Im Ridnauntal in Südtirol ist am Samstag eine Gruppe von Skitourengehern von einer Lawine erfasst worden. Nach Angaben der Notrufzentrale Bozen kamen zwei Menschen ums Leben, fünf weitere wurden verletzt, drei von ihnen schwer. An dem groß angelegten Einsatz beteiligten sich Rettungskräfte aus Italien und Österreich.

Lawine erfasst 25 Skitourengeher

Die Schneemasse ging am 21. März 2026 um 11.40 Uhr auf 2.445 Metern am Tallone Grande in Ratschings ab. Insgesamt befanden sich 25 Skitourengeher im Hangbereich.

Zwei Tote und fünf Verletzte

Zwei Menschen wurden tot geborgen. Drei Personen wurden schwer verletzt, zwei weitere leicht. Eine schwer verletzte Person kam per Christophorus-Hubschrauber in die Universitätsklinik Innsbruck.

Große grenzüberschreitende Rettungsaktion

Sechs Hubschrauber und rund 80 Einsatzkräfte aus Südtirol und Österreich waren beteiligt. Auch Krankenhäuser in Bozen, Meran, Brixen und Innsbruck wurden in Alarmbereitschaft versetzt.

Erinnerung an Monte Nevoso

Der Unfall ereignete sich wenige Tage nach dem Gedenken an die Lawine am Monte Nevoso vom 12. März 2016, bei der sechs Menschen ums Leben kamen.

Eine Lawine hat am Samstag, 21. März 2026, im Ridnauntal in Südtirol in Italien eine Gruppe von Skitourengehern erfasst. Zwei Menschen kamen dabei ums Leben, fünf weitere wurden verletzt, drei von ihnen schwer. Nach Angaben der Notrufzentrale Bozen löste sich die Schneemasse um 11.40 Uhr auf einer Höhe von 2.445 Metern am Tallone Grande im Gemeindegebiet von Ratschings. Insgesamt befanden sich im Moment des Lawinenabgangs 25 Skitourengeher im Hangbereich, die meisten von ihnen wurden von der Schneemasse allerdings nur gestreift. Zwei Skitourengeher wurden tot aus den Schneemassen geborgen. Eine dritte schwer verletzte Person wurde mit dem österreichischen Rettungshubschrauber Christophorus in die Universitätsklinik Innsbruck geflogen. Zwei weitere Betroffene erlitten leichte Verletzungen. Damit lag die bestätigte Endbilanz bei zwei Toten und insgesamt fünf Verletzten.

Sechs Hubschrauber und 80 Einsatzkräfte im ganzen Tal mobilisiert Das Ausmaß des Rettungseinsatzes spiegelte die Schwere des Unglücks wider. Rund 80 Einsatzkräfte wurden aus dem gesamten oberen Eisacktal zusammengezogen. An dem Einsatz beteiligten sich sechs Hubschrauber: drei Pelikan-Maschinen, ein Aiut Alpin und ein Hubschrauber der Guardia di Finanza, alle aus Südtirol, sowie der österreichische Hubschrauber Christophorus. Bodengebundene Rettungsteams des Cnsas, des Alpenvereins und der Guardia di Finanza erreichten den Einsatzort per Hubschrauber, unterstützt von Hundestaffeln und örtlichen Feuerwehren. Die Krankenhäuser in Bozen, Meran, Brixen und Innsbruck wurden kurz vor Mittag in Alarmbereitschaft versetzt. Das Personal prüfte die Verfügbarkeit von Intensivbetten und von ECMO-Behandlungen, einer Form der extrakorporalen Lebensunterstützung. Dass an dem Einsatz sowohl italienische als auch österreichische Rettungsdienste beteiligt waren, verdeutlichte die logistische Komplexität von Hochgebirgsrettungen in der Region.

Tödlicher Lawinenabgang wenige Tage nach dem Gedenken an den Monte-Nevoso-Abgang Der Lawinenabgang ereignete sich nur wenige Tage nach einem markanten Datum in der Südtiroler Bergrettungsgeschichte. Am 12. März 2026 hatte die Region an den zehnten Jahrestag der großen Lawine am Monte Nevoso oberhalb von Rein in Taufers erinnert. Damals kamen sechs Menschen ums Leben. Bis heute gilt dieses Unglück als die schwerste Bergkatastrophe in Südtirol seit Jahrzehnten. Unter den Toten der Monte-Nevoso-Lawine von 2016 waren ein 16-jähriger Junge, der vor den Augen seines Vaters mitgerissen wurde, eine junge Krankenpflegerin, ein sehr erfahrener Bergsteiger, der den Manaslu bestiegen hatte, sowie der Generaldirektor der Handelskammer des österreichischen Bundeslands Tirol. Dass sich ein tödlicher Lawinenunfall so kurz nach diesem Jahrestag ereignete, lenkte den Blick erneut auf die anhaltenden Risiken für Skitourengeher in den Südtiroler Alpen bei Spätwinterbedingungen.

Südtirol, eine autonome Provinz im Nordosten Italiens an der Grenze zu Österreich, zählt wegen seines hochalpinen Geländes und des ganzjährigen Bergsports zu den aktivsten alpinen Rettungsgebieten Europas. Die Lawine am Monte Nevoso vom 12. März 2016, bei der oberhalb von Rein in Taufers sechs Menschen starben, wurde von Rettungsdiensten als schwerste Bergkatastrophe der Region in den vergangenen Jahrzehnten bezeichnet. Das Lawinenrisiko in den Südtiroler Alpen erreicht seinen Höhepunkt typischerweise im Spätwinter und frühen Frühjahr, wenn die Schneedecke durch steigende Temperaturen und Sonneneinstrahlung in großer Höhe instabiler wird.

Lawine im Ridnauntal – 21. März 2026: — ; — ; — ; —