Die europäischen Kapitalmärkte verzeichneten historische Höchststände, angetrieben von außergewöhnlichen Finanzergebnissen der Giganten des Verteidigungs- und Technologiesektors. Der britische Rolls-Royce meldete einen vierzigprozentigen Gewinnzuwachs, unterstützt durch die Nachfrage nach Strahltriebwerken und Stromversorgungssystemen für KI-Rechenzentren. Gleichzeitig verzeichnete das spanische Unternehmen Indra nach der Bekanntgabe eines Auftragsportfolios im Wert von 16 Milliarden Euro den höchsten Aktienkursanstieg seit sechs Jahren, was den anhaltenden Boom in der Militärbranche bestätigt.
Mächtiger Gewinnanstieg bei Rolls-Royce
Der Konzern steigerte seinen Gewinn um 40 Prozent dank der Nachfrage nach Stromversorgungssystemen für KI-Rechenzentren sowie Verteidigungsaufträgen für Motoren von Panzern und gepanzerten Fahrzeugen.
Börseneuphorie um das Unternehmen Indra
Die Aktien des spanischen Giganten verteuerten sich an einem Tag um 21 Prozent nach der Bekanntgabe von Rekordaufträgen im Wert von 16 Milliarden Euro.
Neue Investitionen in Deutschland
Rolls-Royce Power Systems kündigte den Bau eines neuen Werks in Friedrichshafen als Reaktion auf die guten Ergebnisse des Energiesystemgeschäfts an.
Spannungen im Nahen Osten
Die Zunahme der Spannungen zwischen den USA und dem Iran verursachte einen Sprung der Ölpreise und beeinflusste die globalen Rohstoffmärkte und die Anlegerstimmung.
Die letzten Februartage des Jahres 2026 brachten eine Reihe spektakulärer Finanzberichte hervor, die die europäischen Aktienindizes auf ein Niveau nahe historischer Rekorde hoben. Hauptakteur dieses Booms wurde der Konzern Rolls-Royce, dessen Gewinn um eine Milliarde Pfund im Jahresvergleich stieg. Das Unternehmen profitierte nicht nur von der Belebung im Luftfahrtsektor, sondern vor allem von der sprunghaften Nachfrage nach Stromerzeugungseinheiten für Rechenzentren, die künstliche Intelligenz betreiben, sowie nach Motoren für gepanzerte Fahrzeuge. Die Unternehmensleitung, zuversichtlich über eine weitere Expansion, kündigte ein ehrgeiziges Aktienrückkaufprogramm im Wert von 12 Milliarden Dollar an und erhöhte die strategischen Ziele bis 2028. Parallel lösten die Ergebnisse des Unternehmens Indra an der Madrider Börse wahre Euphorie aus. Die Aktien des spanischen Technologie- und Verteidigungsgiganten stiegen innerhalb einer Handelssitzung um über 21 Prozent, was eine Reaktion auf das von der Modernisierung der spanischen Streitkräfte angetriebene Rekord-Auftragsportfolio war. Investoren nahmen auch die Nachricht von der Übernahme des Unternehmens EM&E durch Indra mit Begeisterung auf, was ihre Marktposition weiter stärkt. Die positive Stimmung erfasste auch den deutschen Rüstungssektor. Das Unternehmen Hensoldt meldete einen beispiellosen Auftragsboom aufgrund erhöhter Ausgaben für die Bundeswehr, trotz einer leichten Abweichung von den Umsatzprognosen. Regional plant Rolls-Royce Power Systems am Bodensee in Friedrichshafen den Bau eines neuen Werks, um die wachsende Nachfrage nach Notstromsystemen zu befriedigen. Seit der russischen Invasion in die Ukraine im Jahr 2022 haben die europäischen Staaten ihre Verteidigungshaushalte systematisch erhöht, was sich in langfristigen Verträgen für die Rüstungsindustrie nach einem Jahrzehnt der Stagnation niederschlägt. Der Börsenoptimismus beschränkte sich nicht nur auf Rüstungsgüter. Der britische Index FTSE 100 testete Rekordniveaus, trotz einiger Rückgänge im Bergbausektor. Auf den Rohstoffmärkten wurde ein Sprung der Ölpreise verzeichnet, den Analysten mit den wachsenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran in Verbindung bringen. Diese Situation, obwohl sie geopolitische Besorgnis hervorruft, stärkt paradoxerweise die Notierungen von Energie- und Rüstungsunternehmen und schafft ein spezifisches Investitionsklima, in dem Energiesicherheit und militärische Sicherheit zu den Hauptwachstumsfundamenten werden. In Spanien war ein zusätzlicher Impuls die Ergebnisse von Acciona, die dank einer fast zweifachen Gewinnsteigerung eine Kursstärkung von über zehn Prozent verzeichnete.
Mentioned People
- Marc Murtra — Vorstandsvorsitzender des Unternehmens Indra, für den ein neues Bonussystem vorbereitet wird.