In Kuba ist am 16. März 2026 das gesamte Stromnetz zusammengebrochen. Nach Behördenangaben fiel die Versorgung landesweit aus, betroffen waren etwa 10 Millionen Menschen ohne Elektrizität in ganz Kuba. Seit dem 17. März läuft die Wiederherstellung schrittweise an. Zugleich kam es in mehreren Landesteilen zu Unruhen, auch der Reiseverkehr wurde beeinträchtigt.

Gesamtes Stromnetz kollabiert

Am 16. März 2026 brach das gesamte nationale Stromnetz Kubas zusammen. Die Insel war dadurch vollständig ohne Strom.

Trump spricht von „Übernahme“

Donald Trump erklärte, es wäre für ihn eine „große Ehre“, Kuba zu „übernehmen“, und stellte den Zusammenbruch der Regierung in Havanna in Aussicht.

Embargo als zentraler Krisenfaktor

Mehrere Medien nennen das US-Ölembargo als wesentlichen Faktor der Energiekrise, die im Blackout vom 16. März gipfelte.

Diaspora soll investieren können

Nach Angaben von Rai News öffnet Havanna das Land inmitten der Krise für Investitionen aus der kubanischen Diaspora.

Druck auf Díaz-Canel

Laut El Mundo unter Berufung auf The New York Times will Trump Fortschritte in Verhandlungen mit Kuba an einen Machtverlust von Miguel Díaz-Canel knüpfen.

Kubas gesamtes Stromnetz ist am 16. März 2026 zusammengebrochen. Nach Darstellung der Behörden versank damit die gesamte Insel in einem landesweiten Stromausfall in völliger Dunkelheit. Betroffen waren ungefähr 10 million (residents) — 10 Millionen Menschen ohne Elektrizität in ganz Kuba. Der Ausfall erfasste die gesamte Insel gleichzeitig und bedeutete einen vollständigen Zusammenbruch der nationalen Energieinfrastruktur. Bis zum 17. März begannen die kubanischen Behörden nach einem Bericht von Mediapart mit einer schrittweisen Wiederherstellung der Stromversorgung. Die Lage weitete sich rasch über eine technische Störung hinaus aus und führte in mehreren Teilen des Landes zu Unruhen. Der Stromausfall zählt zu den schwersten Energieausfällen, die die Insel in jüngerer Zeit erlebt hat.

Vierzehn Festnahmen nach Angriff auf Parteibüros in Morón Nach Angaben von Rai News nahmen die kubanischen Behörden 14 Menschen fest, nachdem es in Morón einen Angriff auf den Sitz der Kommunistischen Partei Kubas gegeben hatte. Der Angriff auf das Parteigebäude galt als sichtbarer Ausdruck öffentlicher Unzufriedenheit inmitten der Stromkrise. Morón ist eine Stadt und Gemeinde in der Provinz Ciego de Ávila im Zentrum Kubas und die nächstgelegene Stadt zu den Ferienorten auf Cayo Coco und Cayo Guillermo. Die Festnahmen verdeutlichten, in welchem Maß der Stromausfall vor Ort soziale Spannungen ausgelöst hatte. Bestätigte Informationen zum Zustand der Festgenommenen oder zum Ausmaß der Schäden am Parteigebäude lagen zunächst nicht vor.

Polnische Botschaft warnt Reisende, Flüge beeinträchtigt Die polnische Botschaft in Havanna sprach angesichts der Krise Sicherheitshinweise für Reisende aus. Wie Gazeta.pl und Interia berichteten, riet sie zur Vorsicht und verwies darauf, dass Flüge ausgesetzt worden seien. Das Eingreifen der Botschaft zeigte das Ausmaß der Störungen infolge des Stromausfalls, der nicht nur Einwohner, sondern auch internationale Besucher auf der Insel traf. Bestätigte Angaben dazu, wie viele polnische Staatsangehörige konkret betroffen waren oder wie lange die Unterbrechungen im Flugverkehr andauern würden, lagen zunächst nicht vor. Reisende wurden aufgefordert, offiziellen Hinweisen zu folgen und die Lage aufmerksam zu beobachten. Die Reaktion der Botschaft verwies auf die weiterreichenden logistischen Folgen eines vollständigen Netzausfalls in einem Land mit erheblichem Touristenaufkommen.

Stromausfall verschärft Kubas anhaltende Energiekrise Kuba leidet seit mehreren Jahren unter anhaltenden und sich verschärfenden Energieengpässen. Ursachen sind eine veraltete Infrastruktur, Kraftstoffmangel und wirtschaftliche Einschränkungen im Zusammenhang mit dem Embargo der Vereinigten Staaten sowie den allgemeinen wirtschaftlichen Problemen des Landes. Das Stromnetz der Insel war in den vergangenen Jahren wiederholt von teilweisen Ausfällen und rotierenden Abschaltungen betroffen, die sowohl die städtische als auch die ländliche Bevölkerung trafen. Miguel Díaz-Canel Bermúdez ist seit 2019 Präsident Kubas und seit 2021 Erster Sekretär der Kommunistischen Partei Kubas. Damit bekleidet er in der Phase der sich zuspitzenden Energieengpässe die beiden höchsten Ämter der Insel. Der Zusammenbruch vom 16. März bedeutete gegenüber den chronischen Teilausfällen, an die sich viele Kubaner gewöhnt hatten, eine neue Zuspitzung: Aus rotierenden Abschaltungen wurde ein vollständiger landesweiter Ausfall. Miguel Díaz-Canel, der sowohl Präsident Kubas als auch Erster Sekretär der Kommunistischen Partei Kubas ist, führt die Regierung durch die Krise. Die Behörden gingen ab dem 17. März zu einer schrittweisen Wiederherstellung der Stromversorgung über, wobei den zugrunde liegenden Berichten kein bestätigter Zeitplan für eine vollständige Rückkehr zur Normalversorgung zu entnehmen war. Die Neue Zürcher Zeitung bezeichnete den Stromausfall als Bild eines Landes unter Druck. Die Verbindung aus Infrastrukturversagen, Unruhen und Störungen im internationalen Reiseverkehr setzte die kubanische Regierung erheblich unter Belastung, während sie versuchte, die Lage zu stabilisieren.