Kathryn Shiber, eine ehemalige Finanzanalystin bei der renommierten Investmentbank Centerview Partners, hat eine Klage auf Schadensersatz in Millionenhöhe eingereicht. Die Frau behauptet, sie sei unrechtmäßig entlassen worden, nachdem sie um die Garantie von neun Stunden Schlaf pro Tag gebeten hatte. Der Fall hat eine breite Debatte über die mörderischen Arbeitsbedingungen junger Fachkräfte im Finanzsektor und den mangelnden Umgang mit psychischen Gesundheitsproblemen von Mitarbeitern ausgelöst.

Klage auf Schadensersatz in Millionenhöhe

Eine ehemalige Junior-Analystin fordert von der Bank Centerview Partners Schadensersatz für die unrechtmäßige Kündigung im Jahr 2020 aus gesundheitlichen Gründen.

Konflikt um das Recht auf Schlaf

Die Klägerin, bei der Angststörungen diagnostiziert wurden, beantragte 9 Stunden Schlaf, was Teil der Vereinbarungen bei ihrer Einstellung gewesen sein soll.

Präzedenzfall vor New Yorker Gericht

Eine Jury in New York muss entscheiden, ob die Anforderung der Verfügbarkeit um 4:00 Uhr morgens für die Aufgabenerfüllung im Finanzsektor unerlässlich ist.

Die ehemalige Finanzanalystin Kathryn Shiber hat einen Prozess gegen ihren früheren Arbeitgeber, die Investment-Boutique Centerview Partners, angestrengt. Der Fall nahm seinen Anfang im August 2020, als die damals erst 21-jährige Shiber entlassen wurde. Streitpunkt ist der Konflikt zwischen den rigorosen Anforderungen der Investmentbanking und den gesundheitlichen Bedürfnissen einer Mitarbeiterin. Bei der Klägerin wurden Stimmungs- und Angststörungen diagnostiziert, was die Grundlage für die Beantragung besonderer Beschäftigungsbedingungen bildete. Berichten zufolge hatte Shiber bei ihrer Einstellung eine Klausel ausgehandelt, die ihr neun Stunden ununterbrochenen Schlaf zwischen Mitternacht und neun Uhr morgens garantierte. Im Gegenzug verpflichtete sie sich, für die verbleibenden 15 Stunden eines jeden Tages, sieben Tage die Woche, voll verfügbar zu sein. Der Vorfall, der direkt zur Beendigung der Zusammenarbeit führte, war, dass sich die Analystin um Mitternacht von den Arbeitssystemen abmeldete, ohne ihre leitenden Vorgesetzten vorher informiert zu haben. Der Druck an der Wall Street hat in den letzten Jahrzehnten zu zahlreichen Tragödien geführt, einschließlich Todesfällen durch Überarbeitung junger Praktikanten, was die größten Banken der Welt gezwungen hat, sogenannte „geschützte Samstage” einzuführen. Derzeit läuft vor einem Gericht in New York ein Verfahren, das klären soll, ob die Erwartung voller operativer Bereitschaft um vier Uhr morgens im Falle jüngerer Analysten gerechtfertigt ist. 9 Stunden — Schlaf pro Tag forderte die Mitarbeiterin Die Verteidigung der Bank deutet an, dass die Besonderheiten von Fusionen und Übernahmen die strikte Einhaltung nächtlicher Pausen unmöglich machen. Shiber argumentiert hingegen, dass ihre Klage auf Diskriminierung aufgrund einer Behinderung basiert. Das Ergebnis dieses Prozesses könnte zu einem Präzedenzfall werden, der die Arbeitskultur im globalen Finanzzentrum verändert. „Ich hatte gehofft, dass mein Arbeitgeber die Vereinbarungen zum Schutz der psychischen Gesundheit einhalten würde, stattdessen wurde ich für das Bedürfnis nach physiologischer Regeneration bestraft.” — Kathryn Shiber Arbeitsbedingungen von Shiber laut Klage: Verfügbarkeit: 24/7 auf Abruf → 15 Stunden täglich; Garantierter Schlaf: Kein / abhängig von Aufträgen → 9 Stunden (00:00-09:00)

Mentioned People

  • Kathryn Shiber — Ehemalige Finanzanalystin, die eine Investmentbank auf Schadensersatz in Millionenhöhe verklagte, nachdem sie wegen der Bitte um eine geregelte Schlafzeit entlassen wurde.