Am 34. Tag des militärischen Konflikts zwischen den USA und Iran hat Präsident Masoud Pezeshkian in einem offenen Brief die Strategie der Trump-Administration kritisiert. Er stellte die Frage, ob die „America First“-Politik tatsächlich amerikanischen Interessen diene oder Washington lediglich als Werkzeug Israels agiere. Die Veröffentlichung erfolgte am 1. April 2026 kurz vor einer geplanten Fernsehansprache von US-Präsident Donald Trump.

Offener Brief an US-Bürger

Präsident Pezeshkian appelliert direkt an die amerikanische Bevölkerung und stellt die Sinnhaftigkeit des Krieges infrage.

Vorwurf der Manipulation durch Israel

Teheran beschuldigt Israel, die USA für eigene strategische Ziele in einen Krieg gegen Iran zu treiben.

Widersprüchliche Angaben zur Waffenruhe

Während Trump von einem iranischen Gesuch spricht, dementiert das iranische Außenministerium dies als haltlos.

Im Zuge des US-iranischen Krieges hat der iranische Präsident Masoud Pezeshkian am 1. April 2026 einen offenen Brief an die US-amerikanische Bevölkerung veröffentlicht. Darin hinterfragte er, ob die „America First“-Politik der Trump-Regierung den amerikanischen Interessen diene oder ob Washington als Instrument Israels handle. Das Schreiben wurde über den staatlichen Sender PressTV verbreitet sowie in englischer und persischer Sprache auf Pezeshkians X-Konto veröffentlicht. Er fragte die US-Bürger direkt: „Welchen Interessen des amerikanischen Volkes dient dieser Krieg eigentlich?“ Pezeshkian wies die Darstellung Irans als Sicherheitsrisiko zurück und beschrieb sein Land als „antike Zivilisation mit einer gefestigten Verteidigungstradition“. Die Wahrnehmung Irans als Bedrohung bezeichnete er als „Produkt politischer und wirtschaftlicher Launen der Mächtigen“. Er zog eine klare Trennung zwischen der US-Regierung und der Bevölkerung und betonte, die Iraner hegten „keine Feindseligkeit gegenüber anderen Nationen, einschließlich der Bürger der Vereinigten Staaten, Europas oder der Nachbarstaaten“. Der Brief erschien wenige Stunden vor einer angekündigten Rede von US-Präsident Donald Trump, die das Weiße Haus als „wichtiges Update zu Iran“ bezeichnete.

Pezeshkian wirft Israel Kriegführung auf US-Kosten vor Der iranische Präsident übte scharfe Kritik an Israel und warf dem Land vor, Washington zu manipulieren, um einen Krieg im eigenen Namen zu führen. „„Ist es nicht offensichtlich, dass Israel nun darauf abzielt, Iran bis zum letzten amerikanischen Soldaten und dem letzten Steuerzahler-Dollar zu bekämpfen und die Last seiner Illusionen auf Iran, die Region und die Vereinigten Staaten abzuwälzen, während es unrechtmäßige Interessen verfolgt?“” — Masoud Pezeshkian via Al Jazeera Online Zudem beschuldigte Pezeshkian Israel, den Konflikt zu nutzen, um von seinem Vorgehen gegen die Palästinenser abzulenken. Er merkte an, dass iranische Unterhändler bereits zweimal an multilateralen Atomgesprächen teilgenommen hätten, als die Vereinigten Staaten sich für Militärschläge entschieden – einmal im Juni 2025 und erneut Ende Februar 2026. Pezeshkian warnte, Angriffe auf die lebenswichtige Infrastruktur Irans, darunter Energie- und Industrieanlagen, richteten sich „direkt gegen das iranische Volk“ und hätten Konsequenzen, die weit über die Landesgrenzen hinausreichten. Solche Maßnahmen seien ein Zeichen strategischer Orientierungslosigkeit. Der Ton des Briefes wechselte zwischen Dialogangeboten und der Betonung des Rechts auf Selbstverteidigung, wobei Pezeshkian keine konkreten Schritte zur Deeskalation ankündigte.

Trump droht mit schweren Angriffen, Teheran dementiert Waffenruhe-Gesuch Am selben Tag drohte Trump in einer Fernsehansprache mit massiven Schlägen in den kommenden zwei bis drei Wochen. Zuvor hatte er in sozialen Medien erklärt, die USA würden Iran „in Vergessenheit oder, wie man sagt, zurück in die Steinzeit bomben“, sollte die Straße von Hormus nicht wieder geöffnet werden. Trump behauptete zudem, der Präsident des „neuen Regimes“ in Iran habe um eine Waffenruhe gebeten – eine Darstellung, die der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, als „falsch und grundlos“ zurückwies. Laut Berichten erklärte Trump in seiner Rede, das US-Militär habe seine Ziele nahezu erreicht. Al-Jazeera-Korrespondent Ali Hashem sprach von einem „Krieg der Narrative“: Washington präsentiere sich als Sieger, während Teheran sich als angegriffenes Land darstelle. Pezeshkians Brief enthielt keinen Hinweis auf ein Waffenruhe-Gesuch. Die finale Entscheidungsgewalt über Verhandlungen liegt in Iran bei Revolutionsführer Mojtaba Khamenei.

Schumer kritisiert Trumps Kriegsführung als Versagen Der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Chuck Schumer, kritisierte Trumps Rede scharf als „inkohärent, umherschweifend und erbärmlich“. Schumer warf Trump vor, Ziele unklar zu lassen und Verbündete zu entfremden. „„Donald Trumps Handeln in Iran wird als einer der größten politischen Fehler in die Geschichte unseres Landes eingehen, da er keine Ziele formuliert, Verbündete vor den Kopf stößt und die existenziellen Probleme der Amerikaner ignoriert. Er ist als Oberbefehlshaber völlig ungeeignet.“” — Chuck Schumer via Ziare.com Auch Pezeshkians Brief griff diese Linie auf und fragte die US-Bürger, ob Schläge gegen Krankenhäuser oder Drohungen, ein Land in die Steinzeit zu bomben, dem Ansehen der USA dienten. Die Ereignisse des 1. April verdeutlichen den doppelten Druck auf Trump – einerseits durch Irans diplomatische Kampagne gegenüber der US-Öffentlichkeit, andererseits durch die innenpolitische Opposition.

Der US-Iran-Krieg, bezeichnet als „Operation Epic Fury“, begann am 28. Februar 2026 mit Angriffen der USA und Israels, bei denen Ali Khamenei getötet wurde. Sein Sohn Mojtaba Khamenei wurde am 9. März 2026 zum Nachfolger ernannt. Der Konflikt dreht sich unter anderem um die Kontrolle der Straße von Hormus. Pezeshkian, ein Reformpolitiker, fungiert seit 2024 als Präsident.

Kernereignisse — US-Iran-Krieg, Tag 34: — ; — ; — ; — ; —

Mentioned People

  • Masoud Pezeshkian — Irański polityk i były kardiochirurg, pełniący funkcję dziewiątego prezydenta Iranu od 2024 roku
  • Donald Trump — 47. prezydent Stanów Zjednoczonych
  • Mojtaba Khamenei — Irański duchowny szyicki, pełniący funkcję trzeciego Najwyższego Przywódcy Iranu od marca 2026 roku
  • Chuck Schumer — Amerykański polityk, senator stanu Nowy Jork od 1999 roku i lider Demokratów w Senacie
  • Esmaeil Baghaei — Rzecznik Ministerstwa Spraw Zagranicznych Iranu

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