Israel hat die Tötung des iranischen Geheimdienstministers Esmaeil Khatib bei einem nächtlichen Luftangriff am 18. März 2026 bestätigt. Auch Irans Präsident Masoud Pezeshkian bestätigte den Tod. Parallel dazu erklärte die US-Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard im Senat, das iranische Regime erscheine intakt und die Urananreicherung sei seit Beginn des Kriegs nicht wieder aufgenommen worden.

Israel meldet Tötung Khatibs

Israel und später auch Iran bestätigten den Tod von Geheimdienstminister Esmaeil Khatib nach einem Luftangriff am 18. März 2026.

Gabbard sieht Regime als stabil

Tulsi Gabbard sagte im Senat, das iranische Regime erscheine trotz Schwächung intakt und die Urananreicherung sei nicht wieder aufgenommen worden.

Araghchi hält an Nukleardoktrin fest

Irans Außenminister erklärte, eine Änderung der Nukleardoktrin sei unwahrscheinlich, und regte zugleich ein neues Protokoll für die Straße von Hormus an.

Merz äußert Vorbehalte gegen Krieg

Friedrich Merz sagte, Deutschland hätte den USA vom Krieg gegen Iran abgeraten, und machte damit europäische Vorbehalte deutlich.

Israel hat bestätigt, den iranischen Geheimdienstminister Esmaeil Khatib bei einem nächtlichen Luftangriff am 18. März 2026 getötet zu haben. Auch Irans Präsident Masoud Pezeshkian bestätigte Khatibs Tod. Damit handelt es sich um eine der prominentesten gezielten Tötungen, seit die Vereinigten Staaten und Israel am 28. Februar 2026 Operation Epic Fury begonnen haben. Israels Verteidigungsminister erklärte, die israelischen Streitkräfte hätten Khatib „eliminiert“. Iranische Stellen bestätigten die Tötung später. Khatib war seit August 2021 iranischer Geheimdienstminister und der achte Amtsträger auf diesem Posten. Der Angriff fügt sich in eine anhaltende Serie von Angriffen auf hochrangige iranische Amtsträger und Vertreter des Sicherheitsapparats seit Beginn der Kampagne ein. Zugleich haben iranische Rettungskräfte landesweit Schwierigkeiten bei ihren Einsätzen, während sie unter dem stehen, was Reuters als anhaltende Bombardierung beschrieb.

Gabbard sagt im Senat: Regime im Iran intakt, Anreicherung nicht wieder aufgenommen Die US-Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard sagte am 18. März 2026 vor dem Senat aus, das iranische Regime „erscheine intakt“ und Iran habe sein Urananreicherungsprogramm seit Beginn des Konflikts nicht wieder aufgenommen. Gabbard beschrieb das iranische Regime als geschwächt, aber stabil. Diese Einschätzung steht in einem Spannungsverhältnis zu einigen früheren Äußerungen von Präsident Donald Trump zum Zustand der iranischen Regierung und zu deren nuklearen Aktivitäten. Ihr Auftritt vor dem Senat erfolgte zu einem Zeitpunkt, an dem Abgeordnete und Senatoren ein aktualisiertes nachrichtendienstliches Lagebild über die Auswirkungen des Konflikts auf die Handlungsfähigkeit des iranischen Staates verlangten. Die Aussage fand in europäischen und internationalen Medien große Beachtung. Mehrere Medien stellten sie als Widerspruch zu den schärferen öffentlichen Charakterisierungen des Zustands Irans durch die Trump-Regierung dar. Gabbards Einschätzung, wonach die Urananreicherung nicht wieder aufgenommen worden sei, hat angesichts der anhaltenden internationalen Sorge über das iranische Atomprogramm besonderes Gewicht. Das iranische Atomprogramm ist seit mehr als zwei Jahrzehnten ein zentraler Gegenstand internationaler Spannungen. Das 2015 geschlossene JCPOA setzte der iranischen Urananreicherung Grenzen und sah im Gegenzug Sanktionserleichterungen vor. Die Vereinigten Staaten zogen sich 2018 aus dem Abkommen zurück. Iran weitete seine Anreicherungsaktivitäten in den folgenden Jahren aus, was in westlichen Regierungen und in Israel Besorgnis auslöste.

Teheran hält an Nukleardoktrin fest und strebt Hormus-Protokoll an Der iranische Außenminister Abbas Araghchi erklärte am 18. März 2026, eine Änderung der iranischen Nukleardoktrin sei unwahrscheinlich. Damit signalisierte Teheran, dass es seine formale Haltung zu Atomwaffen auch unter dem Eindruck der laufenden Militärkampagne nicht ändern will. Araghchi sprach sich zudem für ein neues Protokoll für die Straße von Hormus aus, also für jene zentrale Wasserstraße, durch die ein erheblicher Teil des globalen Ölhandels verläuft. Die Äußerungen des Außenministers fielen in eine Phase anhaltenden militärischen Drucks auf Iran durch US-amerikanische und israelische Streitkräfte. Araghchis Forderung nach einem Hormus-Protokoll deutet darauf hin, dass Teheran trotz des andauernden Konflikts neue internationale Regelungen für die Wasserstraße anstoßen will. Die Kombination aus einer unveränderten Position in der Nukleardoktrin und dem Vorstoß zu Verhandlungen über Hormus legt nahe, dass Iran neben seiner militärischen Lage diplomatische Kanäle offenhalten will.

Merz: Berlin hätte Washington von dem Krieg abgeraten Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte am 18. März 2026, Deutschland „hätte den Vereinigten Staaten geraten“, den Krieg gegen Iran nicht zu beginnen. Das ist eine der deutlichsten öffentlichen Äußerungen europäischer Vorbehalte gegenüber der Militärkampagne seit deren Beginn. Die Aussagen von Merz verweisen auf breitere Spannungen zwischen Washington und mehreren europäischen Verbündeten wegen der Entscheidung, Operation Epic Fury ohne weitergehende multilaterale Abstimmung zu starten. Deutschland hat als Unterzeichnerstaat des ursprünglichen JCPOA-Rahmens historisch auf diplomatische Kontakte mit Teheran statt auf militärisches Vorgehen gesetzt. Die Erklärung des Kanzlers bleibt unterhalb einer offenen Verurteilung, macht aber deutlich, dass Berlin diesen Kurs nicht mitgetragen hätte. Die Äußerungen von Merz fügen sich in ein Muster vorsichtiger europäischer Distanz zur US-israelischen Kampagne ein, obwohl die Nato-Verbündeten bislang auf direkten Widerspruch zu Washington verzichtet haben. Die Tötung Khatibs und die fortgesetzten Bombardierungen, die iranische Rettungseinsätze behindern, dürften den Druck auf europäische Regierungen erhöhen, ihre Position zum weiteren Verlauf des Konflikts klarer zu formulieren.

Mentioned People

  • Esmaeil Khatib — irański duchowny i polityk, który pełnił funkcję ministra wywiadu od sierpnia 2021 r. do zabicia w marcu 2026 r.
  • Tulsi Gabbard — ósma dyrektor wywiadu narodowego, pełniąca urząd od 2025 r.
  • Friedrich Merz — dziesiąty kanclerz Republiki Federalnej Niemiec od 6 maja 2025 r.
  • Abbas Araghchi — minister spraw zagranicznych Iranu od sierpnia 2024 r.
  • Masoud Pezeshkian — prezydent Iranu od lipca 2024 r.
  • Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych