Niederländische Behörden haben am 1. April 2026 den 2.500 Jahre alten Goldhelm von Coțofenești sowie zwei von drei gestohlenen Goldarmbändern sichergestellt. Die Artefakte waren vor über vierzehn Monaten bei einem spektakulären Raub aus dem Drents Museum entwendet worden. Die leitende Staatsanwältin Corien Fahner bestätigte den Fund und zeigte sich erleichtert über den Ermittlungserfolg.

Wiederbeschaffung durch Deal

Die Anwälte der Verdächtigen handelten die Rückgabe der Artefakte gegen prozessuale Vorteile aus.

Diplomatische Entschädigung

Die Niederlande zahlten 5,7 Millionen Euro an Rumänien aufgrund mangelhafter Sicherheitsvorkehrungen während der Leihgabe.

Unvollständige Beute

Während der Helm und zwei Armbänder gefunden wurden, bleibt ein drittes goldenes Armband weiterhin verschollen.

Niederländische Behörden haben am Mittwoch, den 1. April 2026, den 2.500 Jahre alten goldenen Helm von Coțofenești sowie zwei von drei gestohlenen Goldarmbändern sichergestellt. Die Objekte waren vor mehr als vierzehn Monaten aus dem Drents Museum in Assen entwendet worden. Corien Fahner, leitende Staatsanwältin der Staatsanwaltschaft Nord-Niederlande, bestätigte die Sicherstellung und erklärte, sie sei „unglaublich glücklich“. Die Artefakte wurden über die Anwälte der drei Verdächtigen zurückgegeben. Diese hatten im Vorfeld ihres bevorstehenden Prozesses Hinweise im Austausch für verfahrensrechtliche Vereinbarungen geliefert. Ein viertes Goldarmband aus dem ursprünglichen Raubgut bleibt verschwunden; die Suche danach dauert an. Das rumänische Außenministerium gab am Donnerstagmorgen bekannt, dass es von den Niederlanden über den Fund informiert worden sei, wobei ein Sprecher keine Details dazu nannte, welche Objekte genau sichergestellt wurden.

Anwälte der Verdächtigen handelten Rückgabe aus Die Sicherstellung kam durch eine Vereinbarung zwischen der Verteidigung und der Justiz zustande, wobei Absprachen für das anstehende Gerichtsverfahren getroffen wurden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden mit Verweis auf das laufende Strafverfahren keine Details zu den genauen Bedingungen des Deals oder zum Fundort des Helms und der Armbänder genannt. Ein Sprecher erklärte: „Durch die Vermittlung der Verteidigung, der Anwälte, sind die Gegenstände zu uns zurückgekehrt.” — Sprecher der Staatsanwaltschaft via AD In vorläufigen Anhörungen war der starke Eindruck entstanden, dass die drei Verdächtigen im Auftrag Dritter handelten, obwohl sie sich weigerten, mögliche Hintermänner oder den Verbleib der Beute preiszugeben. Douglas Chesley W. (37), einer der drei Verdächtigen, galt lange Zeit als Mitwisser des Verstecks. Jan B. (21), der am Tag vor dem Überfall in einem Baumarkt gesichtet worden war, hatte zuvor verdeckten Ermittlern, die sich als potenzielle Käufer ausgaben, erzählt, dass Douglas W. den Ort kenne. Berichten zufolge stritten sich die beiden Verdächtigen darüber im Gerichtssaal. Der dritte Verdächtige, Bernhard Z. (35), gehört ebenfalls zu den Personen, die vor Gericht gestellt werden sollen. Alle drei stammen aus Heerhugowaard.

Diplomatische Spannungen kosteten niederländische Regierung 5,7 Millionen Euro Der Diebstahl löste einen erheblichen diplomatischen Streit zwischen den Niederlanden und Rumänien aus, da die Artefakte eine Leihgabe des Nationalmuseums für rumänische Geschichte in Bukarest waren und nur wenige Tage nach dem Raub dorthin hätten zurückkehren sollen. Rumänien forderte Schadensersatz vom niederländischen Staat und kritisierte die Sicherheitsvorkehrungen der Ausstellung über das Dakische Reich im Drents Museum. Das niederländische Kabinett zahlte daraufhin 5,7 (Millionen Euro) — Schadensersatz der niederländischen Regierung an Rumänien an den Versicherer des Museums in Bukarest. Ein Sprecher des Bukarester Museums äußerte die Hoffnung, dass der Helm unversehrt geblieben sei, konnte aber noch keine weitere Stellungnahme abgeben. Die rumänische Staatsanwaltschaft entsandte Vertreter nach Assen, um ihren Dank für die Sicherstellung der historischen Schätze auszudrücken.

Der Goldhelm von Coțofenești ist ein geto-dakisches Artefakt aus Elektron, das aus der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts v. Chr. stammt. Gefunden wurde er 1928 von Kindern im Schlamm des rumänischen Dorfes Coțofenești. Mit einem Gewicht von fast einem Kilogramm gilt er als rumänisches Pendant zur „Nachtwache“ – ein Objekt von zentraler Bedeutung für die nationale Identität. Vor der Leihgabe an das Drents Museum war der Helm im Nationalmuseum in Bukarest ausgestellt. Der Raub ereignete sich am frühen Morgen des 25. Januar 2025, als Täter den Hintereingang des Museums mit Sprengstoff aufbrachen und innerhalb weniger Minuten mit dem Helm und drei Goldarmbändern flüchteten. Im Zusammenhang mit der Tat wurden insgesamt sieben Personen festgenommen, von denen sich drei bis zum Prozessbeginn in Untersuchungshaft befinden.

Prozess auf drei Tage im April angesetzt Das Gericht in Assen wird die Hauptverhandlung voraussichtlich am 14., 16. und 17. April 2026 durchführen. Jan B., Douglas Chesley W. und Bernhard Z. müssen sich wegen Diebstahls, Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und Sachbeschädigung am Museum verantworten. Ein vierter Verdächtiger soll Anfang Mai vor einem Strafrichter erscheinen, während gegen die weiteren drei festgenommenen Personen keine Anklage erhoben wird. Der sichergestellte Helm und die zwei Armbänder wurden im alten Ratssaal der Provinz in Assen präsentiert, wo schwer bewaffnete Einsatzkräfte eine Vitrine mit den Artefakten bewachten. Der Kunstdetektiv Arthur Brand hatte der Nachrichtenagentur ANP bereits am Donnerstagmorgen mitgeteilt, dass sein Netzwerk die Rückführung des Goldhelms bestätigt habe, noch vor der offiziellen Pressekonferenz um 14:00 Uhr. Der genaue Zustand des Helms nach mehr als vierzehn Monaten wurde bisher nicht offiziell bestätigt.

Kunstraub im Drents Museum — Wichtige Ereignisse: — ; — ; — ; —

Mentioned People

  • Corien Fahner — Prokurator okręgowa Prokuratury Północnej Holandii
  • Arthur Brand — Holenderski detektyw sztuki znany z odzyskiwania skradzionych dzieł
  • Jan B. — 21-letni podejrzany o kradzież i spowodowanie eksplozji
  • Douglas Chesley W. — 37-letni podejrzany o kradzież i zniszczenie mienia muzeum
  • Bernhard Z. — 35-letni podejrzany o udział w napadzie na Drents Museum

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