Deutsche Medien schlagen Alarm über ein wachsendes Problem bei Patienten mit Herzinsuffizienz, die wiederholt in lebensbedrohlichen Zuständen in Krankenhäuser eingeliefert werden. Diese Situation, die als Notfallzustand bezeichnet wird, verdeutlicht Lücken im System der Nachsorge und Mängel in der Prävention. Experten weisen auf die Notwendigkeit einer besseren Überwachung der Patienten nach der Entlassung hin, um kostspielige und für die Patienten traumatische Rückkehr auf die Intensivstationen zu vermeiden.
Teufelskreis der Krankenhausaufenthalte
Patienten kehren nach kurzfristiger Verbesserung ihres Gesundheitszustands aufgrund von Verschlechterungen der Herzinsuffizienz wiederholt in die Notaufnahmen zurück.
Lücken in der ambulanten Versorgung
Das Fehlen einer wirksamen Überwachung des Patienten nach der Entlassung aus dem Krankenhaus ist die Hauptursache für Rückfälle der Krankheit.
Bedarf an Telemedizin
Experten weisen auf die Notwendigkeit hin, die Fernüberwachung der Vitalparameter von Patienten zu Hause zu verbreiten.
Das deutsche Gesundheitssystem kämpft mit einem zunehmenden Problem der Wiederaufnahme von Patienten, die an chronischer Herzinsuffizienz leiden. Wie führende Zeitungen, darunter Handelsblatt, Die Welt und Süddeutsche Zeitung, übereinstimmend berichten, kehren Patienten nach Stabilisierung ihres Gesundheitszustands und Entlassung aus dem Krankenhaus oft innerhalb kurzer Zeit in die Notaufnahmen zurück. Diese Situation wird als "akuter Notfall" bezeichnet, was die Unzulänglichkeiten der ambulanten Versorgungsstrukturen und den Mangel an Kontinuität zwischen stationärer und ambulanter Behandlung beleuchtet. Herzinsuffizienz stellt derzeit eine der häufigsten Ursachen für Krankenhausaufenthalte in Westeuropa dar und verursacht enorme Kosten für das Krankenversicherungssystem. Das Konzept der integrierten Versorgung in der Kardiologie hat sich seit den 1990er Jahren entwickelt, als man erkannte, dass allein chirurgische oder pharmakologische Interventionen im Krankenhaus ohne strenge kardiologische Überwachung am Wohnort des Patienten keine langfristige Verbesserung garantieren. Datenanalysen zeigen, dass die Hauptursache für Rückfälle der akuten Herzinsuffizienz die falsche Dosierung von Medikamenten nach Verlassen der medizinischen Einrichtung sowie unzureichende Aufklärung der Patienten über die Überwachung von Körpergewicht und Ödemen ist. In den Veröffentlichungen zitierte medizinische Experten betonen, dass die moderne Kardiologie über Werkzeuge zur Fernüberwachung von Patienten verfügt, deren flächendeckende Einführung jedoch auf bürokratische und finanzielle Hindernisse stößt. Ambulante Versorgung muss gestärkt werden, um die überfüllten Kliniken zu entlasten, die derzeit als "Drehtür" für diese Patientengruppe fungieren. Dieses Problem betrifft insbesondere ältere Menschen, bei denen Begleiterkrankungen den Therapieprozess erschweren und einen ganzheitlichen Ansatz von Hausärzten und Fachärzten erfordern. „Viele Herzschwäche-Patienten landen mehrfach im Krankenhaus” — Vertreter des medizinischen Sektors Die Schlussfolgerungen aus den Berichten legen nahe, dass Krankenhäuser ohne systemische Veränderungen in der Finanzierung der Langzeitversorgung weiterhin mit einer übermäßigen Belastung kämpfen werden. Polen steht, ähnlich wie Deutschland, ebenfalls vor der Herausforderung, das Modell KOS-Serca zu optimieren, das eine umfassende Versorgung nach Herzinfarkten und bei Herzinsuffizienz gewährleisten soll. Koordinierte Programme gelten als die effektivste Methode zur Reduzierung der Anzahl von Todesfällen und erneuten Krankenhausaufnahmen. Letztendlich erfordert der Kampf gegen häufige Krankenhausaufenthalte nicht nur finanzielle Investitionen, sondern vor allem einen Paradigmenwechsel hin zu einer stärker auf häusliche Prävention und Telemedizin ausgerichteten Versorgung, was eine frühzeitige Erkennung von Krankheitsverschlechterungen ermöglichen würde, bevor sie lebensbedrohlich werden.
Perspektywy mediów: Die Medien betonen die Krise des öffentlichen Gesundheitssystems und die Notwendigkeit, die Ausgaben für die soziale Fürsorge zu erhöhen. Der Fokus liegt auf der Ineffizienz des Managements von Einrichtungen und der Notwendigkeit technologischer Innovationen in der Behandlung.