Am 24. April 2026 hat König Felipe VI. das CaixaResearch Institute in Barcelona eingeweiht, das erste Forschungszentrum Südeuropas mit exklusivem Fokus auf Immunologie. Die von der La Caixa Stiftung getragene Einrichtung umfasst eine Fläche von 20.000 Quadratmetern und stellt eine Investition von rund 100 Millionen Euro dar. Bis zum Jahr 2032 soll der Standort auf bis zu 500 Wissenschaftler und 40 Forschungsgruppen anwachsen.
Erstes Immunologiezentrum Südeuropas
Das in Barcelona eröffnete Institut widmet sich als erste Einrichtung dieser Art in der Region ausschließlich der Erforschung des Immunsystems.
100-Millionen-Euro-Investition
Die La Caixa Stiftung investierte rund 100 Millionen Euro in den 20.000 Quadratmeter großen Komplex am Naturpark Collserola.
Zentrum für systemübergreifende Forschung
Das Institut untersucht das Immunsystem als Bindeglied zwischen Krebs, Alzheimer, HIV und Alterungsprozessen.
Langfristige Wachstumsziele
Bis 2032 soll die Zahl der Forscher auf 500 ansteigen, organisiert in bis zu 40 spezialisierten Forschungsgruppen.
König Felipe VI. von Spanien hat am Freitag, den 24. April 2026, das CaixaResearch Institute in Barcelona offiziell eingeweiht. Damit nimmt das erste Forschungszentrum in Spanien – und in ganz Südeuropa – den Betrieb auf, das sich ausschließlich der Immunologie widmet. Die Einrichtung, die von der La Caixa Stiftung vorangetrieben wurde, umfasst ein Investitionsvolumen von etwa 100 Millionen Euro. Der Komplex erstreckt sich über 20.000 Quadratmeter in zwei Gebäuden am Fuße des Naturparks Collserola in Barcelona, direkt gegenüber dem Wissenschaftsmuseum CosmoCaixa.
Das Zentrum nimmt seine Arbeit mit einer Kapazität für 425 Wissenschaftler auf, die zunächst in fünf Forschungsgruppen organisiert sind. Ziel ist es, bis zum Jahr 2032 auf 500 Forscher und zwischen 30 bis 40 Forschungsgruppen zu expandieren. An der Eröffnungszeremonie nahmen hochrangige Vertreter aus Politik und Wissenschaft teil, darunter Gesundheitsministerin Mónica García, der Präsident der Generalitat, Salvador Illa, sowie Isidre Fainé, Präsident der La Caixa Stiftung.
Das Immunsystem als gemeinsame Sprache der Medizin Das Institut stellt die Immunologie in das Zentrum seiner wissenschaftlichen Mission. Die Forscher beschreiben das Immunsystem als die „gemeinsame Sprache“, die so unterschiedliche Krankheiten wie Krebs, Alzheimer, Multiple Sklerose, HIV und Long-Covid miteinander verbindet. Mireia Castanys, Direktorin der Abteilung für Forschungszentren der La Caixa Stiftung und stellvertretende Direktorin des CaixaResearch Institute, nutzte diese Einordnung, um zu erklären, warum eine einzelne Institution ein so breites Spektrum an Krankheitsbildern sinnvoll adressieren kann.
Der Onkologe Josep Tabernero, der dem wissenschaftlichen Beirat vorsitzt, bezeichnete das Immunsystem als „jenen stillen Wächter, der den Körper patrouilliert, um nicht korrekt funktionierende Elemente zu eliminieren“ und das „Gleichgewicht aufrechtzuerhalten“. Der Forscher Gabriel Rabinovich, einer der führenden Wissenschaftler des neuen Zentrums, erläuterte, dass das Immunsystem zwar externe Bedrohungen wie Viren und Bakterien neutralisieren müsse, die Herausforderung bei Krebs jedoch fundamental anders sei: Hier muss das System erkennen, wann körpereigene Zellen die Funktion einstellen und beginnen, sich der Immunabwehr zu entziehen. Das Institut wird zudem untersuchen, warum Individuen unterschiedlich auf dieselbe Impfung oder Infektion reagieren – eine Variabilität, die durch die Covid-19-Pandemie weltweit sichtbar wurde. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt liegt auf den Mechanismen des Alterns und deren Beeinflussung durch das Immunsystem. „Krebs ist nicht heilbar, aber kontrollierbar” — Marcos López Hoyos via eldiario.es
Einordnung in das wissenschaftliche Ökosystem von La Caixa Das CaixaResearch Institute steht nicht isoliert, sondern ist als Knotenpunkt innerhalb eines umfassenden Netzwerks biomedizinischer Forschungszentren konzipiert, das die La Caixa Stiftung über drei Jahrzehnte hinweg aufgebaut hat. Der erste Baustein dieses Netzwerks war IrsiCaixa, das gegründet wurde, um Infektionskrankheiten und das Immunsystem zu erforschen, als HIV eine globale gesundheitliche Herausforderung darstellte. Später wurde das Netzwerk um das Barcelona Institute for Global Health (ISGlobal, gegründet 2010) und das BarcelonaBeta Brain Research Center erweitert, das in Zusammenarbeit mit der Pasqual Maragall Stiftung Alzheimer und andere neurodegenerative Erkrankungen erforscht.
