe. Dieser lockere Austausch bildete den Abschluss eines substanziellen zweitägigen Besuchs, bei dem Sicherheit, industrielle Zusammenarbeit und kulturelle Bindungen im Mittelpunkt standen.
Gemeinsame Erklärung umfasst Verteidigung, KI und kritische Mineralien Der diplomatische Kern des Besuchs war eine von beiden Regierungschefs unterzeichnete gemeinsame Erklärung. Frankreich und Japan verständigten sich auf einen Fahrplan für gemeinsame Militärübungen und eine engere Koordinierung in internationalen Krisen, insbesondere mit Blick auf die Stabilität in der Region Indopazifik. Im wirtschaftlichen Bereich wurden Abkommen zur Stärkung der Lieferketten für kritische Mineralien unterzeichnet, die für die High-Tech-Industrie von Bedeutung sind. Zudem forcierten beide Seiten Partnerschaften in den Bereichen Kernenergie, künstliche Intelligenz, Raumfahrt und Gesundheit. Macron bezeichnete die bilateralen Beziehungen als mögliches Fundament für eine „Koalition der Unabhängigen“. Diese solle europäische, asiatische und wichtige Schwellenländer wie Indien und Brasilien umfassen, um die strategische Autonomie gegenüber dem Einfluss von US-Präsident Donald Trump zu wahren. Beide Politiker sprachen sich zudem für eine rasche Deeskalation im Nahen Osten aus und betonten die Bedeutung der freien Schifffahrt in der Straße von Hormus.
Macron: Frankreich wurde zur Iran-Offensive nicht konsultiert Am Rande des Besuchs äußerte sich Macron zur laufenden Militäroffensive der USA und Israels gegen den Iran. Er reagierte damit auf Kritik von Trump bezüglich der Weigerung Frankreichs, Überflugrechte zu gewähren. In einem Interview des japanischen Senders NHK erklärte Macron, Frankreich sei vor Beginn der Operation weder konsultiert worden noch daran beteiligt. „Es trifft vollkommen zu, dass Frankreich, das nicht konsultiert wurde und nicht Teil dieser von den Vereinigten Staaten und Israel gestarteten Militäroffensive ist, nicht daran teilnimmt. Das ist jedoch nichts Neues und gilt seit dem ersten Tag; man sollte also nicht darüber überrascht sein.” — Emmanuel Macron via Le Soir Die Äußerungen verdeutlichten die anhaltenden Differenzen zwischen Paris und Washington in Bezug auf den Iran-Feldzug, der am 28. Februar 2026 begann. Macrons Besuch in Tokio fand vor dem Hintergrund grundsätzlicher Uneinigkeiten im Westen über das Ausmaß des Konflikts statt, wobei Frankreich eine Position außerhalb der Militärkoalition einnimmt.
Fokus auf Manga-Markt und Kampf gegen Piraterie Die Kamehameha-Geste war nicht allein spontaner Natur, sondern ergab sich aus den Gesprächen über kulturelle Bindungen. Macron betonte, dass Frankreich nach Japan der weltweit zweitgrößte Markt für Mangas sei. „Wir wollen mehr für Bücher und Mangas tun, die sehr populär sind. Ich habe die Premierministerin vorhin daran erinnert, dass Frankreich beim Manga-Konsum weltweit an zweiter Stelle steht. Sie sind auf Platz eins unschlagbar, aber wir lieben sie fast so sehr wie Sie: Unsere jungen Leute lieben diese Geschichten, ihre Helden und ihre Welten.” — Emmanuel Macron via RAI News Macron sicherte zu, den Markt weiter zu fördern und die Piraterie im Verlagswesen zu bekämpfen. Zudem vereinbarten beide Länder gemeinsame audiovisuelle und filmische Koproduktionen. Takaichis Teilnahme an dem popkulturellen Moment entspricht einem bekannten Muster: Bereits im Januar 2026 hatte sie einen Gipfel mit ihrem südkoreanischen Amtskollegen mit einer Schlagzeugeinlage zu K-Pop-Rhythmen beendet.
Sanae Takaichi trat ihr Amt im Oktober 2025 als erste Ministerpräsidentin Japans und erste Vorsitzende der Liberaldemokratischen Partei an. Im Jahr 2026 sicherte sie sich einen deutlichen Sieg bei vorgezogenen Neuwahlen. Frankreich und Japan unterhalten enge Beziehungen in den Bereichen Verteidigung, Kultur und Technologie, insbesondere mit gemeinsamen Interessen an der Stabilität im Indopazifik. Die Kamehameha-Geste stammt aus dem Dragon-Ball-Franchise, einem der weltweit bekanntesten japanischen Kulturexporte.
Mentioned People
- Emmanuel Macron — Prezydent Francji i współksiążę Andory od 2017 roku
- Sanae Takaichi — Premier Japonii i przewodnicząca Partii Liberalno-Demokratycznej od października 2025 roku
- Donald Trump — Prezydent Stanów Zjednoczonych od stycznia 2025 roku
Sources: 14 articles
- Nagranie z konferencji Macrona podbija sieć. Odwołał się do kultowej mangi (Wprost)
- Dragonball-Lacher mit Premier: Macron liefert nächstes Meme: "Kamehameha"-Gruß in Japan (N-tv)
- Onda energetica tra Francia e Giappone, Macron e Takaichi mimano la mossa Kamehameha di Dragon Ball (Rai news)
- Primeira-ministra japonesa surpreende Macron com "Kamehameha", golpe icónico de "Dragon Ball" (JN)
- " Kamehameha ! " : Macron et Takaichi clôturent leur conférence de presse sur un geste iconique (vidéo) (Le Soir)
- Nietypowe zakończenie konferencji Macrona (TVN24)
- Macron fait le fameux " Kaméhaméha " de Dragon Ball au Japon (20minutes)
- Macron e la premier giapponese Takaichi mimano l'"onda energetica" di Dragon Ball (La Repubblica.it)
- Kamehameha! Macron e PM do Japão imitam ataque icónico de "Dragon Ball" (Notícias ao Minuto)
- Macron y la primera ministra de Japón imitan a Son Goku haciendo su mítico gesto en 'Dragon Ball' (eldiario.es)