US-Präsident Donald Trump hat ein Szenario einer freundlichen Übernahme Kubas angedeutet und argumentiert, dass die Insel in der tiefsten Krise ihrer Geschichte stecke und ein gescheiterter Staat sei. Während Washington den diplomatischen Druck nach dem Eingreifen in Venezuela erhöht, führt die US-Administration Gespräche mit kubanischen Beamten. Trump betont, dass der Mangel an finanziellen Ressourcen Havannas die dortige Regierung dazu bewegen könnte, das amerikanische Angebot zu akzeptieren, was eine beispiellose Wende in der Karibikpolitik darstellen würde.
Kuba als gescheiterter Staat
Donald Trump hat öffentlich bewertet, dass Kuba sich in einem Zustand des völligen wirtschaftlichen Zerfalls befinde und nicht über die Mittel für weiteres Funktionieren verfüge.
Konzept der freundlichen Übernahme
Der US-Präsident schlägt ein auf Geschäftsvereinbarung basierendes Modell anstelle militärischer Intervention vor, um die Karibikregion zu stabilisieren.
Dialog mit der Regierung in Havanna
Washington bestätigte die Führung vorläufiger Gespräche mit Vertretern der kubanischen Behörden angesichts der eskalierenden Krise auf der Insel.
Präsident Donald Trump hat international für Aufsehen gesorgt, indem er ankündigte, dass die Vereinigten Staaten ein Szenario erwägen, das als „freundliche Übernahme“ Kubas bezeichnet wird. Dem amerikanischen Führer zufolge ist die wirtschaftliche Lage auf der Insel derzeit so dramatisch, dass das Land nicht mehr als stabiler Staatsorganismus funktioniere. Trump hat Kuba wiederholt als „gescheiterten Staat“ bezeichnet und auf extreme Armut, Mangel an Grundgütern und völlige Erschöpfung der Finanzreserven hingewiesen. Seiner Einschätzung nach ist der einzige realistische Rettungsweg für die Bewohner der Insel eine enge Integration mit den USA, die durch eine Vereinbarung und nicht durch einen offenen bewaffneten Konflikt nach dem Vorbild der jüngsten Ereignisse im benachbarten Venezuela erfolgen soll. Die amerikanisch-kubanischen Beziehungen bleiben seit der Revolution von 1959 extrem angespannt, und das kurz danach verhängte Handelsembargo ist eine der am längsten bestehenden Sanktionen in der modernen Diplomatiegeschichte. In seinen Äußerungen betonte Trump, dass die Verwaltung in Washington bereits einige Kommunikationskontakte mit der Regierung in Havanna aufgenommen habe. Obwohl die Details dieser Gespräche geheim bleiben, deutet der Präsident an, dass die kubanische Seite aufgrund fehlender Alternativen Interesse am Dialog zeige. Die Strategie der „freundlichen Übernahme“ (engl. friendly takeover) ist ein Begriff aus der Geschäftswelt, der perfekt zum transaktionalen Stil der Außenpolitik des derzeitigen Bewohners des Weißen Hauses passt. Trump argumentiert, dass Kuba derzeit „nichts“ habe – weder Geld noch Perspektiven für einen eigenständigen Ausweg aus dem zivilisatorischen Zusammenbruch, was es anfällig für amerikanische Wirtschaftsvorschläge mache. 145 km — trennt die Küste Kubas von den Ufern Floridas Experten für Lateinamerika weisen darauf hin, dass Trumps Rhetorik Kuba als weiteres Element im Puzzle nach dem Machtwechsel in Venezuela positioniert. Die Nutzung von Erdöl als Druckmittel und die Abschneidung des Einflusses Russlands und Chinas in der Region sind die Hauptziele der amerikanischen Geopolitik in diesem Bereich. Dennoch stößt der Vorschlag der „Übernahme“ eines souveränen Staates in der internationalen Gemeinschaft auf zahlreiche rechtliche und ethische Kontroversen. Medien in Spanien und Frankreich weisen darauf hin, dass Trump Außenpolitik wie Unternehmensfusionen behandelt und dabei die lange Tradition des kubanischen Widerstands gegen die Dominanz des Nordens ignoriert. Nachrichtenagenturen wie Reuters oder Bloomberg betonen dagegen die pragmatische Dimension dieser Ankündigungen, die eine Form der Vorgehensweise vor möglichen Verhandlungen sein könnten. „Cuba is in very bad shape. They have no money, they have nothing. I think you very well could have a friendly takeover of Cuba.” (Kuba ist in sehr schlechter Verfassung. Sie haben kein Geld, sie haben nichts. Ich denke, man könnte sehr gut eine freundliche Übernahme Kubas haben.) — Donald Trump Sowohl Verbündete als auch Gegner der USA fragen sich, inwieweit diese Ankündigungen lediglich ein Element der psychologischen Kriegsführung oder ein konkreter Plan der wirtschaftlichen Annexion sind. Donald Trump scheint entschlossen zu sein, den Prozess der Eliminierung kommunistischer Einflüsse auf der westlichen Hemisphäre abzuschließen. Die Zusammenarbeit mit den neuen Behörden in Caracas gibt ihm eine stärkere Verhandlungsposition, da Kuba jahrzehntelang von venezolanischen Lieferungen energetischer Rohstoffe abhängig war. Das Fehlen dieser Unterstützung stellt Havanna vor eine Wand, was Trump nutzen will, um Lösungen durchzusetzen, die den nationalen Interessen der Vereinigten Staaten zugutekommen, und im Gegenzug eine Kapitalspritze und Modernisierung der Infrastruktur anzubieten.
Mentioned People
- Donald Trump — Präsident der Vereinigten Staaten, der den Plan zur Übernahme Kubas vorantreibt.