In jüngerer Zeit unterstützte die Stiftung zudem das Institut de Recerca Sant Joan de Déu für komplexe pädiatrische Pathologien und war an der Gründung des Gulbenkian Institute for Molecular Medicine in Portugal beteiligt. Die Direktoren all dieser angeschlossenen Zentren sind nun Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats des neuen Instituts unter dem Vorsitz von Josep Tabernero. Isidre Fainé hob zudem die Rolle des wissenschaftlichen Direktors der Stiftung, Javier Solana, bei der Projektentwicklung hervor. Auch der ehemalige Präsident von Portugal, Marcelo Rebelo de Sousa, wohnte der Eröffnung bei, was die grenzüberschreitende Dimension des Forschungsnetzwerks unterstreicht.
Die La Caixa Stiftung baut seit über 30 Jahren ein biomedizinisches Forschungsökosystem in Spanien und Portugal auf, beginnend mit der Gründung von IrsiCaixa zur Bekämpfung der HIV-Epidemie. Das CaixaResearch Institute wurde 2021 in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung von Barcelona im Kontext der Erholung nach der Covid-19-Pandemie geplant. Das neue Zentrum soll dazu beitragen, Katalonien als einen der führenden Standorte für Gesundheitsforschung in Europa zu etablieren, gestützt auf Institutionen wie VHIO, ISGlobal und das BarcelonaBeta Brain Research Center.
Budget startet mit 10 Millionen Euro Das Finanzmodell des Instituts ist auf ein paralleles Wachstum mit der wissenschaftlichen Leistung ausgelegt. In den ersten beiden Jahren steht ein Budget von jeweils etwa 10 Millionen Euro zur Verfügung, das mit steigender Forscherzahl und dem Einwerben von Wettbewerbsgeldern skaliert werden soll. Zum Zeitpunkt der Einweihung arbeiteten bereits etwa 25 Personen in der Einrichtung, was den bewusst schrittweisen Charakter des Starts widerspiegelt. Die La Caixa Stiftung bezeichnete das CaixaResearch Institute als das bisher bedeutendste Projekt in ihrer Geschichte des Engagements für die Gesundheitsforschung. Die Infrastruktur umfasst Trocken- und Nasslabore, eine Tierhaltung sowie Kulturräume für Zellen und Gewebe, was die physische Grundlage für die angestrebte translationale Forschung bildet. Quellen der Stiftung nannten Barcelonas Rolle als europäischer Biomedizin-Standort sowohl als Grund für die Standortwahl als auch als Standortvorteil, den das Institut weiter stärken soll.
100 (Millionen Euro) — Gesamtinvestition in das CaixaResearch Institute
Biomedizinisches Netzwerk von La Caixa – Meilensteine: — ; — ; — ; — ; —
Mentioned People
- Felipe VI — Król Hiszpanii
- Josep Tabernero — Onkolog i przewodniczący Komitetu Naukowego
- Salvador Illa — Premier (Prezydent) rządu Katalonii od 2024 roku
- Isidre Fainé — Prezes Criteria Caixa oraz Fundacji La Caixa
- Mónica García — Minister Zdrowia Hiszpanii i członkini komitetu wykonawczego WHO
- Marcos López Hoyos — Badacz i ekspert w dziedzinie immunologii
- Mireia Castanys — Wicedyrektor CaixaResearch Institute
Sources: 3 articles
- La Caixa estrena en Barcelona su mayor centro biomédico pensado para 400 científicos y especializado en inmunología (eldiario.es)
- El Rey inaugura en Barcelona el primer centro monográfico de investigación en inmunología (ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL)
- El sistema inmune, ese 'guardián silencioso que patrulla el organismo', es el 'lenguaje común' del cáncer, la esclerosis múltiple o el covid persistente (El Periódico)