In ganz Deutschland findet ein massenhafter Warnstreik der Beschäftigten im öffentlichen Verkehr statt, der von der Gewerkschaft Verdi organisiert wurde. Der Protest erfasste die meisten Bundesländer, darunter Nordrhein-Westfalen, wo sich die Staus in der Hauptverkehrszeit auf eine Länge von fast 300 Kilometern summierten. Die Hauptforderungen der Streikenden betreffen die Verbesserung der Arbeitsbedingungen, darunter die Einführung einer 35-Stunden-Woche sowie höhere Löhne angesichts des anhaltenden Tarifkonflikts.
Verkehrslähmung in NRW
In Nordrhein-Westfalen verursachte der Streik Rekordstaus mit einer Länge von 300 Kilometern in den Nachmittagsstunden.
Forderungen der Gewerkschaft Verdi
Die Hauptforderungen umfassen die Einführung einer 35-Stunden-Woche sowie die Verbesserung der sozialen Bedingungen der Beschäftigten.
Bundesweite Ausdehnung
Die Proteste erfassten unter anderem Hamburg, Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz, das Saarland sowie Mecklenburg-Vorpommern.
Am Freitag, den 27. Februar 2026, sahen sich die Einwohner Deutschlands mit massiven Beeinträchtigungen im Nahverkehr konfrontiert. Der von der mächtigen Gewerkschaft Verdi ausgerufene Warnstreik erfasste nahezu ganz Deutschland. Die Protestaktion traf vor allem die Fahrgäste von Bussen, Straßenbahnen und U-Bahnen. Die schwierigste Situation trat in Nordrhein-Westfalen, dem bevölkerungsreichsten Bundesland, auf, wo Hunderttausende auf das Auto umstiegen, was zu gigantischen Staus mit einer Gesamtlänge von fast 300 Kilometern in den Nachmittagsstunden führte. Die Gewerkschafter fordern systemische Veränderungen im Sektor ÖPNV. Ein zentrales Anliegen ist die Verkürzung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden ohne Lohnkürzung sowie die Verbesserung der Sozialleistungen. Nach Ansicht der Gewerkschaftsführung haben die derzeitigen Arbeitsbedingungen zu einem kritischen Personalmangel und einer übermäßigen Belastung der vorhandenen Beschäftigten geführt. Die Proteste sind bundesweit, variieren jedoch in ihrer Intensität je nach Region. In Rheinland-Pfalz und im Saarland fuhren über 1500 Busfahrer nicht aus, was den Verkehr in den größten Städten dieser Länder nahezu vollständig zum Erliegen brachte. Die Tradition der Warnstreiks in Deutschland reicht bis in die Nachkriegszeit zurück und ist Teil des Rituals von Tarifverhandlungen. Es handelt sich um kurze, meist stunden- oder eintägige Arbeitsniederlegungen, die die Entschlossenheit der Arbeitnehmerseite vor einer weiteren Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern demonstrieren sollen.Die Situation betraf auch den Norden und Osten des Landes. In Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern erfasste der Streik die städtischen Busunternehmen. Trotz Notfallplänen wurden die meisten Verbindungen gestrichen, was sich negativ auf den Weg zur Arbeit und zur Schule auswirkte. Die Verkehrsbetriebe appellieren an die Fahrgäste, vor jeder Fahrt aktuelle Informationen zu prüfen, da die Proteste bis in die späten Abendstunden andauern und auch die Rückfahrten von Sportveranstaltungen wie Fußballspielen der Bundesliga beeinträchtigen könnten.
Perspektywy mediów: Die Berichterstattung konzentriert sich auf die Berechtigung der Arbeitnehmerforderungen und die Notwendigkeit, die Arbeitsbedingungen zu verbessern, um einen Kollaps des Verkehrssektors zu vermeiden. Hervorgehoben werden die Belastungen für die Bürger, die wirtschaftlichen Verluste durch Staus und die Lähmung des gesellschaftlichen Lebens in den Städten.