Bank of America hat sich mit Hunderten Opfern sexueller Gewalt durch Jeffrey Epstein auf einen Vergleich über 72,5 Millionen Dollar geeinigt. Nach Angaben aus am Freitag beim Bundesbezirksgericht in Manhattan eingereichten Unterlagen soll damit der Vorwurf beendet werden, die Bank habe verdächtige Transaktionen übersehen und damit Epsteins Netzwerk begünstigt. Die Vereinbarung steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung von Bundesrichter Jed Rakoff.
Bank of America schließt Vergleich über 72,5 Millionen Dollar
Die Bank einigt sich mit Hunderten Epstein-Opfern auf eine Zahlung, die noch von Richter Jed Rakoff bestätigt werden muss.
Dritter Großvergleich mit einer Bank
Nach JPMorgan Chase und Deutsche Bank ist Bank of America das dritte große Institut, das sich mit den Klägern verständigt.
Klage beschreibt übersehene Warnsignale
Die Kläger warfen der Bank vor, verdächtige Transaktionen und Hinweise auf Menschenhandel ignoriert zu haben.
Epsteins Verfahren reicht über Jahrzehnte
Die Zivilklage steht im Zusammenhang mit Epsteins Verurteilung von 2008 und seiner erneuten Anklage im Jahr 2019.
Bank of America hat sich mit Hunderten Opfern sexueller Gewalt durch Jeffrey Epstein auf einen Vergleich über 72,5 Millionen Dollar geeinigt, wie aus am Freitag beim Bundesbezirksgericht in Manhattan eingereichten Unterlagen hervorgeht. Mit der Einigung werden Vorwürfe beigelegt, die Bank habe Epsteins Netzwerk für Menschenhandel unterstützt, indem sie verdächtige Finanztransaktionen im Zusammenhang mit seinen Konten ignoriert habe. Bank of America bestritt ein Fehlverhalten, erklärte aber, die Einigung ermögliche es dem Institut, die Angelegenheit abzuschließen. Der Vergleich muss von US-Bezirksrichter Jed Rakoff genehmigt werden, der die Bedingungen am Donnerstag prüfen sollte.
Dritte große Bank einigt sich mit Epstein-Opfern Die Vereinbarung von Bank of America ist der dritte große Vergleich einer Bank in demselben Verfahrensteam von Opferanwälten, das gegen Finanzinstitute vorgeht, die Epstein Dienstleistungen angeboten hatten. JPMorgan Chase hatte zuvor zugestimmt, 290 Millionen Dollar zu zahlen, und Deutsche Bank erklärte sich bereit, 75 Millionen Dollar zu zahlen, um ähnliche Ansprüche derselben Gruppe beizulegen. Eine grundsätzliche Einigung zwischen Bank of America und den Opfern war bereits Anfang März bekanntgegeben worden, die konkreten finanziellen Bedingungen wurden jedoch erst mit der Gerichtsakte vom Freitag offengelegt. Der Vergleich umfasst Opfer, die Epstein zwischen 2008 und 2019 missbraucht hat, und eröffnet vielen von ihnen Anspruch auf eine finanzielle Entschädigung. Die Anwälte der Opfer, darunter David Boies und Bradley Edwards, könnten bis zu 30 Prozent der Vergleichssumme als Honorar verlangen.
JPMorgan Chase: 290, Deutsche Bank: 75, Bank of America: 72.5 72.5 (Millionen US-Dollar) — Vergleich von Bank of America mit Epstein-Opfern
Klage beschreibt ein Muster übersehener Warnsignale Die im Oktober 2025 eingereichte Klage warf Bank of America vor, finanziell von der Beziehung zu Epstein profitiert und eine „Fülle“ von Informationen über seine Taten ignoriert zu haben. Laut der Klageschrift liefen Transaktionen zu und von Helfern, Vertrauten und Opfern Epsteins über Konten, die von der Bank verwaltet wurden. Die Hauptklägerin, eine nicht namentlich genannte Frau, die 2011 im Alter von etwa 20 Jahren aus Russland in die Vereinigten Staaten kam, erklärte, Epstein habe sie mindestens 100 Mal sexuell missbraucht und sie in ein Leben völliger Abhängigkeit von ihm gedrängt. 2013 eröffnete Bank of America auf Anweisung von Epsteins Mitarbeitern ein Konto für die Frau, obwohl sie kaum Englisch sprach, keine Arbeit hatte und keine erkennbare Einkommensquelle besaß. Die Klage wertete das als mögliche Warnsignale für Menschenhandel zum Zweck sexueller Ausbeutung. Der Großteil des Engagements von Bank of America bei Epstein begann, nachdem JPMorgan die Geschäftsbeziehung zu ihm beendet hatte. Zu diesem Zeitpunkt waren seine wichtigsten Opfer junge Frauen, darunter viele angehende Models aus Russland und der Ukraine. Ein Sprecher von Bank of America erklärte, das Institut stehe zu seinen bisherigen Schriftsätzen in dem Verfahren.
