Eine Welle von Warnstreiks, organisiert von der Gewerkschaft Ver.di, hat den öffentlichen Verkehr in fast allen Bundesländern Deutschlands lahmgelegt. Die Proteste, die am Freitag begannen, umfassten Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen in Großstädten wie Berlin, Hamburg, München und Frankfurt. Fahrgäste müssen auch am Samstag mit Beeinträchtigungen rechnen, und in Leipzig wurde die Protestaktion sogar bis Sonntag verlängert, was zu massiven Staus und Verkehrschaos führte.

Bundesweite Lähmung des Verkehrs

Die Streiks erfassten die meisten Bundesländer und legten Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen in wichtigen Metropolen lahm.

Massive Verkehrsbehinderungen

Das Fehlen des öffentlichen Nahverkehrs verursachte gigantische Staus, darunter 300 Kilometer Stau in Nordrhein-Westfalen.

Mögliche Gesetzesänderungen

Politiker der Union CDU/CSU fordern eine Einschränkung des Streikrechts an Tagen mit Bundesligaspielen.

Der deutsche Nahverkehr steht erneut in diesem Monat vor einer schweren Krise. Die Gewerkschaft Ver.di rief die Beschäftigten lokaler Verkehrsbetriebe dazu auf, die Arbeit niederzulegen, was zu einer nahezu vollständigen Stilllegung des ÖPNV in den meisten Regionen des Landes führte. Wichtige Ballungszentren, darunter Frankfurt, Kassel und Wiesbaden, verzeichneten einen drastischen Rückgang der Fahrten, was die Bewohner zwang, auf Privatfahrzeuge umzusteigen. Infolgedessen wurden Bundesstraßen und Autobahnen, insbesondere in Nordrhein-Westfalen, durch massive Staus blockiert, die zu Spitzenzeiten fast 300 Kilometer erreichten. Die Spannungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt verschärfen sich seit Anfang 2024, was mit der hohen Inflation und Forderungen nach deutlichen Lohnsteigerungen sowie verbesserten Arbeitsbedingungen im öffentlichen Sektor zusammenhängt.Die Lage in Sachsen ist besonders angespannt, da die Proteste in Leipzig auf das gesamte Wochenende ausgeweitet wurden, was mit geplanten Großveranstaltungen kollidiert. In München begründen die Beschäftigten der MVG ihren Protest nicht nur mit Lohnfragen, sondern vor allem mit Personalmangel und übermäßiger Arbeitsbelastung, was ihrer Ansicht nach die Sicherheit der Fahrgäste gefährdet. Unterdessen wurde in Hamburg trotz des Streiks bei U-Bahn und Bussen der Betrieb der S-Bahn S-Bahn aufrechterhalten, was zu einer teilweisen Entlastung der Staus beitrug. Als Reaktion auf die Regelmäßigkeit der Proteste kamen von Politikern der konservativen Union CDU/CSU Vorschläge für eine gesetzliche Einschränkung des Streikrechts. Eine der lauteren Initiativen sieht ein Verbot von Protestaktionen an Tagen mit Bundesligaspielen vor, um eine Lähmung des Landes zu vermeiden und die Sicherheit Hunderttausender Fans zu gewährleisten. Gewerkschafter warnen jedoch, dass das Fehlen einer Einigung bei Tarifverhandlungen in den kommenden Wochen zu weiteren, noch schmerzhafteren Stillständen führen wird.