Plötzliche und intensive Schneefälle haben den Flughafen München völlig lahmgelegt und etwa 600 Passagiere gezwungen, die Nacht in Maschinen zu verbringen, die auf dem Vorfeld standen. Die Reisenden, hauptsächlich an Bord von Flugzeugen der Lufthansa, kampierten unter schwierigen Bedingungen über mehrere Stunden, ohne die Flugzeuge verlassen zu können. Der Vorfall löste eine Welle der Kritik an der Flughafenverwaltung aus und führte zu Ankündigungen von Massenklagen auf Schadensersatz.

Massenhafte Flughafenlähmung

Etwa 600 Personen verbrachte die Nacht in in Flugzeugen auf dem Vorfeld, da eine sichere Evakuierung während des Schneesturms nicht möglich war.

Drohende rechtliche Schritte

Passagiere und Anwälte kündigen den Kampf um hohe Schadensersatzleistungen an und werfen Lufthansa und dem Flughafen grobe operative Fehler vor.

Einschreiten der Staatsanwaltschaft

Ermittler prüfen, ob das mehrstündige Festhalten von Menschen in engen Kabinen sie einer unmittelbaren Gefahr ausgesetzt hat.

Ein plötzlicher Wintereinbruch in Bayern hat den Betrieb des zweitgrößten Flughafens Deutschlands lahmgelegt und eine Situation geschaffen, die Experten als Image- und Betriebskatastrophe bezeichnen. Mindestens 600 Passagiere waren in Flugzeugen auf den Rollbahnen eingeschlossen. Obwohl die Maschinen gelandet waren oder startbereit waren, verhinderten Personalmangel im Bodenpersonal sowie nächtliche Betriebsbeschränkungen die reibungslose Bereitstellung von Bussen und die Evakuierung von Passagieren zu den Terminals. Die Hauptlast des Chaos traf Passagiere der nationalen Fluggesellschaft Lufthansa, und Zeugenberichte deuten auf einen Mangel an grundlegender Versorgung, einschließlich Decken und warmer Mahlzeiten, hin. Die Kritik konzentriert sich auf mangelnde Kommunikation seitens der Flughafenbehörden. Passagiere berichteten von widersprüchlichen Durchsagen und stundenlangem Warten in stickigen Kabinen bei begrenzter Frischluftzufuhr. Flughafen München räumte offiziell ein, dass so intensive Schneefälle in kurzer Zeit gefährliche Bedingungen für das Bodenpersonal und Evakuierungsoperationen schufen, was einen sicheren Transport von den Start- und Landebahnen unmöglich machte. Branchenexperten weisen jedoch auf eklatante Mängel in den Krisenverfahren der Einrichtung hin, die auf Winterbedingungen im Februar vorbereitet sein sollte. Der Flughafen München, der 1992 eröffnet wurde, liegt in einem vermoorten Gebiet (Moos), was dazu führt, dass Nebel und spezifische thermische Bedingungen den Flugbetrieb im Winter häufiger als in anderen Landesteilen erschweren.Die Situation wurde so ernst, dass sie eine Welle der Kritik von Passagieren und Experten auslöste, die Aufklärung über eklatante operative Versäumnisse fordern. Die Passagiere, unterstützt von Rechtsanwaltskanzleien, fordern nicht nur Standardleistungen gemäß der EU-Verordnung, sondern auch Schmerzensgeld für die Verletzung persönlicher Rechte. Die Fluggesellschaften versuchen, höhere Gewalt geltend zu machen, doch Rechtsanwälte argumentieren, dass zwar das Wetter unabhängig sei, die Behandlung der Menschen an Bord jedoch in der Verantwortung des Bodenpersonals und der Fluggesellschaften liege. „Det var en nat fra helvede. Vi sad i en metaldåse uden nogen informationer og følte os som vejrets gidsler.” — Dänischer Passagier15 Stunden — ein Teil der Passagiere wartete auf dem Flughafenvorfeld In den letzten Jahren kämpfen europäische Flughäfen mit zunehmenden Personalmangel im Bodenpersonal, was bei Wetterereignissen Verzögerungen und logistische Lähmungen verstärkt.Status der eingeschlossenen Passagiere: Anzahl der Betroffenen: 600, Davon Kinder (Schätzungen): 50, Wartende über 10h: 400

Mentioned People

  • Mads Nielsen — Dänischer Passagier, der die Bedingungen an Bord als dramatisch beschrieb.