US-Präsident Donald Trump hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu davor gewarnt, iranische Energieanlagen erneut anzugreifen. Auslöser war ein israelischer Luftangriff auf das Gasfeld South Pars am 18. März 2026. Nach iranischen Gegenschlägen in Katar und Saudi-Arabien stiegen die ohnehin hohen Ölpreise weiter, während sich die strategischen Ziele Washingtons und Jerusalems sichtbar auseinanderentwickeln.

Trump warnt vor neuen Angriffen auf Energieanlagen

Der US-Präsident forderte Benjamin Netanyahu auf, keine weiteren Schläge gegen iranische Energieinfrastruktur zu führen, nachdem der Angriff auf South Pars die Spannungen verschärft hatte.

Ölpreis steigt nach Angriff auf South Pars auf 108 Dollar

Nach dem israelischen Angriff auf das größte Erdgasfeld der Welt und iranischen Gegenschlägen in Katar und Saudi-Arabien legte der Ölpreis laut Verifizierungsprotokoll von 103 auf 108 Dollar je Barrel zu.

Washington und Jerusalem verfolgen unterschiedliche Ziele

Analysen von Süddeutscher Zeitung und The Irish Times sehen eine wachsende Distanz zwischen Trumps Fokus auf die Begrenzung wirtschaftlicher Schäden und Netanyahus weiter gefassten militärischen Zielen.

Großbritannien weist Beteiligung am Krieg zurück

Downing Street ließ laut Η Ναυτεμπορική gegenüber Iran erklären, das Vereinigte Königreich sei nicht an dem größeren Krieg im Nahen Osten beteiligt.

Berichte über Haifa-Angriff wurden korrigiert

Nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur ANSA traf kein iranischer Sprengkörper die Raffinerie in Haifa, sondern ein Fragment einer Abfangrakete.

IRGC bestätigt Tod von Ali Mohammad Naini

Die Revolutionsgarde teilte mit, ihr Sprecher Ali Mohammad Naini sei bei einer gemeinsamen US-israelischen Operation getötet worden.

US-Präsident Donald Trump hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu davor gewarnt, Angriffe auf iranische Energieanlagen zu wiederholen. Hintergrund ist die sich verschärfende Konfrontation zwischen Israel und Iran nach einem Angriff der israelischen Luftwaffe auf das iranische Gasfeld South Pars am 18. März 2026. Die Warnung erfolgte, während Verbündete am Golf in Washington darauf drängten, Netanyahu zu bremsen, nachdem iranische Vergeltungsschläge gegen Energieinfrastruktur in Katar und Saudi-Arabien die bereits erhöhten globalen Ölpreise weiter nach oben getrieben hatten. Die Zuspitzung machte einen sichtbaren Unterschied zwischen den Kriegszielen der USA und Israels deutlich: Trump versucht, den wirtschaftlichen Schaden zu begrenzen, während Israel breiter angelegte militärische Ziele verfolgt. Das IRGC bestätigte den Tod seines Sprechers Ali Mohammad Naini bei einer gemeinsamen US-israelischen Operation. Damit steigt die Zahl hochrangiger iranischer Vertreter, die seit Beginn des Konflikts getötet wurden. In der Nacht wurden Explosionen in Jerusalem und in Teheran gemeldet, während die Iraner Nowruz, das persische Neujahrsfest, begingen. Das verdeutlicht, wie stark der Krieg auf mehreren Seiten des Konflikts in den zivilen Alltag eingreift.

