Am 9. April 2026 wurde der elfjährige David in Villanueva de la Cañada Opfer einer Messerattacke. Der mutmaßliche Täter, ein 23-jähriger Mann, verletzte den Jungen in einem örtlichen Kulturzentrum tödlich. Die Ermittlungen deuten auf eine Psychose und eine vorangegangene Besessenheit des Täters hin.
Tödlicher Übergriff
Ein elfjähriger Junge wurde in den Sanitärräumen eines Kulturzentrums in Villanueva de la Cañada erstochen.
Festnahme des Verdächtigen
Ein 23-jähriger Mann mit Autismus-Diagnose stellte sich im Krankenhaus und wurde in der Psychiatrie festgenommen.
Mögliche Vorzeichen
Ermittlungen deuten auf eine Liste weiterer Zielpersonen sowie eine vorangegangene Besessenheit des Täters inklusive Santería-Ritualen hin.
Ein elfjähriger Junge namens David rumänischer Herkunft ist am Donnerstag, den 15. März 2026, in den Toiletten des Kulturzentrums La Despernada in Villanueva de la Cañada getötet worden. Die Gemeinde mit rund 25.000 Einwohnern liegt im Nordwesten der Region Madrid. Der Tatverdächtige, ein 23-jähriger Mann peruanischer Herkunft namens Julio, soll das Kind von hinten angegriffen und ihm mehrere Stichwunden an Hals, Brust und Rücken zugefügt haben. Die Einsatzkräfte von Summa 112 behandelten David vor Ort und konnten einen Herz-Kreislauf-Stillstand zunächst einmal rückgängig machen. Er wurde per Rettungshubschrauber in das Krankenhaus 12 de Octubre gebracht, wo jedoch nur noch sein Tod festgestellt werden konnte. Laut der medizinischen Leiterin von Summa 112, Ester Armela, wies der Junge multiple Verletzungen auf, die durch Messerstiche an Hals, Thorax und Rücken verursacht wurden. David hatte zuvor mit seiner Mutter und zwei Geschwistern einen Englischkurs im Kulturzentrum besucht. Als er allein die Toiletten aufsuchte, folgte ihm Julio hinein. Der Vorfall ereignete sich gegen 19:45 Uhr Ortszeit. Eine Polizeibeamtin außer Dienst alarmierte als Erste die Rettungskräfte und musste anschließend selbst psychologisch betreut werden. Verdächtiger in psychiatrischer Abteilung, Namensliste gefundenJulio floh nach der Tat zu Fuß und erschien später in Begleitung einer Tante im Krankenhaus Rey Juan Carlos in Móstoles. Dort gab er gegenüber dem Personal an, einen psychotischen Schub erlitten zu haben, wie die Zeitung ABC berichtete. Beamte der Zivilgarde nahmen ihn wenige Stunden nach dem Mord fest; er wird derzeit unter Bewachung in der psychiatrischen Abteilung des Krankenhauses in Móstoles festgehalten. Die Ermittler stellten fest, dass Julio über einen anerkannten 70 (Prozent) — Grad der Behinderung von 70 Prozent im Zusammenhang mit einer Autismus-Spektrum-Störung (Grad 3) verfügt. Ersten Ermittlungen von El Mundo zufolge besaß er eine Liste mit Namen weiterer Minderjähriger, die er ebenfalls anzugreifen beabsichtigte. Die Zivilgarde suchte die Umgebung des Estrella-Parks neben dem Tatort mit Spürhunden nach der Tatwaffe ab, die bis Freitag noch nicht gefunden worden war. Sichergestellt wurde jedoch ein Rucksack mit Plastikhandschuhen, die mutmaßlich bei der Tat verwendet wurden. Es wurde festgestellt, dass Julio seine Kleidung gewechselt hatte, bevor er im Krankenhaus erschien. Die Behörden prüfen zudem, ob der Verdächtige mit Hilfe von Angehörigen versucht haben könnte, eine Verteidigungsstrategie auf Basis seines psychischen Zustands vorzubereiten. Wochenlange Fixierung und fragwürdige RitualeNachbarn und Bekannte schilderten eine bereits Wochen zurückliegende Fixierung Julios auf David. Laut El Mundo soll Julio während