Extreme Wetterbedingungen in der Ostsee haben zu einem nahezu vollständigen Zufrieren der Finnischen Bucht geführt, was den Transport von Energierohstoffen aus Russland lähmt. Die Organisation Greenpeace warnt, dass in unmittelbarer Nähe der europäischen Küsten eine sogenannte Schattenflotte operiert, die aus Schiffen in sehr schlechtem technischen Zustand besteht. Es besteht ein reales Risiko einer Umweltkatastrophe, die die gesamte polnische Küste von Kołobrzeg bis Jastrzębia Góra treffen könnte.

Russische atomgetriebene Eisbrecher im Einsatz

Aufgrund der Rekordvereisung der Finnischen Bucht hat Russland die Einheiten Sibir und Murmansk entsandt, um den Transport aus den wichtigen Ölhäfen zu ermöglichen.

Bedrohung einer Katastrophe an der polnischen Küste

Simulationen zeigen, dass ein Ölaustritt aus einem russischen Tanker die Strände von Kołobrzeg bis Jastrzębia Góra verseuchen würde, was zu Verlusten in Milliarden von Złoty führen könnte.

Untätigkeit der Behörden gegenüber der Schattenflotte

Greenpeace beschuldigt die deutsche Regierung, acht staatenlose Tanker zu ignorieren, die regelmäßig die Sicherheit in den Gewässern der Ostsee verletzen.

Die aktuelle Situation in der Ostsee ist die schwierigste seit vielen Jahren. Plötzliche Frostperioden haben zu einer dicken Eisdecke in der Finnischen Bucht geführt, was Russland zu außergewöhnlichen Maßnahmen gezwungen hat. Um die Schifffahrtswege zu den Häfen in Primorsk und Wyssozk freizumachen, wurden atomgetriebene Eisbrecher, darunter die Einheiten Sibir und Murmansk, eingesetzt. Schiffe ohne entsprechende Eisklasse erhalten ein striktes Verbot, Häfen ohne Eskorte anzulaufen. Verzögerungen beim Öltransport beeinflussen die Versorgungsstabilität in der Region, und das russische Unternehmen Rosatom mobilisiert alle verfügbaren Eisbrecherressourcen. Die Finnische Bucht stellt seit Jahrhunderten ein strategisches Nadelöhr des Seehandels dar, und ihr Zufrieren hat die Ostseeanrainerstaaten seit dem 19. Jahrhundert regelmäßig zur Unterhaltung kostspieliger Eisbrecherflotten gezwungen. Gleichzeitig hat die Organisation Greenpeace einen besorgniserregenden Bericht über die sogenannte Schattenflotte veröffentlicht. Laut den Daten der Organisation sind seit Mitte Dezember mindestens acht staatenlose (ohne Staatszugehörigkeit) Tanker, die russisches Öl transportieren, durch deutsche und polnische Hoheitsgewässer gefahren. Diese Einheiten sind oft in sehr schlechtem technischen Zustand, was in Kombination mit extremen Eisbedingungen eine enorme Gefahr darstellt. Experten des Zentrums Helmholtz Hereon haben eine Simulation durchgeführt, die zeigt, dass ein Austritt von 48.000 Tonnen Öl die Strände auf dem Abschnitt von Kołobrzeg bis Jastrzębia Góra vollständig verseuchen könnte, was zu einem Stillstand des Tourismus und der Meereswirtschaft in Polen führen würde. „Die russische Schattenflotte besteht oft aus beinahen Wracks, die normalerweise verschrottet werden sollten. Ihre Präsenz auf einem so schwierigen Gewässer wie der zugefrorenen Ostsee ist ein Spiel mit dem Feuer.” — Greenpeace-Vertreter Die deutschen Behörden werden für ihr Ausbleiben von Reaktionen auf Schiffe, die Sicherheitsstandards verletzen, kritisiert. Greenpeace weist darauf hin, dass diese Tanker in den letzten Monaten elfmal die deutsche ausschließliche Wirtschaftszone ohne Konsequenzen überquert haben. Diese Situation wirft ein Licht auf Lücken im internationalen Recht bezüglich der Kontrolle von Schiffen unter Flaggen dritter Länder, die globale Sanktionen umgehen. Anzahl der Vorfälle der russischen Schattenflotte: Deutsche Wirtschaftszone: 11, Staatenlose Einheiten: 8, Simulierte Ölaustritte (Tsd. Tonnen): 48 48.000 t — Öl bedroht die Verseuchung der polnischen Küste Betonung der Untätigkeit der Regierungen gegenüber der Umweltbedrohung und Forderung nach sofortiger Festhaltung gefährlicher Tanker der Schattenflotte. | Akzentuierung der technischen Probleme Russlands mit der Logistik und Nutzung der Situation als Beweis für die Wirksamkeit des Klima- und Eisdrucks auf den Export.