Angriff auf South Pars treibt den Ölpreis auf 108 Dollar je Barrel Der israelische Angriff auf das Gasfeld South Pars am 18. März 2026 traf das mit Abstand größte Erdgasfeld der Welt, das sich Iran und Katar teilen. Laut Verifizierungsprotokoll stieg der globale Ölpreis danach von 103 auf 108 Dollar je Barrel. Die iranischen Vergeltungsschläge gegen Energieanlagen in Katar und Saudi-Arabien verstärkten den Schock an den Märkten und veranlassten die Golfstaaten, Trump zum Einwirken auf Netanyahu aufzufordern. Für die Monarchien am Golf entstand damit eine besonders schwierige Lage, weil sie auf regionale Stabilität und wirtschaftliche Berechenbarkeit gesetzt hatten und zugleich an der Seite Washingtons bleiben wollten. Der Guardian berichtete, der Krieg zerstöre die am Golf über Jahre aufgebauten Stabilitätspläne. Die Angriffe auf die Energieinfrastruktur lenkten die Aufmerksamkeit darauf, wie weit sich der Konflikt, der mit US-amerikanischen und israelischen Angriffen auf Iran am 28. Februar 2026 begonnen hatte, über seine ursprünglichen militärischen Ziele hinaus ausgedehnt hat.

2026-03-17: 103, 2026-03-19: 108

Die Kriegsziele von Trump und Netanyahu entfernen sich weiter voneinander Analysen, die sowohl die Süddeutsche Zeitung als auch The Irish Times am 20. März 2026 veröffentlichten, beschrieben eine wachsende Lücke zwischen den strategischen Zielen von Trump und Netanyahu. The Irish Times argumentierte, dass die strategischen Ziele Israels und nicht jene der USA die Richtung des Krieges mit Iran bestimmten. Die Süddeutsche Zeitung berichtete ähnlich, die Kriegsziele von Trump und Netanyahu drifteten immer weiter auseinander. Trump, der im Januar 2025 als 47. US-Präsident ins Weiße Haus zurückkehrte, hat öffentlich Besorgnis über die wirtschaftlichen Folgen von Angriffen auf Energieinfrastruktur signalisiert. Netanyahu, der am längsten amtierende Ministerpräsident Israels, hat dagegen keinen Hinweis auf ein Ende der Militärkampagne erkennen lassen. Die auseinandergehenden Ziele werfen die Frage auf, wie lange Washington mit Jerusalem noch eine einheitliche Linie aufrechterhalten kann, während die wirtschaftlichen und diplomatischen Kosten des Konflikts in der Region zunehmen.

London grenzt sich ab; Vorfall an Raffinerie in Haifa präzisiert Downing Street erklärte laut einem Bericht des griechischen Finanzmediums Η Ναυτεμπορική gegenüber Iran, das Vereinigte Königreich sei nicht an dem größeren Krieg im Nahen Osten beteiligt. Die britische Haltung steht für breitere Bemühungen europäischer Regierungen, nicht in den sich ausweitenden Konflikt hineingezogen zu werden. Unabhängig davon wurden erste Berichte über einen iranischen Streubombenangriff auf eine Raffinerie in Haifa korrigiert: Die italienische Nachrichtenagentur ANSA berichtete, die Raffinerie sei von einem Fragment einer Abfangrakete getroffen worden und nicht von iranischer Munition. Diese Unterscheidung ist wichtig für die Beurteilung iranischer Zielentscheidungen und der Risiken, die Raketenabwehreinsätze über dicht besiedelten Gebieten mit sich bringen. Die Bestätigung des IRGC, dass sein Sprecher Ali Mohammad Naini bei einem US-israelischen Angriff getötet wurde, fügte dem Konflikt eine weitere Dimension hinzu, weil Irans militärischer Kommunikationsapparat ebenso Verluste erlitt wie seine operative Führung. Die Operation Epic Fury, die US-israelische Militärkampagne gegen Iran, begann am 28. Februar 2026 und führte bei den ersten Angriffen zum Tod des Obersten Führers Ali Khamenei. Sein Sohn Mojtaba Khamenei wurde am 9. März 2026 nach dem zum Zeitpunkt der Veröffentlichung feststehenden Sachstand zum Obersten Führer ernannt. Das South-Pars-/North-Dome-Gasfeld, Ziel des israelischen Angriffs vom 18. März, wird von Iran und Katar gemeinsam genutzt und enthält nach Darstellung der Internationalen Energieagentur geschätzte 1.800 Billionen Kubikfuß Erdgas. Damit ist es das größte Feld dieser Art weltweit.

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