Die Bundesnetzagentur gab am Freitag bekannt, dass die vorübergehende Treuhandverwaltung über die Tochtergesellschaft des russischen Ölkonzerns Rosneft in eine dauerhafte Verwaltung umgewandelt wird. Die Entscheidung der Bundesregierung zielt darauf ab, die langfristige Stabilität der Öl- und Mineralölproduktlieferungen nach Deutschland sicherzustellen, insbesondere zu den für die Kraftstoffversorgung der östlichen Bundesländer entscheidenden Raffinerien in Schwedt und Karlsruhe. Dies ist eine Fortsetzung der Politik der Abkopplung von russischem Kapital nach dem Überfall auf die Ukraine.
Übergang zur dauerhaften Verwaltung
Die Bundesnetzagentur, der deutsche Regulierer des Energiesektors, wurde zur dauerhaften Treuhänderin des Unternehmens Rosneft Deutschland ernannt. Damit endet die Phase der vorübergehenden, im Notfallverfahren eingeführten Treuhandverwaltung, und es beginnt die Phase der langfristigen staatlichen Kontrolle über dieses strategische Vermögen.
Sicherstellung der Öllieferungen
Das Hauptziel der Entscheidung ist die Sicherstellung der kontinuierlichen Funktionsfähigkeit der PCK-Raffinerie in Schwedt und der Miro-Raffinerie in Karlsruhe. Die Raffinerie in Schwedt versorgt den Großteil Berlins und das Land Brandenburg mit Kraftstoffen und ist ein Schlüsselelement der Energiesicherheit im östlichen Teil des Landes. Die Treuhandverwaltung soll verhindern, dass das russische Unternehmen Einfluss auf diese kritischen Anlagen ausübt.
Reaktion auf den russischen Überfall
Die Entscheidung ist ein weiterer Schritt in der deutschen Strategie zur Verringerung der Energieabhängigkeit von Russland nach dessen Überfall auf die Ukraine im Jahr 2022. Die vorübergehende Treuhandverwaltung wurde bereits im September 2022 verhängt. Ihre dauerhafte Verlängerung zementiert die Abkopplung russischen Kapitals aus einem Schlüsselsektor der kritischen Infrastruktur.
Konsequenzen für Rosneft
Die Entscheidung bedeutet die praktische Übernahme der Kontrolle über die deutschen Vermögenswerte des russischen Konzerns durch den deutschen Staat auf unbestimmte Zeit. Rosneft verliert die Möglichkeit, operative und strategische Entscheidungen bezüglich seiner ehemaligen Tochtergesellschaften in Deutschland zu beeinflussen. Das Unternehmen könnte versuchen, diese Entscheidung gerichtlich anzufechten.
Die deutsche Bundesregierung hat beschlossen, die vorübergehende Treuhandverwaltung über die Tochtergesellschaft des russischen Konzerns Rosneft in eine dauerhafte Verwaltung umzuwandeln. Die Bundesnetzagentur, der nationale Energieregulator, wurde offiziell zur dauerhaften Treuhänderin von Rosneft Deutschland ernannt. Diese am Freitag verkündete Entscheidung ist von grundlegender Bedeutung für die deutsche Energiesicherheit, insbesondere im Hinblick auf die Kraftstoffversorgung der östlichen Regionen des Landes. Das Hauptziel dieser Maßnahme ist die Sicherstellung des ununterbrochenen Betriebs der PCK-Raffinerie in Schwedt und der Miro-Raffinerie in Karlsruhe. Die Raffinerie in Schwedt ist besonders wichtig, da sie einen Großteil Berlins und des gesamten Landes Brandenburg mit Benzin, Diesel und Heizöl versorgt. Die dauerhafte Übernahme der Kontrolle durch den Staat zielt darauf ab, jeglichen Einfluss des russischen Ölkonzerns auf diese strategischen Anlagen auszuschalten und die langfristige Stabilität der Versorgung zu gewährleisten. Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 begann Deutschland mit einer radikalen Überarbeitung seiner Energiepolitik, die als Energiewende bezeichnet wird. Eine ihrer Säulen wurde die Abkopplung von russischen Öl-, Gas- und Kohlelieferungen. Als Reaktion auf die Kriegshandlungen verhängte die Europäische Union eine Reihe von Sanktionen gegen den russischen Energiesektor. Die vorübergehende Treuhandverwaltung über die Rosneft-Gesellschaften in Deutschland wurde bereits im September 2022 auf der Grundlage von Vorschriften zur Energiesicherheit verhängt. Ihre Umwandlung in eine dauerhafte Verwaltung stellt eine logische Fortsetzung dieser Politik dar und zementiert die staatliche Kontrolle über als kritisch eingestufte Vermögenswerte. Diese Entscheidung hat direkte Konsequenzen für den russischen Konzern. Rosneft verliert das Recht, operative, investive oder personelle Entscheidungen in seinen ehemaligen deutschen Tochtergesellschaften zu treffen. In der Praxis bedeutet dies die langfristige Übernahme dieser Vermögenswerte durch den deutschen Staat. Wie Agenturquellen angeben, könnte Rosneft versuchen, diese Entscheidung vor Gericht anzufechten, doch in der derzeitigen politischen Lage werden die Erfolgsaussichten solcher Schritte als gering eingeschätzt. „„Die Entscheidung dient der langfristigen Sicherung der Energieversorgung in Deutschland”” („Die Entscheidung dient der langfristigen Sicherung der Energieversorgung in Deutschland“) — Deutscher Regierungssprecher. Die Entscheidung für eine dauerhafte Treuhandverwaltung fügt sich auch in einen breiteren Trend in Europa ein, wo nach Kriegsausbruch viele Staaten vorübergehend die Kontrolle über strategische Vermögenswerte mit russischem Kapital übernommen haben, um ihre nationalen Sicherheitsinteressen zu schützen.
Mentioned People
- Klaus Müller — Präsident der Bundesnetzagentur