der Weihnachtszeit den Namen des Jungen auf dem Social-Media-Konto eines mexikanischen Praktizierenden von Santería hinterlassen haben. Er bat dort um ein Ritual mit roten und gelben Kerzen, um die „treue Liebe“ des Kindes zu gewinnen. Bekannte gaben an, Julio habe ähnliche Praktiken auf YouTube gesucht und versucht, diese zu imitieren. Sein Verhalten sei von extremer Besitzgier und emotionaler Abhängigkeit geprägt gewesen. Eltern anderer Kinder in der Umgebung hatten ihre Familien bereits gewarnt, den Kontakt zu Julio zu meiden; auch Davids Mutter hatte ihren Sohn angewiesen, sich von ihm fernzuhalten. Davids Fußballtrainer Quique beschrieb den Jungen jedoch als jemanden, der Julio gegenüber freundlich blieb, während andere ihn abwiesen. „David steht jedem offen gegenüber, er ist so ein guter Junge. Ich denke, die anderen Kinder haben den Angreifer gemieden, und er hat ihn als Freund akzeptiert.” — Quique via 20 minutos Zeugen berichteten zudem, Julio habe David bereits vor dem Tattag mehrfachein Messer gezeigt und sei auch gegenüber anderen Kindern aggressiv aufgetreten. Trauer um einen NachwuchstorwartDavid war Torwart beim C.D. Villanueva de la Cañada und galt in der rumänisch-orthodoxen Gemeinde als sehr beliebt. Sein Vater Gabriel sang gerade bei einer Messe zum Gründonnerstag – nach dem rumänisch-orthodoxen Kalender –, als die Frau des Pfarrers den Gottesdienst unterbrach, um ihm mitzuteilen, dass sein Sohn im Sterben liege. Am darauffolgenden Tag versammelten sich mehr als 350 Menschen auf der Plaza de España, um zu trauern. Viele Teamkollegen erschienen in ihren grünen Vereinstrikots. Luis Manuel Partida, Bürgermeister von Villanueva de la Cañada, leitete eine Schweigeminute. „Der menschliche Geist ist komplex, und bei Menschen mit Problemen sind diese manchmal unkontrollierbar; in diesem Fall ist genau das passiert.” — Luis Manuel Partida via 20 minutos Auch Isabel Díaz-Ayuso, Präsidentin der Region Madrid, sprach ihr Beileid aus. Die Gemeinde ordnete Trauerbeflaggung an öffentlichen Gebäuden an.
Mentioned People
- David — 11-letnia ofiara pochodzenia rumuńskiego, bramkarz drużyny C.D. Villanueva de la Cañada
- Julio — 23-letni podejrzany pochodzenia peruwiańskiego z 70-procentową niepełnosprawnością z powodu autyzmu
- Luis Manuel Partida — Burmistrz Villanueva de la Cañada, który przewodniczył uroczystościom żałobnym
Sources: 25 articles
- Conmoción en Villanueva de la Cañada por el asesinato de David, de once años (La Razón)
- La tragedia sorprendió al padre de David en plena misa de Jueves Santo ortodoxo: "Vete corriendo, que se está muriendo el niño" (EL MUNDO)
- Julio (23) le hizo un hechizo "de amor" de santería a David (11) semanas antes de asesinarle a puñaladas (EL MUNDO)
- El asesino del niño de 11 años en Villanueva de la Cañada tenía una lista con más nombres de menores para atacarles (EL MUNDO)
- La Guardia Civil busca, con perros, el arma homicida del crimen de Villanueva de la Cañada (20 minutos)
- Las primeras palabras del entrenador de David, el niño de 11 años asesinado en Villanueva de la Cañada: "Estoy en shock" (20 minutos)
- Madrid. Detido jovem de 23 anos suspeito de esfaquear mortalmente criança de 11 anos (Observador)
- Jovem de 22 anos mata menino à facada em Espanha (JN)
- Los presuntos mensajes del asesino de un menor a puñaladas en Madrid: 'Si no me concedes el amor, voy a desatar la ira' (El Periódico)
- Criança de 11 anos é esfaqueada por jovem autista até à morte em Espanha (Correio da Manha)