„Wir stehen weiterhin zu unseren früheren Angaben in den Schriftsätzen zu diesem Fall, einschließlich der Aussage, dass Bank of America keine Menschenhandelsdelikte erleichtert hat. Diese Einigung ermöglicht es uns jedoch, die Angelegenheit abzuschließen, und verschafft den Klägerinnen und Klägern eine weitere Form des Abschlusses.” — Bank of America spokesman via The New York Times
Epsteins Strafgeschichte erstreckte sich über zwei Jahrzehnte Jeffrey Epstein bekannte sich 2008 in Florida schuldig, von einem minderjährigen Mädchen Prostitution verlangt zu haben, und wurde zu 18 Monaten Haft in einem Bezirksgefängnis verurteilt. Er verbüßte 13 Monate, bevor er entlassen wurde. Nach der Verurteilung musste er sich als Sexualstraftäter registrieren lassen. Die Sorge, seine Strafe sei zu milde ausgefallen, veranlasste Bundesbehörden in New York zu einer neuen Untersuchung, und 2019 erhoben sie Anklage wegen Menschenhandels mit minderjährigen Mädchen. JPMorgan erbrachte für Epstein rund 15 Jahre lang Bankdienstleistungen, etwa von 1998 bis 2013. Dieser Zeitraum fiel nach Darstellung der Staatsanwaltschaft mit dem Missbrauch Dutzender jugendlicher Mädchen und junger Frauen zusammen. Deutsche Bank verwaltete Epsteins Konten rund fünf Jahre lang, bevor auch dieses Institut die Beziehungen beendete.
Epstein starb im August 2019 in Bundesgewahrsam, während er wegen Menschenhandelsvorwürfen auf seinen Prozess wartete. Die Zivilklagen gegen die Finanzinstitute, die ihm Dienste leisteten, gingen in den folgenden Jahren weiter. Die Klage gegen Bank of America wurde im Oktober 2025 im Southern District of New York eingereicht, also bei demselben Gericht, das zuvor die Verfahren gegen JPMorgan und Deutsche Bank bearbeitet hatte. Das Anwaltsteam der Opfer um David Boies und Bradley Edwards verfolgt die Strategie, Sammelklagen gegen Banken zu führen, die Epsteins Netzwerk die finanzielle Infrastruktur zur Verfügung stellten. Der Vergleich braucht noch die Zustimmung des Gerichts. Die Prüfung durch Richter Rakoff soll entscheiden, ob die Bedingungen für die Hunderte vertretenen Opfer fair und angemessen sind. Zusammen belaufen sich die drei Bankvergleiche auf mehr als 437 Millionen Dollar, die an Epsteins Opfer im Rahmen von Zivilklagen gegen Finanzinstitute gezahlt wurden.
Mentioned People
- Jeffrey Epstein — Amerykański finansista i sprawca przestępstw seksualnych wobec dzieci (20 stycznia 1953 – 10 sierpnia 2019)
- Jed Rakoff — Sędzia federalny USA rozpatrujący zatwierdzenie ugody
- David Boies — Prawnik reprezentujący ofiary Jeffrey’a Epsteina
- Bradley Edwards — Prawnik ofiar, który złożył pozew zbiorowy
Sources: 4 articles
- Affaire Epstein : Bank of America accepte de payer plus de 70 millions de dollars pour solder une procédure au civil (Le Figaro.fr)
- Bank of America settles Epstein case for $72.5 million (Deutsche Welle)
- Bank of America schließt Vergleich mit Epstein-Opfern (Frankfurter Allgemeine)
- Bank of America agrees to pay $72 million to settle Epstein sex-trafficking suit (Le Monde.fr)
- Bank of America schikt voor ruim 60 miljoen euro met slachtoffers Epstein (de Volkskrant)
- Epstein: Bank of America accepte de payer plus de 70 millions de dollars pour solder une procédure au civil (Mediapart)
- Bank of America Pays $72.5 Million to Settle Lawsuit by Epstein Victims (The New York Times)
- Bank of America Agrees to Pay $72.5 Million to Settle Epstein Lawsuit (The Wall Street Journal)
- BofA to Pay $72.5 Million to Settle Epstein Victim Lawsuit (Bloomberg Business)
- Bank of America agrees to pay $72.5 million to settle Epstein accusers' lawsuit (Reuters)