Nach einem 3:2-Gesamtsieg über den FC Barcelona zieht Atletico Madrid am 14. April 2026 erstmals seit neun Jahren wieder in ein Halbfinale der Königsklasse ein. Trotz einer 1:2-Heimniederlage im Rückspiel gab der 2:0-Erfolg aus dem Hinspiel im Camp Nou den Ausschlag. Die Partie wurde von zwei Platzverweisen gegen Barcelona und scharfer Kritik seitens der katalanischen Vereinsführung überschattet.

Atletico Madrid zieht ins Halbfinale ein

Ein 3:2-Gesamtsieg über Barcelona beendet die neunjährige Wartezeit auf ein Champions-League-Halbfinale.

Zwei Rote Karten gegen Barcelona

In beiden Viertelfinalpartien wurde ein Barcelona-Spieler nach VAR-Eingriff des Feldes verwiesen.

Laporta kritisiert UEFA scharf

Barcelona-Präsident Joan Laporta kündigt nach den Schiedsrichterentscheidungen eine formelle Beschwerde an.

Atletico Madrid hat das Halbfinale der Champions League erreicht. Die Mannschaft setzte sich am 14. April 2026 mit einem Gesamtergebnis von 3:2 gegen den FC Barcelona durch. Ausschlaggebend war der 2:0-Hinspielsieg im Camp Nou, der den Madrilenen trotz der 1:2-Niederlage im Rückspiel reichte. Lamine Yamal eröffnete im Rückspiel bereits in der vierten Minute den Reigen, nachdem er von einem Fehler Clement Lenglets profitierte, den Ferran Torres vorbereitet hatte. Torres selbst erhöhte in der 24. Minute auf 2:0, als er nach einem Zuspiel von Dani Olmo in den Winkel traf. Die Aufholjagd Barcelonas blieb jedoch unvollendet, da der Rückstand aus dem Hinspiel zu schwer wog und das Team die Partie erneut zu zehnt beenden musste. Verteidiger Eric Garcia sah nach einer VAR-Überprüfung die Rote Karte, weil er Alexander Sorloth bei einem Durchbruch behindert hatte. Atletico trifft nun im Halbfinale entweder auf Arsenal oder Sporting Lissabon.

Zwei Platzverweise prägen das Viertelfinal-Duell Das Viertelfinale wurde maßgeblich durch Disziplinarstrafen beeinflusst; in beiden Partien musste Barcelona nach VAR-Eingriffen eine Dezimierung hinnehmen. Im Hinspiel wandelte der Schiedsrichter István Kovács in der 42. Minute eine Gelbe Karte für Pau Cubarsi in eine Rote um, nachdem dieser Giuliano Simeone regelwidrig gestoppt hatte. Julian Alvarez verwandelte den fälligen Freistoß zur Führung. Im Rückspiel entschied der französische Unparteiische Clement Turpin ähnlich und stellte Eric Garcia vom Platz. Barcelona hatte bereits nach dem Hinspiel formalen Protest bei der UEFA eingelegt, da Torhüter Juan Musso den Ball nach Meinung der Katalanen bereits im Spiel hatte, ehe Marc Pubill ihn im Strafraum berührte – eine Beschwerde, die abgewiesen wurde. Präsident Laporta kritisierte zudem die Aberkennung eines Treffers von Ferran Torres wegen Abseits sowie einen nicht gegebenen Elfmeter an Dani Olmo.

Atletico Madrid gegen Barcelona — Viertelfinal-Chronologie: — ; — ; — ; —

Raphinhas Vorwürfe sorgen für Aufsehen Barcelonas Offensivspieler Raphinha, der verletzungsbedingt fehlte, griff das Schiedsrichtergespann nach dem Abpfiff scharf an. TV-Bilder fingen Gesten des Spielers ein, die als Vorwurf des Diebstahls gewertet wurden.

„Meiner Meinung nach war das ein Raub, nicht nur in diesem Spiel, sondern auch im Hinspiel.” — Raphinha via Reuters

Raphinha kritisierte Turpin direkt und stellte die Unparteilichkeit des Unparteiischen infrage.

„Ich finde die Schiedsrichterleistung sehr schwach; seine Entscheidungen sind unglaublich ... ich möchte verstehen, warum man solche Angst davor hat, dass Barcelona gewinnt.” — Raphinha via Reuters

Zudem verwies er auf die Belastung durch die Unterzahl in beiden Begegnungen.

„Es war hart, besonders wenn man merkt, dass man dreimal so hart arbeiten muss, um das Spiel zu gewinnen.” — Raphinha via Reuters

Eine Anfrage von Reuters an die UEFA blieb bisher unbeantwortet.

Laporta kündigt neue Beschwerde an Präsident Joan Laporta, der im März 2026 wiedergewählt wurde, nannte die Ereignisse bei einem Auftritt in Barcelona am Folgetag inakzeptabel. Er kündigte an, erneut offiziell bei der UEFA vorstellig zu werden.

„Die gestrige Schiedsrichterleistung, sowohl auf dem Feld als auch durch den VAR, war eine Schande. Solche Vorfälle sind unzulässig, erst recht in dieser Häufung. Diese Entscheidungen haben den Interessen des Clubs schwer geschadet.” — Joan Laporta via RTVE.es

Laporta wies zudem Behauptungen zurück, Schiedsrichter würden Barcelona bevorzugen. Trotz des Ausscheidens zeigte er sich mit Blick auf die spanische LaLiga optimistisch, in der Barcelona mit neun Punkten Vorsprung führt. Analysten von CBS Sports bezeichneten die Taktik von Hansi Flick unterdessen kritisch als „Zirkus-Fußball“, während Ex-Profi Samuel Umtiti gegenüber RMC Sport anmerkte, dass die extrem hohe Verteidigungslinie die Spieler anfällig für Kontersituationen mache, die letztlich zu den Platzverweisen führten.

Atletico Madrid, Barcelona

Mentioned People

  • Joan Laporta — Hiszpański biznesmen, polityk i prezydent FC Barcelona w latach 2003–2010 oraz ponownie od 2021 roku
  • Clément Turpin — Francuski sędzia piłkarski, w grupie UEFA Elite od 2012 roku
  • Hansi Flick — Niemiecki trener piłkarski, obecnie szkoleniowiec FC Barcelona
  • István Kovács — Rumuński sędzia piłkarski, sędzia klasy elite UEFA od 2019 roku
  • Lamine Yamal — Napastnik Barcelony, strzelec bramki w meczu rewanżowym
  • Ferran Torres — Napastnik Barcelony, zdobywca drugiej bramki w rewanżu
  • Eric Garcia — Obrońca Barcelony ukarany czerwoną kartką w 77. minucie rewanżu
  • Raphinha — Napastnik Barcelony, który oskarżył sędziów o kradzież
  • Samuel Umtiti — Były obrońca Barcelony, który krytykował ryzyko strukturalne w grze obronnej zespołu

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